Bento #163: Teriyaki-Sojaschnetzel mit Sesam-Süsskartoffeln


Nachdem ich nun einige Wochen unterwegs war, heute endlich wieder ein Lebenszeichen von mir! :) Dieses leckere Bento habe ich für die Zugfahrt gemacht. Ich hab alles, was der Kühlschrank noch hergab, zusammen gekratzt. Eine halbe Süßkartoffel, eine Zucchini und eine angebrochene Sojaschnetzelpackung. Das Ergebnis war super super lecker! Gepackt habe ich 2 Boxen. Meine ovale Holzbox und eine ganz normale Frischhaltebox (1000 Milliliter Volumen) für einen besonders hungrigen Esser ^^

Inhalt:
Sojaschneztel mit Zwiebeln in Teriyakisoße, gegarte Süßkartoffel mit salzig-süßem Sesam, gebratene Zucchini und Reis mit Ume-Furikake.

Die Sojaschneztel kann man getrocknet kaufen. Ich koche sie kurz in heißem Wasser, bis sie sich komplett vollsaugen und aufweichen. Man kann sie auch mit heißem Wasser übergießen, dauert halt etwas länger, bis es einweicht. Danach mit kaltem Wasser abbrausen und leicht ausdrücken. Dann wie Fleisch oder Tofu mit Zwiebeln anbraten und mit Teriyakisoße würzen und karamellisieren lassen.

Die Süßkartoffel (übrigens eine japanische Süßkartoffel frisch gekauft hier) habe ich ich einfach gewaschen und in der Mikrowelle (mit einem nassen Küchenpapier umwickeln und in einer Schale mit Wasser gelegt) 8 Minuten erhitzt. Danach in mundgerechte Stücke schneiden und mit einer Mischung aus geröstetem Sesam, Zucker und Salz bestreuen. Ich muss sagen ich find dieses salzig-süße ziemlich lecker! :D



Der verrückte Eismacher - Eisdiele München


Letztes Jahr twitterte ich über eine Eisdiele in Japan, die total ungewöhnliche, deftige Eissorten anbot. Sorten wie z.B. Carbonara, Pizza, Spinat, Corned Beef oder Curry. Daraufhin bekam ich einen Tipp von einer Leserin: Der verrückte Eismacher in München hat anscheinend ähnlich außergewöhnliche Sorten. Nach einem kurzen Besuch auf der Facebookseite stand mein Entschluss fest. Das nächste mal, wenn ich in München bin, muss ich dort hin!

Im September letzten Jahres war es dann soweit! Angekommen in der Amalienstraße 77 in 80799 München erblickten wir erstmal eine wirklich lange Schlange an Menschen und gesellten uns zu ihnen. Wirklich unglaublich. Ich habe noch nie einen so großen Andrang bei einer Eisdiele gesehen. Und das war im Herbst! Das Eis muss hier wirklich gut sein!

Krapfen, Apfel-Pfannkuchen, Dulce de Leche, Sachertorte,  Vanillekipferl oder Kürbis als Eissorte klingen einfach nur genial. Sorten wie Augustiner-Bier, Leberkäse, Bio-Hackfleischbällchen, Leberwurst, Pommes, Grillhähnchen, Stockerlfisch, Bockwurst, Käsespätzle mit Röstzwiebeln, Bacon oder Schweinebraten sind da schon abenteuerlicher. Ich muss sagen echt mutig und mir gefällt das!

Ich finde es außerdem super, dass die Eissorten wechseln und je nach Anlass besondere Eissorten angeboten werden. Z.B. gibt es in der Oktoberfestzeit eben Stockerlfisch-, Bier-, Schnitzel- oder Grillhähnchen-Eis. Zu Weihnachten gibt es Sorten mit Vanillekipferl oder gebrannte Mandeln. Es gab z.B. letztens am Tag der Deutschen Einheit jeweils an einer Theke nur Eissorten mit "Ostprodukten" und an der anderen Theke nur Sorten mit "Westprodukten".

Die Preise variieren zwischen 1,20€ und 1,80€ (nach meinem Gedächtnis). Die teuersten Sorten sind mit Champagner und anderen hochwertigen Zutaten. Das find ich echt vertretbar, weil man daraus schließen kann, dass wirklicher Champagner dafür benutzt wurde. Die Eiskugeln waren außerdem sehr großzügig.


Ähnlich wie bei Eiscreme Stenz in Regensburg durfte man sich neben der normalen Eisbestellung auch nochmal einen Klecks einer anderen Eissorte zum Probieren aussuchen. Das ist perfekt, wenn man sich nicht gleich an diese besonderen Sorten rantraut. Während man in der Schlange steht hat man die Möglichkeit auf einer Karte die Eissorten vorher auszusuchen. Eine gute Idee, die ich auch schon bei Eiscreme Stenz in Regensburg kannte.

Leider war das nicht so ideal, da auf der Karte längst nicht alles drauf stand, was man zu dem Zeitpunkt im Laden kaufen konnte. Einige Sorten waren auch schon aus, aber standen auf der Karte noch drauf (bei Stenz wurden sie durchgestrichen und bald mit einer neuen Sorte ersetzt). Das kann für den Kunden etwas enttäuschend sein, wenn man sich schon auf eine Eissorte eingestellt hat.

Im Laden selbst musste man außerdem zwischen 2 Eistheken wählen, diese hatte aber teilweise unterschiedliche Eissorten. D.h. man hatte nie den kompletten Überblick über alle Sorten. Laut Karte wollte ich die Sorte Kürbis und Apfelmus-Pfannkuchen haben. Ich wählte die rechte Theke und man sagte mir, dass beide Sorten nicht mehr da sind. Also musste ich mich schnell für 2 andere Sorten entscheiden.

Ich muss zugeben ich war enttäuscht, weil ich nicht die Sorten bekam, die ich eigentlich wollte. Noch enttäuschter wurde ich, als ich sah, dass die andere Eistheke sehr wohl Kürbiseis hatte! :/ Die beiden Theken haben nicht miteinander kommuniziert, denn keiner wusste anscheinend, was gerade beim anderen im Angebot war.


Links seht ihr die Sorten Giotto, die wirklich extrem lecker war. Der Geschmack ist wirklich genauso, als würde man Giotto essen. An die rosane Sorte darunter kann ich mich nicht mehr erinnern. Der braune Kleks war Lindt Lindor. Super schokoladig und ebenfalls sehr lecker.

Rechts daneben war meine Wahl: Ich wählte Grinsekatze und Schokosorbet mit Amarena. Als Extrasorte gab es Pistazie. Das Schokosorbet war echt der totale Schokoflash, leider für meinen Geschmack etwas zu süß. Das liegt wohl daran, weil es ein Sorbet ist (also wahrscheinlich ohne Milch oder Sahne, die den Geschmack etwas runder und weniger süß gemacht hätten). Die Grinsekatze war eine Eissorte mit Beeren, war lecker, aber ebenfalls nicht mein Favorit. Das Beste war das Pistazieneis, das hat wirklich genauso geschmeckt, als würde man frisch geröstete Pistazien essen. Das war bis jetzt das beste Pistazieneis, was ich je gegessen habe. *_*

Ich habe mein Eis in einer Waffel bestellt. Da das Sorbet weicher war, als die anderen Eissorten hat man mir das Eis vorsichtshalber zusätzlich in einem Becher gegeben, damit mir das Eis nicht von der Waffel fällt. Fand ich echt total nett und aufmerksam! Die Waffel ist auch eine ganz andere, wie man sie sonst bekommt. Dunkel und leicht schokoladig! *_*

Neben der Waffel fiel mir noch etwas auf, was anders war: Die Konsistenz der Eiscreme. Viel viel feiner und zartschmelzender als alles, was ich je zuvor gegessen hab. Echt unglaublich gut! Der Eisladen ist wirklich zurecht so beliebt und die Menschenschlange davor spricht für sich.

Fazit: Wer zufällig mal in München ist sollte unbedingt hingehen und es selbst testen! Das Eis ist lecker, außergewöhnlich und die Sorten schmecken wirklich gut! Ich hab schon oft z.B. Yogurette-Eis gegessen, was nur leicht an Yogurette erinnert. Also z.B. war es einfach nur Erdbeereis mit Schokoraspel drin. Hier schmecken die Eissorten aber wirklich haargenauso wie die Original-Zutaten, was echt genial ist. Schaut am Besten schonmal beide Theken an, bevor ihr euch für eine entscheidet, damit ihr auch die Sorten bekommt, die ihr wollt.

Es lohnt sich auch mal mutig zu sein und eines der ungewöhnlichen Sorten zu testen! Leider sind diese Sorten meist nicht vegetarisch (die enthalten glaub ich wirklich Fleisch, weil ich z.B. auf dem Leberwurst-Eis wirklich 2 geschnittene Leberwurstscheiben drauf gesehen hab ^^°), weshalb ich sie nicht probieren konnte. Aber das nächste mal wird Bier-Eis getestet! :D

War jemand von euch schonmal dort? Was für Sorten hatte ihr schon probiert? ^^



Rezept: Kürbis-Blätterteig-Schnitten


Ich habe vor einiger Zeit dieses tolle Rezept für Süßkartoffel-Pie bei Mari entdeckt und wollte es unbedingt ebenfalls mal probieren. Leider hatte ich zu der Zeit keine Japanischen Süßkartoffeln im Haus und entschied mich spontan für den Ersatz mit Kürbis! :D Schließlich kann man Kürbis nicht nur herzhaft, sondern auch süß essen und er lässt sich relativ ähnlich verarbeiten.

Ich habe zwar keinen Vergleich zu der Süßkartoffelversion (die werd ich aber auch mal probieren), aber ich finde es hat funktioniert und schmeckt sehr lecker!

Zutaten für 6 Stück:

1 Rolle Blätterteig
1/2 kleiner Hokkaido-Kürbis
30g Zucker
1 EL Butter
1 Prise Salz
1 Eigelb
2 EL Sahne
1 Päckchen Vanillezucker
1/2 TL Zimt
Schwarzer Sesam

Zum Bestreichen:
1 Eigelb und etwas Wasser

Zubereitung:
Schritt1: Kürbis in einem Topf weich kochen, abschütten und mit einer Gabel fein zerdrücken und etwas abkühlen lassen.
Ich habe meine Kürbishälfte übrigens direkt in der Mikrowelle gegart. Einfach in einen Teller legen, mit einem nassen Papierküchentuch umhüllen und für 8 - 15 Minuten auf höchster Stufe erhitzen. Der Kürbis ist gar, wenn ihr mit einem Holzstäbchen ohne Widerstand hinein pieksen könnt.

Schritt2: Danach alle weiteren Zutaten zu der Kürbismasse geben und gut verrühren, gegebenenfalls pürieren, falls ihr große Stückchen habt.


Schritt3: Nun euren Blätterteig ausrollen, in 6 Teile schneiden und einen kleinen Rand einschlagen.
Schritt4: Die Kürbisfüllung in die Mitte geben und verteilen. Danach mit der Eigelb-Wasser-Mischung bestreichen und mit Sesam bestreuen.
Schritt5: Die Kürbisschnitten nun im Backofen bei ca. 200°C goldgelb backen.


Die Dinger schmecken sehr angenehm nach Zimt und Kürbis. Total buttrig, süß und lecker! *_* Die Kürbismasse ist flüssiger, als die Süßkartoffelmasse. Deswegen habe ich keine zusätzliche Milch hinzugegeben und die Masse einfach nur mit dem Löffel auf den Teig gegeben. Wenn ihr das Ganze mit Süßkartoffeln macht, könnt ihr es auch mit einer Spritztülle machen. Probiert es auch mal aus! :D



P.S.: Die Leipziger Buchmesse steht an und ich bin wider am Start. Nämlich von Donnerstag bis Samstag! Wie sieht's bei euch aus? Jemand von euch dabei? :D

Lustige Charaben (Character Bentos) von einer Mutter an ihre Tochter

Ich habe vor kurzem von dem langjährigen Blogleser Klaus *wink* den Hinweis zu diesem Artikel von Rocketnews24 erhalten und möchte ihn euch natürlich nicht vorenthalten.

In diesem Artikel geht es vordergründig um eine alleinerziehende Mutter mit dem Namen Kaori, die ihre pubertierende (anscheinend etwas rebellische und zickige) Tochter über Bento zu erziehen versucht. Erziehen ist vielleicht etwas übertrieben. Sie ermahnt ihr Kind mit Bentoboxen, wenn es etwas noch nicht erledigt hat. Wie z.B. Aufräumen oder Lernen etc. Die Tochter mag anscheinend diese Charabens überhaupt nicht und die Mutter macht sich ihren Spaß daraus.

Hier mag man sich jetzt fragen, warum die Tochter jeden Tag brav so ein Bento mitnimmt und sich dann später darüber aufregt, aber naja XD. Sie sollte groß genug sein, um ihr eigenes Bento zu machen, aber das ist ihr anscheinend wiederrum zu viel Arbeit! ^^ Selber schuld ;)

Auf jeden Fall fand ich einige Bentos ziemlich witzig und erinnert etwas an diese Shikaeshi-Bento (Rachebentos von Ehefrauen an ihre Männer). Ich würde das nicht zu ernst nehmen.

Hier sind meine Favoriten:

In diesem Bento pinselt Totoro wohl die Worte "Geh zu Fuß". Anscheinend möchte die Tochter immer von der Mutter mit dem Auto in die Schule gebracht und wieder abgeholt werden. Dass das zeitlich nicht geht, hat die Mutter anscheinend schon oft erklärt, was die Tochter aber trotzdem nicht davon abhält darüber zu jammern und es zu fordern. Das Bento fordert also die Tochter, dass sie zu Fuß gehen soll.


In diesem Bento steht geschrieben "Müll gehört in den Mülleimer". Das Ei ruft sowas wie "Schmeiß ihn (den Müll) raus!". Die Mutter möchte ihre Tochter daran erinnern, dass sie ihren Müll zu hause nicht einfach so rumliegen lassen soll, sondern in den Mülleimer werfen sollte. XD


Diese Mona Lisa soll die Tochter daran erinnern, dass sie endlich anfangen soll für die Schule zu lernen.


Und das ist auch total fies: Die Mutter erinnert ihre Tochter daran, dass in 2 Tagen der Test ansteht und sie sich endlich darauf konzentrieren soll. Anscheinend hat die Tochter wohl immer noch keine Anstalten gemacht zu lernen und die Mutter wollte noch etwas Druck ausüben. ^^


Ich finde das ist wieder ein sehr gutes Beispiel um zu zeigen, wieviel Bedeutung und Message Japaner (vor allem Mütter und Ehefrauen) in den Inhalt ihrer Bentoboxen stecken. Viele würden jetzt sagen, dass das wahrscheinlich viel zu übertrieben ist.

Und sicherlich ist nicht bei jedem Japaner so. Ich glaube aber, dass es schon auf die allgemeine Mentalität zutrifft. Man ist nie so richtig direkt, was Gefühle angeht und versucht es über verschiedenste andere Wege zu zeigen. Der indirekte Weg ist manchmal sogar gefühlvoller

Allein diese Video zeigt doch schon, dass das Thema wohl so viel Gewichtung hat, dass man es sogar für Werbung nutzen kann. Werbung soll ja so viele Menschen wie möglich ansprechen und das scheint wohl gelungen zu sein.


Die Werbung ist für einen Japanischen Gaskonzern und der Slogan geht ungefähr so "Wir helfen bei der Zubereitung des Essens, dass Familien zusammen bringt - Tokyo Gas"

Wie ist eure Meinung zu diesem Thema? Weiß jemand zufällig, ob das in Japan wirklich so einen Stellenwert hat? Würde mich sehr interessieren! :) Falls ich einige Sachen falsch übersetzt haben sollte, könnt ihr mich auch gerne berichtigen, da ich es vom englischen ins deutsche übersetzt habe. :)



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