Rezept: Japanisch angehauchter Brotsalat + Variationen


Seid einigen Wochen nun habe ich den Brotsalat für mich entdeckt. Ursprünglich kommt das Gericht aus Italien/Toskana und nennt sich Panzanella. Ganz viele in Olivenöl und Parmesan geröstete Weißbrotwürfel zusammen mit Tomaten, Basilikum und einem Essig-Öl-Dressing - das ist die klassische Version, aber man kann natürlich alles hineingeben, auf das man Lust hat.

Für mich ist das gerade das ideale Abendessen, weil man dafür nicht viel kochen muss und es super schnell geht. Egal was ich bis jetzt zusammengemischt habe, es hat jedes Mal total lecker geschmeckt. *_*

Hier habe ich eine japanisch angehauchte Version für euch, probiert das unbedingt mal aus! :D

Zutaten für 2 Personen:
5 bis 6 Scheiben Brot vom Vortag
1 Avocado
1/2 Gemüsezwiebel
1/4 Gurke
10 - 15 Cocktailtomaten
---
Saft einer viertel Zitrone
1 EL Kewpie-Mayonnaise
Olivenöl
2 EL Sojasoße
1/2 geriebener Ingwer
1 kleine geriebene Knoblauchzehe
Geröstetes Sesamöl
2 TL Sesam
Salz und Pfeffer nach Geschmack

Zubereitung:
Schritt1: Das Brot in Würfel schneiden, dabei die Stücke relativ grob lassen. In eine große Pfanne bei mittlerer Hitze geben, mit einem guten Schuss Olivenöl überträufeln und langsam anrösten.
Schritt2: In der Zwischenzeit all eure Salat-Zutaten in Würfel oder Streifen schneiden.
Schritt3: Wenn die Brotwürfel außen schön knusprig sind, gebt noch etwas Sesamöl sowie die Sesamkörner darüber und röstet es weiter, allerdings bei ausgeschaltetem Herd. Das ganze soll langsam abkühlen.
Schritt4: Zitronensaft, Mayonnaise, Sojasoße, Ingwer und Knoblauch zu einem Dressing verrühren und über eure Salat-Zutaten geben. Mit Salz und Pfeffer würzig abschmecken.
Schritt5: Nun die abgekühlten Brotwürfel zum Salat geben, kurz mischen und entweder gleich servieren oder noch 5 bis 10 Minuten ziehen lassen! FERTIG!

Der Salat schmeckt dank der Zitrone schön frisch und wird aber perfekt durch die süßlichen Tomaten und die cremige Avocado abgerundet! Super lecker!



Weitere Variationen zu diesem Gericht:
Frühlingszwiebel anstatt Gemüsezwiebel
Thunfisch
Räucherlachs-Würfel
Tofu-Würfel

Weitere Salat-Kombinationen:
Mediteran:
Tomate, Gurke, Oliven, Kapern, Bailikium, Oregano, Zwiebeln, Knoblauch, Mozarrela
Als Dressing: Balsamico-Essig und Olivenöl

Tex-Mex:
Avocado, Tomate, Gurke, Bohnen, Oliven, Mais, Zwiebeln, Knoblauch, Feta, Jalapeno
Als Dressing: Schmand oder Frischkäse, Zitronensaft und Olivenöl

Fruchtiger Käsesalat:
Würziger Hartkäse eurer Wahl (Ziegenkäse, Bergkäse, Appenzeller)
Weintrauben, Radieschen, Zwiebeln, Apfel oder Birne, Petersilie, Walnüsse, Feldsalat
Als Dressing: Preiselbeeren aus dem Glas, Apfelessig und Olivenöl

Ihr könnt für dieses Gericht jedes Brot nehmen, allerdings ist Toastbrot weniger dafür geeignet finde ich, da es keine kräftige Kruste besitzt und viel schneller im Salat matschig wird. Hier habe ich ein Dinkel-Spinat-Brot benutzt, aber ich habe das Gericht auch schon mit Roggen-Brot, Weißbrot, Walnussbrot und Bauernbrot gemacht, alles sehr sehr lecker! :D


Habt ihr schonmal Brotsalat gegessen? Was ist eure Lieblings-Kombination? :D





Buch: Umami, Vegan Japanisch Kochen von Jasmin Erler und Laura Welslau


Ich möchte euch wieder ein Kochbuch vorstellen und zwar habe ich vor einigen Wochen eine liebe E-Mail von Laura und Minii bekommen. Sie erzählten mir, dass sie beide eine veganes japanisches Kochbuch herausgebracht haben und dass ich sie sehr dazu inspiriert habe. Aus diesem Grund wollten sie mir das Buch auch zuschicken, da sie gespannt auf meine Meinung waren. Ich muss sagen, es ist schon ein echt tolles Gefühl, wenn man andere dazu inspiriert zu kochen, aber auch noch ein ganzes Kochbuch zu schreiben? WOW! :)

Umami, Vegan Japanisch Kochen wurde über Books on Demand verlegt, d.h. es ist nicht bei einem bestimmten Verlag,
sondern wurde von den beiden Autoren sozsuagen über einen Selbstverlege-Service rausgebracht. Da aber beide (soweit ich gelesen hab) aus der Grafik- Designer-Ecke kommen, war das Umsetzten des Buches wohl nicht so das Problem. Das Buch hat eine ISBN-Nummer (ISBN-13: 978-3743152892) und man kann es in allen regulären Bücherläden oder online bestellen.

Warum dieses Buch? Nun, für Vegetarier ist es ja mittlerweile nicht mehr so schwer gut japanisch zu essen, für Veganer gestaltet es sich allerdings immer noch sehr schwierig. Das fiel mir auf, als ich auch mit einer veganen Freundin beim Japantag in Düsseldorf war. Wir waren z.B. im Okonomiyaki-Restaurant oder haben Ramen gegessen und als Veganer blieb ihr meist nur die einzige vegane Alternative: gesalzene Edamame. Klar, sie hat dann später woanders noch was zum Sattwerden bekommen (z.B. Onigiri oder Mochi), aber wenn man mit Freunden unterwegs ist, war das trotzdem doof.


Genau dieses Problem hatten Laura und Minii auch, weshalb sie sich sehr ins Zeug gelegt haben um all diese leckere japanische Essen, was man so aus Serien und in Büchern so kennt zu "veganisieren". Es sind alle Klassiker dabei sei es nun TamagoyakiYakisoba, Okonomiyaki, Korokke, Omuraisu, Ramen, Takoyaki oder Melonpan. Alles ist drin und alles ist vegan. Das Buch haben sie Umami genannt, weil das ja der fleischige, herzhafte Geschmack ist und all diese veganen Rezepte den Umami-Geschmack besitzen, ohne jedoch auf irgend eine tierische Zutat angewiesen zu sein.


Neben einigen Rezepten, die ursprünglich Fleisch oder andere tierische Zutaten enthalten, wie z.B. Yakitori, Ramen oder eben Tamagoyaki gibt es auch sehr viele japanische Rezepte, die von Haus aus vegan sind bzw. sehr einfach vegan gemacht werden können.

Das Buch hat 124 Seiten und ist relativ kompakt gehalten. Es ist gut für Anfänger geeignet und ist sehr bunt und liebevoll gestaltet. Ich fand es perfekt als Geschenk und habe (eben genau dieser veganen Freundin, die mit in Düsseldorf war), ein Exemplar geschenkt! :) Bin gespannt, wie sie es findet! ;)


Fazit: Ich finde das Buch sehr sympathisch aufgemacht. Die Rezepteauswahl ist wirklich sehr gut und beinhaltet alle klassischen japanischen Gerichte, die man so aus "Funk- und Fernsehen" kennt. Es ist für jeden etwas dabei. Ich persönlich koche nie bewusst vegan, aber manchmal werden meine Gerichte zufällig vegan, weshalb ich sie hier auch markiere. Viele Rezepte in diesem Buch sind aber bewusst für Veganer geschrieben, weshalb ich sie besonders spannend finde. Ich habe zwar noch nichts daraus nachgekocht, werde es aber sicherlich mal für euch machen, einfach um zu sehen, ob die veganen Gerichte auch an das Original rankommen!

Hat einer von euch dieses Buch und schon etwas daraus probiert? Gebt mir Feedback! :D




Rezept: Soja-Miso-Ingwer-Steak


Ich habe heute ein tolles Rezept für euch, bzw. will ich euch eher eine Technik zeigen, mit der ihr eure Soja-Schnetzel noch schmackhafter zubereiten könnt. Die Technik zum Marinieren von Sojaschnetzeln habe ich von einem Veganer gelernt. Es kochte für uns und ein paar Freunde Gyros und es roch so gut! Ich wusste aber da noch nicht, dass er Veganer ist und nahm mir nur die Reis- und Gemüsebeilagen. Danach kam dann erst raus, dass alles vegan war und als ich das Gyros probierte war ich so begeistert, dass ich unbedingt das Rezept haben wollte.

Ich habe schon sooo viele vegetarische/vegane Alternativen und Fleischersatzprodukte aus dem Laden sowie auch Gerichte aus Restaurants gegessen, aber keines dieser Fleischalternativen hat so gut geschmeckt und beim Braten so "echt" gerochen, wie dieses Gyros.


Das genaue Rezept für das Gyros werde ich auch bald posten. Jetzt gibt es aber erstmal ein japanisch angehauchtes Soja-Steak-Rezept von mir, bei dem ich eine ähnliche Marinier-Technik benutzt habe und das genauso genial schmeckt.

Von meiner Schwester bekam ich diese riesigen Scheiben Sojaschnetzel geschenkt (hat sie aus dem Netz bestellt), die ich hier benutzen werde. Alternativ könnt ihr auch Soja-Medallions oder die kleineren Soja-Schnetzel verwenden.

Zutaten:
Sojaschnetzel eurer Wahl
2 EL Mirin
2 EL Sake
1 TL helles Miso
1 - 2 TL Zucker
1 EL Sesamöl, geröstet
6-7 EL Sojasoße
3 Knoblauchzehen
1 großes Stück Ingwer
Salz und Pfeffer nach Geschmack

Zubereitung:
Schritt1: Soja-Schnetzel in kochendes Wasser legen und einige Minuten kochen, bis sie komplett weich sind.
Schritt2: Mirin, Sake, Miso, Sesamöl und Sojasoße miteinander vermischen. Knoblauch sehr grob hacken, Ingwer in Scheiben schneiden.
Schritt3: Die eingeweichten Sojaschnetzel abschütten und in eine beschichtete Pfanne geben. Die Marinade komplett darüber verteilen mit Salz und Pfeffer nochmals abschmecken.
Schritt4: Nun die Pfanne langsam erhitzen und alles solange köcheln lassen, bis die komplette Marinade in die Soja-Schnetzel gesogen und gleichzeitig das überschüssige Wasser verdampft ist.
Schritt5: Marinierten Soja-Schnetzel aus der Pfanne nehmen und die Pfanne säubern.
Schritt6: Nun in der Pfanne relativ viel Öl erhitzen, Knoblauch und Ingwer kurz anbraten. Die Soja-Schnetzel hinzugeben und bei hoher Hitze auf beiden Seiten knusprig mitbraten. FERTIG!


Diese Marinier-Technik ist besonders zeitsparend, da man die großen Sojaschnetzel durch das Kochen in Wasser so schnell weich bekommt. Die Schnetzel werden zusammen mit der Marinade nochmals erhitzt, damit sich wirklich nur der Geschmack in die Schnetzel zieht und Wasser verdampfen kann. Auch wenn man vorher die Schnetzel auspresst (was man bei der Technik nicht muss), bleibt trotzdem noch viel Wasser übrig, was den Geschmack verwässert. Die Soße zieht sich praktisch automatisch in die Schnetzel ein, man muss nichts lange im Kühlschrank ziehen lassen.

Wenn ihr kleinere Sojaschnetzel benutzt, müsst ihr sie nicht mal unbedingt vorher in kochendes Wasser einweichen. Gebt einfach Sojaschnetzel und Marinade in einen Topf, noch ein Tasse Wasser hinzu und alles erhitzen, bis die Schnetzel weich werden und das Wasser wieder verdampft ist. Danach wie beschrieben anbraten.



Warum diese Soja-Steaks so lecker asiatisch schmecken, macht vor allem der Ingwer, der großzügig mit den Schnetzel gebraten wird. Sowohl Ingwer und Knoblauch sollten sehr grob gelassen werden, damit sie nicht so schnell verbrennen. Sie können, müssen aber nicht mitgegessen werden. Der Zucker, das süße helle Miso und das Mirin sorgen dafür, dass das Steak außen leicht karamellisiert und schön "gegrillt" aussieht.

Für dieses Gericht ist es auch wichtig, dass ihr relativ viel Öl verwendet (so, wie ihr vielleicht Fischstäbchen braten würdet), das transportiert die Aromen und macht außerdem euer Steak am Rand lecker knusprig und innen schön saftig! Probiert es unbedingt mal aus! :D




Das Steak gab's bei uns schon zwischen Burger-Brötchen, in Baguettes oder mit Reis. Im Bento macht es sich auch gut! Sooo genial, sag ich euch! *_*




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