CoCo banh mi deli - Vietnamesisches Baguette / Sandwich, Berlin


Das CoCo "Banh mi deli" ist ein Laden, den ich mir vor Ewigkeiten auf die Wunschliste für eine mögliche Berlinreise gesetzt habe. Ich wurde damals von einer Blogleserin darauf verwiesen, die freudig über dessen Neueröffnung in Berlin erzählte.

Der Laden verkauft sogenanntes "Vietnamese Banh mi", was übersetzt "Vietnamesisches Brötchen bzw. Baguette" heisst. Und im Grunde ist es auch nicht mehr als das.  Banh mi ist sooo lecker, da es mich immer wieder an meine Kindheit erinnert - ich hatte es geliebt *_*

In Vietnam wird dieses Brötchen oft zum Frühstück oder als Mittagssnack von kleinen fahrenden Händlern verkauft. Die paar mal, wo ich in Vietnam im Urlaub war, hab ich mich fast ausschließlich davon ernährt lol. Da ich heute aber vorwiegend vegetarisch esse und auf Wurst & Fleisch verzichte ist es nicht mehr möglich das "Original-Banh Mi" zu essen.

Das klassische "Banh mi" nennt sich "Banh mi thit" das Bedeutet "Brötchen mit Fleisch". Es wird mit einer speziellen Leberwurst (paté) bestrichen und mit gegrillten (total lecker mariniertem) Schweinebauch belegt. Dann kommt eingelegtes, süßsaures Gemüse (do chua, meistens Rettich und Karotte) hinzu, etwas Chili wenn man möchte und sehr wichtig - frischer Koreander. Gewürzt wird noch mit vietnamesischer Sojasoße (nuoc tuong) und manchmal auch Mayonaise.  Häufigt kommt noch etwas frische Gurke dazu.

Je nach Hauptzutat heisst das Brötchen dann auch anders.
z.B. Banh mi Cha lua: Statt dem Schweinefleisch kommt als Hauptzutat Vietnamesische Wurst rein
Banh mi thit nguoi: Statt gegrilltem Fleisch wird hier kaltes, gekochtes Fleisch in Scheiben benutzt
Banh mi trung : Brötchen mit Ei
Banh mi Chay gibts neuerdings auch : Brötchen mit vegetarischem Belag (meist frittierter Tofu)

Warum nicht selber machen fragt ihr? Nun um wirklich den Original-Geschmack zu treffen braucht man das richtige Brötchen. Vietnam war lange Zeit französische Kolonie und hat das Weißbrotbacken von den Franzosen übernommen, aber nach dem örtlichen Geschmack und Zutaten nochmals angeglichen. Das Brötchen wird ein wenig anders gebacken als hier übliches Baguette. Aber im Prinzip könnte man schon eine ähnliche Version zuhause zusammen basteln ^^ (hab ich auch schonmal gemacht, aber hat nie so gut geschmeckt...). Edit: Jetzt nochmals neu probiert und zwar mit Aufbackbaguette! Komisch, aber wirklich war, damit schmeckts besser als mit den Baguettes die ich sonst so kenn, weil die meistens eine zu harte Kruste haben) ^^°

Vietnamese Banh mi ist in Ländern wie USA längst kein Geheimtipp mehr, sondern ziemlich beliebt, bekannt und sehr verbreitet. Man bekommt es in vielen Restaurants und Imbissen und ich habe schon sehr viele Bentoboxen (auf Flickr) gefüllt mit Banh mi gesehen.

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Zurück zu dem Shop in Berlin ^^. "CoCo Banh mi deli" hat auch eine Webseite, auf der ihr euch informieren könnt. Der Laden liegt auf der Rosenthalerstr. 2 in 10119 Berlin.

Der Laden ist sehr frisch und modern eingerichtet. Man konnte zwischen vielen verschiedenen Banh mi - Varianten wählen. Neben den klassischen fleischhaltigen Sorten gab es unter anderem auch einige vegeraische Versionen, was mich besonders gefreut hat.

Außerdem konnte man noch andere typische (süd)vietnamesische Gerichte wie "Banh Xeo" (knusprige, deftig gefüllte, Crepes aus einem Teig aus Reismehl, Kurkuma, Kokosmilch und Frühlingszwiebeln) und andere Reisgerichte, die man eigentlich fast nie in einem normalen Asiaimbiss bekommt.


Wir wählten einmal das Banh mi Op la (eigentlich heißt op la ja Spiegelei, aber in dem Fall war es ein Omlett) und Banh mi Chay (mit in Zitronengras und Curry mariniertem, frittierten Tofu) für je 4,50€.

Das komische daran war, dass das Banh mi Chay auf der Tafel für 4,20€ angeboten wurde (der selbe Preis steht auch auf der Webseite). Der Typ an dem Tresen (der sah aus wie der Chef) hatte uns das Brötchen aber zum gleichen Preis wie das Tofu-Brötchen, also 4,50€ , abgerechnet. Mir aber KEIN Wort gesagt.

Hätte ich danach nicht noch meinen Kassenzettel angesehen, wäre mir das gar nicht aufgefallen.
Ich habe natürlich gleich an der Kasse nachgefragt und man antwortete mir hastig und ohne Entschuldigung, dass der Preis für dieses Brötchen erhöht wurde. Ich muss sagen, dass ich das äußerst frech und etwas hinterhältig finde. Es fiel mir jedenfalls gleich negativ auf und machte die Bedienung einen Tick weniger sympatisch.



Oben seht ihr das Brötchen mit Ei. Also ein in Streifen geschnittenes Omlett. Auf Leberwurst hatte man hier verzichtet und das ganze nur mit Sojasoße und Mayo gewürzt. Neben dem eingelegten Gemüse waren noch Gurken und frische Tomaten dabei. Natürlich auch Koreander und noch Wasserspinatstengel (rao muong che, fein gehobelte Stengel, die in kaltes Wasser gelegt wurden, sodass sie sich wie eine Locke einkringeln).


Das untere Foto ist die Verison mit Tofu. Echt lecker und würzig mariniert. Ich liebe Zitronengras-Tofu und in Kombination mit dem Brötchen ist es echt genial. Der vorher frittierte Tofu wird mit Curry bzw. Kurkuma, gehacktem Zitronengras und manchmal etwas Kokosmilch mariniert. Danach nochmal knusprig gebraten. Man kann diesen Tofu auch super zu Reis essen. Es ist ein sehr beliebtes vegetarisches Gericht.

Geschmackliches Fazit: Soooo lecker!!! *_* Ich habe fast geheult xD einfach weil ich diese besondere Geschmackskombination schon so lange nicht mehr genossen hab. Die Brötchen wurden, so denke ich, selbst gebacken und werden vor dem Servieren nochmals knusprig aufgebacken.


Natürlich bietet der Laden auch total leckere, vietnamesische Getränke an. Hier habe ich z.B. einen Zitronen-Yoghurt Shake (3,50€) mit fein geraspeltem Eiswürfeln.


GESAMT-FAZIT: Essen ist total lecker und authentisch! Zutaten sind hochwertig und frisch. Auswahl ist viel und kunterbunt gemischt. Preise sind leicht gehoben, aber noch okay. Bedienung ist mir etwas unsympatisch wegen dem oben geschilderten "Zwischenfall".

Man bekommt hier auf jeden Fall einen guten Einblick in die (süd)vietnamesische Küche. Die ist, durch den französischen Einfluss, insgesamt sehr zu empfehlen, da sie sehr komplexe Geschmackskombinationen bietet und oft auch für den westlichen Gaumen eine tolle Erfahrung sein kann. :)

Wegen dem eher gehobenen Preis kann man dort sicherlich nicht immer essen. Es ist eine schöne Inspiration um vielleicht einiges mal zuhause selber zu probieren (mit nem normalen Baguette).

Oder wie (in meinem Fall) mal wieder öfters nach Hause zu fahren und sich vom Mama bekochen lassen ;p
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