Bento #75: LachsTeriyaki mit gebratenen Sprossen und Reis

Ich war wegen dem blöden Wetter leider noch nicht Picknicken, wollte aber trotzdem meine neue Bento-Box von hier einweihen. Also habe ich nur eine Etage gefüllt und mit dem Deckel versehen. Das funktoiniert wirklich super, weil die verschiedenen Etagen ja gleich groß sind. Das Gummiband hält es immer noch ganz gut zusammen.

In der Box sind enthalten:
Teriyaki-Fisch mit Schnittlauch, Reis mit schwarzem Sesam, Tomate und gebratene Mungobohnen-Sprossen.
Die Sprossen habe ich mit Knoblauch, Ingwer und Sojasauce angebraten. Danach mit Sake abgelöscht und kurz weiter gebraten.
Obwohl eine Etage nur 450ml misst, war ich danach wirklich sehr satt. Ich denke das liegt an dem vielen Reis und dem großen Fischstück. Also insgesamt bin ich sehr zufrieden mit der Box! :)

Diesen wundervollen Stäbchen sind übrigens von Lydia (eine Leserin meines Blogs), die mir ein echt tolles Paket geschickt hat. Darüber werde ich aber in einem extra Post berichten. Die kleinen Origami-Kraniche aus der Folie einer Teepackung habe ich von Palomena Prasina bekommen, ebenfalls eine Leserin meines Blogs. Zusammen mit den Walderdbeeren und noch anderen tollen Sachen hatte sie mir auch mal ein Paket geschickt :)Nochmals ein großes Dankeschön an euch beiden! <3

In diesem Sinne wünsche ich euch ein schönes Wochenende! :)

BEGIN Japanoligy: Sojabohnen in der japanischen Küche

BEGIN Japanoligy ist eine Sendung, die jedes Mal ein bestimmtes Thema über Japan und dessen Kultur erzählt. Ganz typische Sachen wie Sushi, Soja, Reis, Kirschblüten, Kendo, Tempel etc. Die Auswahl ist wirklich riesig! Man kann alle Episoden bei Youtube und bei veoh kostenlos ansehen. Alle Episoden sind auf Englisch, das aber sehr leicht verständlich ist.

Ich werde aber trotzdem immer eine kleine Zusammenfassung auf Deutsch daneben schreiben, damit es für die Nicht-Englisch-Leser leichter verständlich ist :)

In dieser Episode geht es um: Sojabohnen
Das passt sehr gut zum aktuellen Thema "natto".


Im ersten Teil wird erzählt, dass Sojabohnen in unterschiedlichen Formen in der japanischen Küche auftauchen können. z.N. als Sojasoße, Miso, Natto und natürlich Tofu.
Man erklärt kurz, wie diese Sachen hergestellt werden und wie sie gegessen werden. Von Natto gibt es z.B. 2 Arten. Das klebrige Natto und das schwarze, salzige Natto. Die salzigen Natto werden mit den selben Kulturen wie bei Miso fermentiert. Danach werden sie getrocknet und gelagert. Das normale, klebrige Natto wird hergestellt indem die Sojabohnen vorher gedämpft werden, in Reisstroh gewickelt und mit 40°C darin warm gehalten. Nach bereits einem Tag bekommen sie den typischen Schleim. Es wird kurz gezeigt, wie es gegessen wird.
Nun folgt ein längerer Beitrag über Tofu. Es wird gezeigt wie er hergestellt wird.Sie werden zuerst eingeweicht, dann klein gehäckselt und dann gekocht. Die Flüssigkeit, die nun nach dem Pressen heraus tritt ist die Sojamilch. Wenn man nun, ähnlich wie bei der Käseherstellung, in die Sojamilch ein Gerinnungsmittel gibt (z.B. Nigari) dann wird die Milch eindicken und est entsteht Tofu.
Nun bekommt man den Einblick auf ein typisches Sojafeld. Die jungen Sojabohnen sind noch grün und werden Edamame genannt. Wenn man sie noch länger lässt, werden die Pflanzen ganz trocken und braun. Die Bohnen entwickeln sich zu runden gelben Kugeln und sind dann typische Sojabohnen, wie wir sie kennen.


Im zweiten Teil wird auf das kulturelle Symbol der Sojabohnen eingegangen. Sie werden im Frühling auf die Straße geworfen um Dämonen zu verjagen. Danach muss jede Person eine Anzahl von Sojabohnen essen, die dem eigenen Alter entspricht. So bleibt man über das Jahr gesund und fit.
Nun wird ein wenig über die Geschichte der Sojabohne erzählt. Sie stammen ursprünglich aus China. Vor ungefähr 1300 Jahren wurden bereits verarbeitete Sojaprodukte in Japan gegessen. Richtig verbreitet wurden sie aber esrt in Kombination mit der vegetarischen Ernährung der Mönche vor rund 700 Jahren. Diese erfanden immer mehr interessante Gerichte mit Soja als Fleischersatz. Ich finde es erstaunlich, wie sie z.B. gegrillten Aal immitiert haben.
Danach werden unterschiedliche Speisen aus Tofu gezeigt. Die Möglichkeiten sind unendlich.Nun geht man näher auf die jungen Sojabohnen ein - die Edamame. Sie sind sehr beleibt geworden, vor allem als Snack zu Bier. 
Traditionelle Tofumacher werden von Jahr zu Jahr immer weniger, weil sie nicht mit Supermarkt-Tofu preislich konkurieren können. In dem Beitrag lernen wir am Ende einen relativ jungen Tofumacher kennen, der diesem Handwerk trotzdem nachgeht und ziemlich erfolgreich ist.

How to eat: Natto - gegorene Sojabohnen mit Reis / nattodon


Vorgestern war ich mal wieder im Asialaden meiner Nähe (70km entfernt *hust*) und hab doch tatsächlich im Kühlfach Natto gefunden! :) Da ich das noch nie gegessen habe, aber immer schon gerne probieren wollte habe ich mir kurzerhand eine Packung mitgenommen. Natto sind gegorene Sojabohnen. Sehr nahrhaft, denn es diente als wichtige Eiweißquelle und Lieferant von Vitamin B12. Dieses Vitamin war vor allem früher in ländlichen Regionen sehr rar.

Vor allem in den östlichen Regionen Japans z.B. Kanto, Tohoku und Hokkaido ist es beliebt.

Eine Packung beinhaltet 2 Portionen und kostet bei mir 3,50 EUR. Man muss das Natto bei Zimmertemperatur oder im Kühlschrank langsam auftauen lassen. Wenn man die Packung öffnet kommt das zum Vorschein:

Ein kleines Päckchen Senf und eine Tüte Tsuyu (Soßenmischung auf Basis von Sojasauce). Auf den Bohnen liegt nur eine kleine Folie, die man abziehen kann.

Nun gibt man einfach beide Soßen auf die Bohnen und beginnt mit den Stäbchen zu rühren. Es entsteht immer mehr "Schleim", aber ihr müsst noch etwas länger und kräftiger rühren, bis ganz feine Bläschen entstehen und der Schleim weißlich und fluffig geworden ist. Natto wird in Japan traditionell auf Reis zum Frühstück gegessen.


Hier gibt es übrigens ein sehr gutes Video über Natto und die verschiedenen Arten der Verpackung. Außerdem eine gute Anleitung, wie man es zubereitet.

Wie ihr seht ist es eine äußerst klebrige und schleimige Angelegenheit. Natto hat auch einen leicht strengen Geruch, der nicht jedermanns Sache ist. Es sollte nussig schmecken und eher mild im Geschmack. Um es gleich vorweg zu sagen: Natto ist leider überhaupt nichts für mich.

Mir war es leider zu geschmacksneutral und viel zu schleimig. Den Schleim kann man sehr gut mit dem von Okra vergleichen - welches ich auch überhaupt nicht mag. Ich habe gedacht Natto wäre würziger - denn der Geruch hat mich nicht mal so gestört. Ich fand den Geruch überhaupt nicht schlimm. Aber vor allem wegen dem Schleim werde ich wohl Natto nie mögen können. Sehr schade, weil ich es eigentlich immer gern mögen wollte ^^° Ich liebe eigentlich alles mit Sojabohnen...

Für Leute, die auch Okra und ähnliche schleimige Sachen mögen ist wohl Natto genau das Richtige. Natto kann man für viele andere Gerichte benutzen.

Man kann auch geriebenen Rettich, Sojasauce, Frühlingszwiebeln, Okra und ein rohes Wachtelei hinzugeben. Mit dieser Kombination wird es noch schleimiger *ggg* Ähnlich wie im unteren Bild. Da ist noch roher Thunfisch dabei.

maguro-natto don

Natto kann man auch auf Weißbrot essen oder auf Sushi. Zu Nudeln oder mit Tofu. Man kann es auch anbraten, grillen, überbacken oder in Misosuppe hineingeben.

my breakfast in japan
Natto and Okra Sushi - Kamakura
Spaghetti Natto & Tamago
CA390140.jpg


Shizuoka Gourmet hat sehr viele tolle Rezepte mit Natto! Es gibt sogar eine Anleitung, wie man Natto selber herstellen kann. Sehr interessant!

Natto - Make it yourself
Basisrezept Misosuppe mit Natto
Natto Rezepte-Sammlung unter anderem mit Natto in Tofutaschen gebraten, Natto im Sushi, Natto im Mabo-Dofu-Style, natto würzig mit Rettich gebraten, frittierte Natto-Bratlinge und noch viel mehr.

Fazit: Das klassische Natto ist für mich leider nichts. Weil ich einfach den Schleim nicht so gerne mag. Nichtsdestotrotz sollte man es mal probieren, wenn man die Möglichkeit hat. Nach den ganzen tollen Rezepten von Shizuoka Gourmet denke ich mir, dass ich natto sogar mögen könnte, wenn man es weiter verarbeitet.
Wenn man es würzt und z.B. anbrät, frittiert etc. Ich denke damit wird es nicht mehr so schleimig und könnte mir sogar gut schmecken. Ich bin deshalb nicht abgeneigt von natto im Allgemeinen ;-) Da ich ja noch eine zweite Portion habe, werde ich mal versuchen etwas daraus zu machen - ich gebe natto noch eine zweite Chance :)

Wie ist es mit euch? Hat schon jemand Natto gegessen und mag es? Würde mich mal interessieren, wie eure Erfahrung damit ist :)

Zum Schluss, noch was süßes ^_^b Versteht ihr, warum ich natto mögen will? *ggg*

Umfrage #5 : Welches Geschlecht hast du?

Männlich
  4 (6%)
Weiblich
  54 (93%)

Stimmen gesamt: 58


Vor einigen Wochen habe ich ja eine Umfrage gestartet wieviel männliche und wieviele weibliche Menschen meinen Blog besuchen. Das Ergebnis war natürlich klar, dass es vor allem weibliche sind. Gefreut haben mich die 4 männlichen Leser aber trotzdem, die sich getraut haben abzustimmen ;-)

Trotzdem weiß ich, dass es schon mehr als 4 Männer sind, die meinen Blog besuchen. Es haben mich schon einige per Mail um Rat gefragt. Wegen Kochen und Bento und so :)

Rezept: Japanische Nudelsuppe - Miso Ramen selbst gemacht

Eine heiße Nudelsuppe ist für dieses Wetter ideal und so habe ich versucht mir Miso-Ramen zu machen :)

Ich habe mich an folgende Rezepte orientiert:
Miso-Ramen: Japanese Food
Miso-Ramen: Nekobento
Miso-Ramen: Rasamalaysia

Irgendwie gibt es 2 Arten der Miso-Ramen-Zubereitung habe ich festgestellt. In einigen Rezepten wird beschrieben, dass man das Miso vorher mit Gemüse und weiteren Zutaten, wie Knoblauch und Ingwer etc. anbraten soll. Danach erst die Dashi-Brühe hinzugeben. In anderen Rezepten wird das Miso aber erst am Ende in die Brühe gegeben. Viele tun die Misopaste auch ganz individuell in jede Nudelschüssel hinein. Geben dann ein paar Schöpflöffel Brühe hinzu und dann kommen erst die Nudeln + Topping.

Ich habe es beim ersten Versuch nach nekobento gemacht, also die Misopaste vorher angebraten. Ich bilde mir ein, dass es dann nachher aromatischer wird. Aber auf jeden Fall werde ich noch öfters Miso-Ramen machen und dann andere Zubereitungsarten probieren :)

Zutaten für 2 bis 3 Portionen:
1EL Speiseöl
4 bis 5 EL helle Misopaste
800ml Brühe (z.B. Hühnerbrühe oder jap. Dashi, oder beides zusammen gemischt)
Gemüse fein geschnitten (z.B. Karotten, Sprossen etc.)
etwas feingehackter Knoblauch und Ingwer
1 TL fein gemörserter, gerösteter Sesam
Chiliflocken, Chilipaste oder Chiliöl

Als Beilagen kann man nehmen:
- Frühlingszwiebeln
- verschiedenes Gemüse
- Naruto-Maki
- getrocknete, gekochte Bambussporssen
- Mais
- geröstetes Nori-Blatt
- Bohnen-Sprossen
- Fleisch in Scheiben oder Meeresfrüchte
- 1 weich gekochtes Ei
- Chiliöl, Chiliflocken

Zubereitung:
Brühe vorher wie gewünscht kochen. Statt Fertig-Pulver könnt ihr auch selbstgemachtes Dashi oder frische Fleischbrühe verwenden. In einem Topf Speiseöl erhitzen. Knoblauch und Ingwer darin anbraten, Gemüse oder Fleisch mit dem gemörserten Sesam hinzugeben und kurz weiter braten. Nun die Misopaste hinzugeben. Eventuell Chilipaste oder Chiliflocken dazu geben, wenn ihr mögt. Weiter braten, bis es lecker duftet.
Am Ende mit der Brühe ablöschen und gegebenenfalls mit Salz oder Buillon-Pulver abschmecken. Es sollte eine würzige Brühe ergeben.

Nudeln nach Anleitung kochen. Nudelschüssel mit heißem Wasser kurz erwärmen, damit die Suppe länger warm bleibt. Brühe über die Nudeln gießen und Beilagen nach Geschmack hinzu geben. Sofort servieren!

Zum ersten Mal habe ich dafür die Ramen-Nudeln von Hakubaku verwendet. Diese Nudeln haben mich ein bisschen enttäuscht, sie waren irgendwie relativ geschmackslos und auch von der Konsistenz her viel zu "stabil" und "hart". Aber das liegt nicht daran, dass ich sie zu kurz gekocht habe. Ich habe nach Packungsanleitung gekocht. Warscheinlich war meine Erwartung zu groß, da ich jetzt immer alles mit Naniwa-Ramen vergleiche ;-) Hat jemand einen besonderen Tipp wo man richtig leckere Ramen-Nudeln kaufen kann?

Für die Dashi-Brühe habe ich dieses Dashi von Ajinomoto benutzt. Es ist ganz ok und man kann es sparsam benutzen. Über verschiedenes Fertig-Dashi hat Amato einen interessanten Artikel geschrieben.

Ich habe als Topping Frühlingszwiebeln, Mais, Mungobohnen-Sprossen, Naruto-Maki, 1 Garnele und geröstetes Nori genommen. Dazu kam noch ein guter Schuss Chiliöl.

Ein Tipp: Um das Nori richtig schön knusprig zu bekommen, könnt ihr es für einige Minutem auf den Toaster legen. Also nur oben drauf, nicht hinein legen. Mehrmals wenden nicht vergessen. Es wird sich ein wenig wellen, aber wird dann richtig knusprig und passt echt gut zu Ramen! :)

Fazit: Die Brühe war echt lecker und sehr würzig. Fast so wie bei Naniwa. Ich werde Misoramen wohl jetzt etwas öfter machen <3 Mit den Nudeln war ich noch etwas unzufrieden, weil sie mir von der Konsistenz und vom Geschmack nicht elastisch genug waren. Sie waren sehr starr. Aber insgesamt kann man diese auch zur Not nehmen :) Geschmeckt hat es ingesamt trotzdem!


Die Anmeldung zur Verlosung ist beendet. Vielen Dank für so viele nette Kommentare. Ich habe ja vor sie alle zu beantworten, das wird noch ein hartes Stück arbeit! ^_^° In ich nächster Zeit werde ich auslosen und dann die Gewinner bekannt geben. Bis dahin bitte ich um ein wenig Geduld! :)

Bento #74: Panierter Fisch mit Kürbis-Reis und Wagashi

Ich hatte noch Hokkaido-Kürbis übrig und so kam er wieder wie hier in mein Bento :) Es ist übrigens diese Box.

Oben: Fisch in knuspriger Panade mit Shiso und Schnittlauch, zusammen mit Kürbis-Reis und schwarzem Sesam
Unten: Ein Gebäck aus der Wagashi-Mischung. Gurkensalat mit Sesamöl, Reisessig und schwarzem Sesam. Da drauf eine halbe Tomate.

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