Rezept: Miso-Maru / Miso-Dama, selbstgemachte Instant-Miso-Suppe


Japanische Miso-Suppe kann man ganz einfach zum Mitnehmen vorbereiten und zwar als Miso-Maru oder Miso-Dama. Das sind portionsgerechte Bällchen aus Miso, Dashipulver und anderen getrockneten Zutaten, welche man mit der Bentobox mitnehmen kann. Es gibt nämlich viele Boxen (wie hier), bei denen man den Deckel zusätzlich als Suppenschüssel verwenden kann. In Japan kann man sogar Miso-Maru-Bällchen kaufen. Vorort muss man lediglich heißes Wasser darübergießen und hat eine frische, warme Misosuppe als Beilage. Genial, oder? Und die Zubereitung ist wirklich super einfach und geht auch vegan! :)

Zubereitung für eine Portion Misosuppe:
1 gehäufter Esslöffel Misopaste eurer Wahl
1/2 TL Katsuobushi-Dashi-Pulver
1/2 TL Kombu-Dashi-Pulver

Weitere Einlagen nach Wahl:
getrocknete Wakame-Algen
gefriergetrocknetes Gemüse jeglicher Art
Sesam
Furikake
Noriflocken
getrocknete Garnelen
Bonitoflocken
frittierte Tofustückchen
Frühlingszwiebeln
Mais
fein geschnittener (China-)Kohl
Spinat, blanchiert und trocken gepresst
Zuckerschoten in Stücke geschnitten
Fuu / Komachibu (japanisches Seitan) Achtung: Diese Zuat immer extra transportieren, da sie bei Berührung mit Feuchtigkeit sofort heftig aufquillt.

Zubereitung:
Schritt1: Miso mit den beiden Dashi-Pulvern gut vermischen. Veganer und Vegetarier nehmen einen ganzen TL Kombu-Dashi stattdessen.
Schritt2: Nun die Masse mit weiteren Einlagen eurer Wahl mischen.
Schritt3: Masse zu einer Kugel formen und in Frischhaltefolie wickeln und in eurer Bentbox verstauen.
Schritt4: Zum Servieren das Bällchen in eine Schüssel geben und mit heißem Wasser übergießen. Alles gut umrühren und 5 Minuten quellen lassen. FERTIG!

Ich finde besonders Wakame und Frühlingszwiebeln sind essenziell für Miso-Suppe, weshalb ich die beiden Zutaten immer dazugeben würde. Es schmeckt wirklich fantastisch! *_*

Je nach Misosorte (je dunkler, desto salziger) könnte eure Paste etwas salziger ausfallen. Gießt in diesem Fall etwas Wasser nach, wenn es euch zu salzig erscheint. Benutzt auf jeden Fall eine Schüssel in der Größe einer typischen japanischen Misoschale oder Reisschüssel, sonst könnte eure Suppe zu wässrig werden, wenn ihr zu viel Wasser hineingebt.



Ich habe hier in meinem Miso-Bällchen folgende Zutaten:

Helle Misopaste, Katsuobushi-Dashi, Kombu-Dashi, getrocknete Wakame, gemahlener Sesam und Furikake. Seperat habe ich noch Komachibu und Frühlingszwiebeln dazugegeben.

Nach dem Aufgießen mit heißem Wasser sofort alles gut verrühren, damit die trockenen Zutaten genügend Zeit haben im heißen Wasser aufzugehen.

Es schmeckt wirklich perfekt gewürzt, angenehm würzig und leicht süßlich, da ich eine helle Misopaste verwendet habe. Die Komachibu gingen in sekundenschnelle auf und verdoppelten ihre Größe. Die Wakame haben etwas länger gebraucht, waren aber am Ende auch perfekt im Biss. Sehr sehr lecker! Kann ich also nur empfehlen!


Die selbstgemachten Miso-Instant-Bällchen sind echt total einfach und schnell zu machen. Man kann mit vielen Geschmacksrichtungen experimentieren und es ist richtig cool, wenn man Mittags im Büro sitzt und sich eine frische Misosuppe aufgießen kann, oder? Wenn man vorort keinen Wasserkocher hat, könnte man auch versuchen das Wasser in einer Thermoskanne mitzunehmen. Dann hat kann man auch mitten auf der Wiese Misosuppe schlürfen. ^^ Probiert es unbedingt mal aus! ;)



Zutat: Komachibu / Fu, japanisches Seitan, Weizengluten


Diese kleine Päckchen mit Komachibu erstand ich bei Feinkost Mikado in München. Komachibu sind eine Unterart von Fu, was eine Art japanisches Seitan / Weizengluten ist. Im getrockneten Zustand fühlt es sich an, wie besonders trockenes Brot. Manches Fu sieht auch aus, wie trockenes, in Scheiben geschnittenes Brot (wie Baguette). Rund und mit typischer Kruste. Die Struktur ist sehr feinporig und leicht. Weicht man es allerdings in Wasser ein, wird die Textur sehr weich, seidig und hat einen zarten Biss. Man vergleicht die Textur von Fu gerne mit die von Jakobsmuscheln oder von Hühnchen (warum eigentlich wird alles mit Hühnchen verglichen ^^°)

Es gibt verschiedene Größen von Fu. Je nach Größe kann man das Fu auch zum Anbraten verwenden. Dafür muss man das Fu zuerst in Wasser einweichen, dann trockenwringen und wie gewünscht weiterverwenden. Das ist ähnlich, wie mit Sojaschnetzeln. Kleinere Sorten eignen sich am besten als Suppeneinlage. Sie dienen vor allem zur Deko und sind deswegen auch besonders hübsch und bunt gefärbt. Man kann sie einfach so in die heiße Suppe geben und sie saugen sich in sekundenschnelle voll und können dann gegessen werden.


District Mot, Saigon Streetfood, Berlin Mitte


Letztes Jahr während meines Berlin-Trips schlenderten wir durch Berlin Mitte herum, als diese bunten Plastikstühle völlig mein Interesse weckten und mich wie magisch anzogen. Beim genaueren Hinsehen konnte ich den Namen des Restaurants lesen "District Mot". Mot ist vietnamesisch und bedeutet Eins. Im richtigen Englisch bedeutet der Name also District One, was Distrikt 1 in Saigon (Ho-Chi-Minh-City) bedeutet. Dieses Stadtviertel befindet sich im Zentrum der Stadt und dort findet man die meisten internationalen Geschäfte und Restaurants, Hotels, die berühmte Frauenkirche, die Post und den großen Markt "Benh Than". Im Distrik Eins tummeln sich die meisten Touristen und man kann sich durchschlemmen und einkaufen, was das Zeug hält. Die Plastikhocker sind aus dem vietnamesischen Straßenbild nicht wegzudenken und stehen einfach für Vietnam.

Das Restaurant "District Mot" in Berlin hat sich auf Saigon Street Food spezialisiert und ist wirklich richtig richtig cool eingerichtet.  Es liegt an der Rosenthaler Str. 62 in 10119 Berlin. Als wir das Restaurant besuchten, lag mein Vietnam-Urlaub noch nicht so weit zurück und ich konnte alles nochmal aufleben lassen. Das Restaurant ist über und über mit typisch vietnamesischen Gegenständen geschmückt. Straßenschilder, Lampions, Stromkabel, Leuchtreklamen, Warnschilder. Auf jedem Tisch findet man eine Dose mit Stäbchen, Siracha und Hoisin-Soße. Servietten gibt es in Form von Klopapier in einem typischen Klopapierspender, eine rundliche Dose aus Kunststoff, aus der man das Papier entnehmen kann. Kurzum, das Restaurant hat uns optisch sehr begeistert.


Die Speisekarte ist üppig (ich glaube mittlerweile sind noch einige Gerichte dazugekommen) und klingt sehr authentisch. Es gibt viele vegetarische Speisen und so bestellten wir uns einen Zitronengras-Eistee (3,50€) und einen Ingwer-Eistee (3,50€). Zum Essen gab es nur ein paar Snacks, weil wir davor schon woanders essen waren: Banh Trang Nuong mit Tofu (4€), Goi Guon mit Tofu (4,50€) und ein vegetarisches Banh Bao (Preis vergessen).

Die Getränke waren okay, aber irgendwie schmeckte man nicht sehr viel Unterschied. Es war alles sehr minz- und limettenlastig. Das Essen war lecker, aber hat mich nicht umgehauen. Mein selbstgemachtes Banh Trang Nuong hat mir viel besser geschmeckt. Ich glaube die haben keine Butter hineingegeben. Das Banh Bao war mit Karotten und Pilzen gefüllt und ganz gut, aber umgehauen hat es mich auch nicht.

Die Bedienungen waren komischerweise durchweg nur Männer und sie hatten alle einen nordvietnamesischen Akzent (hab mich etwas gewundert, weil es ja ein Restaurant mit südvietnamesischer Küche sein soll). Das hat mich jetzt nicht großartig gestört, aber ich fragte mich, ob das Restaurant wohl von Süd- oder Nordvietnamesen geführt wird. Der Service war jedenfalls sehr flott und nett.


Fazit: Das Restaurant District Mot ist optisch wirklich eine Augenweide und entführt einem sofort nach Vietnam. Es gibt vieles zu entdecken, hier wurde wirklich auf jedes kleinste Detail geachtet. So ungefähr hatte ich mir mein eigenes Street-Food-Restaurant auch vorgestellt ^^ (ich spinne gerne an verschiedenen Restaurant-Ideen rum, man darf ja noch träumen xD).

Hut ab vor dem Raumgestalter, er oder sie hat echt alles richtig gemacht! Das Essen hat uns leider nicht umgehauen und war für den Preis doch recht wenig. Allerdings stehen auf der Speisekarte noch sooo viele andere Gerichte, die man hätte probieren müssen um ein richtiges Urteil fällen zu können. Die Hauptgerichte sind nämlich dann gar nicht so teuer. Von der Beschreibung her spricht mich jedenfalls alles an.

Das Restaurant ist trotz allem einen Besuch Wert. Die Preise sind leicht gehoben, vor allem, wenn man viele Kleinigkeiten bestellt kann das schnell ins Geld gehen. Das Essen ist sehr authentisch, jedoch wirkt alles nicht ganz so liebevoll, wie man es z.B. in der Regenzeit in Nürnberg bekommen würde. So ein vergleichbares Essen (üppigere Portionen, grundehrlich, familiäre Stimmung) hätte ich mir auch im District Mot gewünscht. Ich hatte das Gefühl, dass man eher hipp, cool und auch etwas fancy sein wollte. Aber Streetfood sollte meiner Meinung nach eigentlich nicht fancy sein, dann verliert es ein wenig seine Seele finde ich. Hmmm ich weiß nicht genau, wie ich das beschreiben soll. Wisst ihr was ich mein? Aber natürlich muss man fairerweise auch sagen, dass das District Mot viel größer ist und eine viel üppigere Speisekarte hat, das muss man ja auch erstmal schaffen.

Also ich würde sagen, geht mal hin und macht euch selbst ein Bild! :) Wer war schon dort?



Update: Ich wurde darauf hingewiesen, dass es einen Bericht über das District Mot und den Chef auf Munchies gibt. Schaut es euch gerne mal an! :)


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