The CôCô - taste of asia, Sushi-Restaurant Nürnberg


Das CôCô ist ein Sushi-Restaurant, dass erst vor kurzem in Nürnberg eröffnet hat. Ich selbst hatte noch nie etwas davon gehört, bis mich einer der Besitzer per Mail einlud seinen Laden doch mal ausführlich zu testen und ihm Feedback zu geben. Ich hatte davor noch nie so eine Einladung erhalten bzw. angenommen, sondern hab immer lieber "inkognito" Restaurants getestet. Das Angebot fand ich spannend und das CôCô hat sich auf der Webseite gut präsentiert, außerdem wurde ich dem CôCô von einer anderen Bloggerin empfohlen, weshalb ich zusagte.

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Das CôCô liegt in der Nähe vom Weißen Turm in der Schlotfegergasse 2 in Nürnberg. Es bietet hauptsächlich Sushi und andere japanische Gerichte an, hat aber auch Gerichte mit Einflüssen aus anderen Ländern wie z. B. Vietnam, Deutschland, Spanien oder Peru. So gibt es Sommerrollen, Frühlingsrollen auf Reis, die berühmte Pho-Nudelsuppe, Bayrisch Créme, Roast Beef oder Ceviche.

Das Restaurant ist schlicht und hochwertig eingerichtet, mit viel Liebe zum Detail. Im hinteren Teil befindet sich eine offene Küche, wo man den Köchen beim Arbeiten zusehen kann. 


Die Getränkekarte fanden wir besonders cool, sie ist im Stil einer Zeitung, dem CôCô-Daily-Express gemacht. ^^ Wir entschieden uns für 3 hausgemachte Getränke: Ingwer-Limonade, Eistee und Da Chanh (alle Getränke 3,90€). Da Chanh ist ein vietnamesisches Getränk bestehend aus frischer Limette, Zucker und Crushed Ice.

Besonders den Eistee empfand ich als sehr angenehm, da er nicht zu süß ist und den Durst gut gelöscht hat. Die Basis ist Grüner Tee und Orange.


Kommen wir zu den Vorspeisen. Es gibt normale Vorspeisen wie z. B. Horenso Gomae (japanischer Sesamspinat) oder Gyoza (japanische Teigtaschen). Die kosten alle 4,50€, also ein ganz normaler Preis. Dann gibt es noch die Fancy Starters, die besonders exquisit sind. Die kosten 9,50€ und sind damit sehr gehoben. Wir probierten daraus die Sushipizza von Morimoto und das Beef Tataki.

Die Sushipizza wurde von einem bekannten japanischen Chefkoch namens Masaharu Morimoto erfunden. Er hat auch ein Kochbuch geschrieben und betreibt gleichnamige Restaurants. Es ist eine Art Tapas und besteht aus einem knusprigen Tortilla, welches mit rohem Thunfisch, verschiedenen Soßen und weiteren Toppings wie Oliven, Jalapenos und Kräutern belegt wird. Hier seht ihr die Original-Morimoto-Thunapizza.

Wichtig bei der Sushipizza ist anscheinend die süßliche Aalsoße (mit der man auch gegrillten All bestreicht). Damit wird das Tortilla vor dem Grillen bestrichen. Diese Soße fehlte auf der Sushi-Pizza im CôCô, weshalb das reine Tortilla etwas fad schmeckte. Die Toppings waren allerdings super frisch, qualitativ hochwertig und lecker!

Einige würden mich jetzt bestimmt schlagen, aber ich finde einen ähnlichen Geschmack würde man auch mit hochwertigem Räucherlachs und ähnlichen Toppings erzielen. Die Sushi-Pizza für arme nicht wirklich arme, aber auch nicht sehr reiche, sozusagen. ^^ Könnt ihr ja mal zu hause ausprobieren ;)

Das Beef Tataki ist ein Rinder-Carpaccio mit Koriander, Chili und Zwiebeln getoppt. Das Gericht stammt eigentlich ebenfalls aus Japan, da es aber mit Krabbenchips und Koriander serviert wird (man legt einfach ein paar Scheiben Rind auf das Krabbenchip und isst es zusammen) ist es eher Fusionküche. Ich selbst habe das Fleisch nicht probiert, aber meine Begleitung fand es sensationell! Also eine Empfehlung! Da der Preis hoch ist, empfiehlt es sich diese Vorspeise mit Freunden zu teilen.

Außerdem probierten wir noch die Misosuppe (4,50€). Die war wirklich groß und voller hochwertiger Zutaten. Enokipilze, Edamame, Lauch und Tofu. Leider für unseren Geschmack etwas zu salzig. Als kleine Portion wäre das wohl kein Problem, da aber die Portion so groß ist, fällt das eher auf.


Aus der Tageskarte probierten wir noch Black-Tiger-Bällchen und das vom Chef empfohlene Sake-Tataki. Preise habe ich leider vergessen, aber müsste auch so um die 4,50€ - 9,50€ gekostet haben. Die Garnelenbällchen sind ebefnalls aus der deutschen Küche inspiriert, eben nur mit asiatischem Twist. Super lecker vor allem mit der Soße! :)

Meine Begleitung bestellte sich Sommerrollen mit Garnele und Xa-Xiu-Fleisch (4,50€). Dazu gab es einen leckeren Dipp. Ich konnte gar nicht genau herausschmeckten, was da alles drin ist. Er schmeckte nach leicht nach Hoisinsoße und Kokos. Ebenfalls lecker! :)


Der richtige Burner war für mich das Sake Tataki, also leicht flambiertes Lachs-Sashimi mit verschiedenen süßlichen Soßen, Rettich und Sprossen. Ich bin generell kein großer Sushi- / Sashimi-Esser, weil ich trotz allem immer noch meine Probleme mit der Konsistenz und dem Geschmack von (rohem) Fisch hab. Aber dieses Sashimi hat wirklich alles getopt. Die Fischqualität war herausragend gut! Der Lachs hat wirklich null nach Fisch gerochen oder geschmeckt und das Fleisch war absolut zart und zerging auf der Zunge. Der Fisch schmeckte wortwörtlich wie Butter. Das war bis jetzt das beste Sashimi, was ich gegessen hab und das in Nürnberg. Meine Beigleitung empfand es ähnlich und er hat viel mehr Sushi-Erfahrung als ich.

Das Sake Tataki kann ich also jedem Sushiliebhaber empfehlen! Es steht nur auf der Tageskarte. Das ist ein Extrazettel, der in der normalen Karte dazugelegt wird.

Als Hauptspeise wählten wir das CôCôs Omakase für eine Person (15€). Omakase ist in Japan eine beliebte Bestellart. Es heißt übersetzt sowas wie "ich überlasse es dir" und bedeutet, dass man dem Küchenchef die Auswahl der Speisen anvertraut und sich überraschen lässt. Der Koch weiß am Besten, was zusammen passt und welche Zutaten gerade Saison haben und gut schmecken. Unsere Platte bestand aus Thunfisch- und Lachs-Sashimi, Crunchy Veggie, Crispy Tiger sowie 2 Nigiri mit Lachs und Dorade.

Preislich ist die Platte mehr als in Ordnung würde man das alles zusammen rechnen 2 Nigiri (4,50€), halbe Portion Crispy Tiger-Rolle (4,75€), Crunchy Veggie-Rolle (9,50€) und Sashimi (9€). Das macht zusammen 27,75€. Man spart also wirklich einiges an Geld. Und auch geschmacklich kann ich die Omakase-Platte empfehlen!


Besonders positiv überrascht hat mich die Crunchy Veggie-Rolle. Vegetarisches Sushi (Avocado, Spargel, Mango, Gurke und Philadelphia) im knusprigen Pankomantel. Normalerweise kennt man gebackenes Sushi so, dass es einfach in Tempurateig getunkt und frittiert wird. Das Sushi trieft voller fett und das Nori außenrum bekommt eine gummiartig, leicht zähe Textur.

Hier war nicht nur die Panade richtig knusprig, sondern auch das Nori. Und zwar so ähnlich, wie man es bei Kartoffelchips kennt. Die Sushirolle war überhaupt nicht fettig und hat einfach nur oberlecker geschmeckt. Keine Ahnung, wie sie das gemacht haben, aber die Crunchy Veggie war einer meiner Favoriten!

Weitere Hauptspeisen waren eine Portion vietnamesischer Pho-Nudelsuppe (8,50€) und Gambas al Ajillo mit Reis und Salat (8,50€). Die Nudelsuppe war sehr lecker und die Brühe komplett aus frischen Zutaten gekocht, was ebenfalls eine Seltenheit ist. Mein Favorit waren aber mal wieder die Knoblauchsgarnelen, diese wurden im eigenen Öl mit Chili und Thymian gebraten. WOW sag ich da nur. Eine wahre Geschmacksexplosion im Mund! Selten so aromatische Garnelen gegessen. Es sind insgesamt 4 Garnelen mit Reis und Salat, also wieder Fusionsküche, denn das Gericht stammt ursprünglich aus Spanien.



Als Beilage bestellten wir uns noch eine Portion Udon (4€). Der Preis war mehr als in Ordnung. Die Nudeln waren angebraten in einer dicklichen Austernsoße mit Gemüse und Noritopping. Für den kleinen Hunger (oder den kleinen Geldbeutel) auf jeden Fall empfehlenswert, weil die Portion trotzdem nicht zu klein ist.

Und zuletzt haben wir noch einige Nachspeisen ausprobiert! Bayrisch Créme für 3,50€ (die übrigens auch in Japan bekannt ist), Mochi Matcha Eis (3,50€) und die Nachspeise des Tages Crema de CôCô (warscheinlich auch 3,50€) , was im Prinzip eine Crème Brûlée mit Kokos und Limettennote war. Alles super lecker und angenehm leicht. Neben dem Matchaeis (was leider nicht so matchaintensiv war), bekam man noch eine Kugel Yuzu- oder Kumquatt-Eis (konnte es nicht so genau herausschmecken) und ein paar Mochischeiben und Anko als Topping. Der Name ist etwas missverständlich, da ich zuerst dachte, dass es sich dabei um richtiges Mochieis mit Matchageschmack handeln würde. Was eine coole Idee wäre.


Fazit:
Das CôCô ist kein traditioneller Japaner, aber das will man auch ausdrücklich gar nicht sein. Allerdings hat man hier das Gefühl, dass die Köche auf jeden Fall Ahnung haben, indem was sie tun und bewusst gewisse Regeln brechen und sich auch woanders inspirieren lassen (Stichwort Fusionsküche).

Die Küche ist gehoben, aber das Preis-Leistungsverhältnis ist fair und teilweise sogar schon günstig (siehe Omakase-Platte oder Udonnudeln).
Die Zutaten sind alle frisch und echt gut ausgewählt. Hier wird z.B. überall richtig guter japanischer Rundkornreis serviert, auch in den Nicht-Sushi-Gerichten, was eine Seltenheit ist. Die Karte ist super abwechslungsreich und man findet immer wieder richtige Highlights. Viele Speisen wie z.B. die Morimoto Sushipizza findet man nicht oft in normalen Sushiläden, es hat schon einen internationalen hippen Flair. Als würde man in irgend einem schicken Laden in Berlin oder New York sitzen.

Auch bei den Getränken wird auf Details geachtet. Die Getränke kommen aus der Region und viele Sachen wurden auch nach Design ausgesucht. Z. B. ist das Wasser von der Marke Monaco Farmers aus München. Ein weiteres Highlight sind die japanisches Whiskys. Japan hat echt sehr guten Whisky, was aber viele nicht wissen. Im CôCô hat man Gelegenheit einige Sorten zu testen. Probiert hatten wir einen 12jährigen Yamazaki. Meine Begleitung (Whisky-Liebhaber) war richtig begesitert von der Aromenvielfalt! Er würde schmecken, wie ein 24ig-jähriger.

Ich kann also dieses Restaurants jedem empfehlen, der gerne gutes Sushi und Sashimi essen möchte und sonst auch gerne mal was neues ausprobiert, denn wie gesagt die Vorspeisen und Beilagen sind ebenfalls empfehlenswert. Preislich gibt es wirklich für jeden Geldbeutel etwas. Man darf sich nur nicht zu sehr von den Fancy Starters abschrecken lassen. Wenn man bedenkt wieviel man heutzutage in Nürnberg für einen Burger und etwas Pommes bezahlt. Im Prinzip kostet es hier auch nicht mehr.

Für Vegetarier gibt es eine begrenzte (aber super schmackhafte) Auswahl und vieles kann man auch ohne Fleisch bestellen, für Veganer allerdings gibts kaum etwas. Man kann aber immer mit dem Personal reden und bekommt dann auch auf Wunsch vegane Gerichte serviert. Die Bedienung ist äußerst zuvorkommend und spricht perfekt deutsch.


War jemand von euch bereits im CôCô? Wie fandet ihr den Laden? Würd mich wirklich interessieren!



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