Zutat: Kansui, Lye Water


Kansui ist die japanische Bezeichnung (bedeutet "Salzwasser") für ein kalium- und carbonathaltiges Wasser-Gemisch. Das Wasser ist auch unter der Bezeichnung Lye Water zu finden. Hauptsächlich wird es im asiatischen Raum für die Herstellung von Nudeln benötigt.

Kansui verleiht den Nudeln besonderen Geschmack und Konsistenz, was man sonst nicht hinbekommt. Es wird bei der Herstellung von japanischen Ramen und chinesischen Eiernudeln verwendet. Mit Kansui kann man also auch zuhause ganz einfach leckere Ramennudeln herstellen.

Hochkonzentriert sollte man niemals Kansui trinken oder sonst wie direkt zu sich nehmen, es ist (ähnlich wie Brezenlauge) in Reinform für den Körper sehr schädlich. Zum Kochen benutzt man meistens nur Kleinstmengen von 1 bis 2 TL. Achtet darauf, dass ihr Kansui fern von kleinen Kindern und Tieren hält.

Neben der Verwendung für die Nudelherstellung kann man Kansui auch in Gebäck (z.B. chinesischer Mondkuchen) verwenden und meine Mutter meinte, dass man mit Hilfe von Kansui besonders knusprigen Ausbackteig hinbekommen kann (ausprobiert habe ich das jedoch nicht). Kansui kann auch im Teig von asiatischen Maultaschen vorkommen wie z.B. Wan Tan. Ich habe auch gelesen, dass es außerdem in chinesischen Dampfbrötchen (wie z.B. Char Siu Bao) dafür sorgt, dass der Teig besonders weiß wird. Außerdem kann Kansui (vor allem in der chinesischen Küche) dafür verwendet werden um die Textur von Rindfleisch oder Garnelen zu verändern. Das Rindfleisch wird zarter und die Garnelen bekommen einen elastischen, knackigen Biss.

Es gibt im Internet viele Methoden, wie man alternativen Kansui-Ersatz herstellen kann, um damit Ramen-ähnliche Nudeln herstellen zu können. Zum Beispiel mit Natron oder gebackenem Natron (durch das Backen soll sich die Wirkung von dem Natron noch verstärken) oder indem man normale Spaghetti in einer Backpulver-Wassermischung kocht. Das Ergebnis ist oft nicht sehr befriedigend.

Dabei ist Kansui nur auf dem ersten Blick schwer zu bekommen. Vor allem, wenn man es online kaufen will, gibt es kaum Shops, aber in vielen Fällen kann man Kansui in Asialäden vor Ort kaufen. Besonders in denen, die sich auf chinesische Küche spezialisiert haben. Z.B. in diesem Asialaden in Leipzig habe ich Kansui-Flaschen in verschiedenen Größen schon gesehen. Es lohnt sich also, mal vor Ort auf die Suche zu gehen! :)




Rezept: Veganer Leberwurst-Aufstrich selber machen


Diesen leckeren Aufstrich habe ich zufällig entdeckt und musste ihn sofort ausprobieren. Es handelt sich dabei um einen selbstgemachten veganen Leberwurst-Aufstrich. Viele von euch kennen vegetarische oder vegane Leberwurst bestimmt aus dem Bioladen. Nicht selten sind sie sehr kalorienreich (und teuer), weil sie hauptsächlich aus pflanzlichem Fett oder Sonnenblumenkernen bestehen.

Dieses Rezept hat mich einfach fasziniert, weil man mit sehr wenigen Zutaten eine so ähnliche Konsistenz und Farbe hinbekommt und dass ohne den Zusatz von färbenden Gewürzen, wie z.B. Paprikapulver. Probiert es aus, es ist reich an Protein und viel fettärmer, als gekaufter Aufstrich!

Zutaten (für 3 kleine Gläser):
1 Zwiebel
1 Block Räuchertofu (200g)
1 Dose Kidneybohnen
Majoran
Petersilie (optional)
Röstzwiebeln (optional)
Salz und Pfeffer

Zubereitung:
Schritt1: Zwiebeln in etwas Öl glasig anbraten. Kidneybohen in ein Sieb schütten und mit Wasser abbrausen.
Schritt2: Zwiebeln, Kidneybohnen, Tofu, Salz und Pfeffer in ein Gefäß geben und fein pürieren.
Schritt3: Gehackte Kräuter und Röstzwiebeln dazugeben, vermengen und nochmals mit Salz und Pfeffer kräftig abschmecken. FERTIG!

Sehr sehr lecker! Die Konsistenz ist wirklich richtig schön cremig und der Geschmack durch den Räuchertofu und den Majoran sehr rauchig und pikant. Die Petersilie gibt dem Ganzen etwas Frische und die Zwiebeln etwas Süße und viel Aroma.


Majoran ist hier als Kraut besonders wichtig, da auch die echte Leberwurst mit Majoran gewürzt wird und man so dem Geschmack am ehesten rankommt. Man kann den Aufstrich aber noch mit weiteren Zutaten verfeinern, wie z.B.
- Petersilie
- Schnittlauch
- Thymian
- Röstzwiebeln
- Apfel (zusammen mit den Zwiebeln anbraten)
- Preiselbeeren
- gemahlener Senf
- Muskat
- Piment


Ich finde das Rezept genial und es schmeckt wirklich sehr herzhaft und lecker! Probiert es mal aus, es ist auch toll für die Lunchbox! :)

Buch: Maangchi's Real Korean Cooking, Authentic Dishes for the Home Cook


Es gibt wieder eine Buchvorstellung und zwar habe ich mir das Kochbuch von Maangchi geholt.
Maangchi betreibt den gleichnamigen Youtube-Channel und das ziemlich erfolgreich. Wusstet ihr, dass Maangchi auf koreanisch "Hammer" bedeutet und ihr Nickname in MMORPGs (Online Rollenspielen) war? Den Namen hat sie später Internet beibehalten, was ich sehr sympatisch finde :)

Ihr Kochbuch vereint alle beliebten koreanischen Rezepte auf ihrem Youtube-Channel und beinhaltet zudem auch noch ein paar neue, eher unbekannte Rezepte. Das Buch bietet sowohl leichte Anfänger-Rezepte, alsauch komplizierte Rezepte für Fortgeschrittene. Der Leser soll mit dem Buch mitwachsen und sich über die Zeit hinweg weiterentwickeln können.


Ich persönlich zähle mich zu den Anfängern der koreanischen Küche und habe mir das Buch als koreanisches Grundkochbuch angeschafft. Die Rezepte wirken auf mich sehr umfassend und authentisch.


Am Anfang bekommt man eine Einführung in die koreanischen Essgepflogenheiten, Grundzutaten, Tipps zu Tischmanieren etc. Danach kommen die Rezepte, die alle reichlich bebildert sind. Es gibt Rezepte mit Reis, Nudeln, Reiskuchen, Suppen, Eintöpfe, Kimchi und Eingelegtes, Beilagen, Pfannkuchen, Snacks, Party-Rezete, Fermentiertes, Soßen und Desserts.

Jedes Rezept wird ausführlich erklärt z.B. wie es in Korea gegessen wird, wie es schmeckt und wie es serviert wird. Zusätzlich gibt es unter der Überschrift "Maangchi and Friends" verschiedene Zuschauer-Fragen zu dem Rezept, die beantwortet werden. Auch gibt es immer wieder einen kleinen Schwenk aus Maangchi's Leben und was sie mit dem Rezept verbindet.


Hier seht ihr z.B. Rezepte für Sprossen-Reis-Topf, Gimbap (japanisches Sushi, wo allerdings alle Zutaten gegart sind), eine Suppe mit gezogenen Nudeln und auch das Tofu-Rezept "Dububuchim-yangnyeomjang", welches ich bereits probiert habe, ist in diesem Buch abgedruckt! :)


Koreanische Pfannkuchen haben sogar ein eigenes Kapitel bekommen, denn die gibt es in den verschiedensten Variationen. Natürlich darf auch ein gutes Kimchi-Rezept nicht fehlen, es sind sogar sieben verschiedene Kimchi-Rezepte für Kohl, Rettich, Shiso, Gurken und viel mehr.

Am liebsten mag ich aber die ganzen Soßen und Dips, da man die für alles mögliche verwenden kann. Dabei sind z.B. ein Zitronen-Mayo-Dip, eine Nussoße aus Pinienkernen oder eine Senf-Knoblauch-Soße.


Fazit: Maangchi's Real Korean Cooking ist ein umfangreiches und sehr authentisches Kochbuch, was ich jedem Liebhaber koreanischer Kost empfehlen kann. Das Buch ist allerdings bis jetzt nur auf Englisch (z.B. hier bei amazon) zu haben. Ich finde das Englisch ist gut zu verstehen.

Leider finde ich das Layout des Buches nicht so gelungen. Es ist viel zu voll gepackt, es gibt kaum Freiraum, weshalb man sich die ganze Zeit vom ganzen Text erdrückt fühlt. Dadurch verliert man auch ziemlich schnell die Übersicht und verliert die Lust am Lesen. Ich hatte das Gefühl, dass man sehr bemüht war so viele Infos wie möglich hineinzupacken. Mit einem besseren Layout wäre das Ganze aber deutlich angenehmer zu lesen gewesen finde ich.

Desweiteren ist es für Vegetarier oder Veganer auf dem ersten Blick schwer ersichtlich, welches Rezept sich für diese Ernährungsform eignet. Viele Gemüse-Gerichte beinhalten Fischsoße oder Fischbrühen als Basis. Auf der einen Seite finde ich das gut, denn nur so bleibt das Rezept auch authentisch. Auf der anderen Seite hätte ich mir gewünscht, dass vegetarische oder vegane Alternativen deutlicher herausgehoben werden. Es gibt nämlich vereinzelt Tipps, wie man eine vegetarische Version eines Gerichtes machen kann. Diese sind leider nicht gut genug hervorgehoben, sodass man sie auf dem ersten Blick gar nicht sieht.

Wer vor allem an authentischen koreanischen Rezepten interessiert ist, wird an diesem Buch viel Freude haben! Und wenn man mal etwas nicht versteht, kann man sich das Ganze auch nochmal als Video ansehen! :) Wer hat das Buch zuhause? Wie findet ihr es?



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