Review: Sushi Teppanyaki Restaurant Ogawa, Regensburg

Letztens haben wir das Sushi- und Teppanyaki-Restaurant "Ogawa" in Regensburg besucht. Ich bin über das Internet auf das Restaurant gestoßen. Die Webseite sah sehr vielversprechend aus und das Menü zeigte eine Vielzahl an japanischen Gerichten, die sich nicht nur um Sushi drehen.

Wie z.B. Soba- oder Udon-Gerichte oder Tempura . Sogar Matcha-Eis und Schwarzer-Sesam-Eis wird dort angeboten. Neben den zahlreichen einzelnen Gerichten zum Bestellen gibt es Mittags und Abends ein großes Büffet, wo auch Teppanyaki mit dabei ist. Das war einer meiner Hauptgründe mal dort vorbei zu schauen.

Wie aus der Webseite zu entnehmen, wird das Restaurant zwar nicht von Japanern betrieben (ich schätze es waren Chinesen), aber ich wollte es trotzdem versuchen. Zumal es in der Umgebung nicht gerade viel Auswahl an Japanischen Restaurants gibt *hust*

Ich reservierte also am Samstag für 6 Personen und wir zogen los. Das Restaurant ist auch sehr gut mit dem Bus vom Hauptbahnhof zu erreichen (Linie 5). Es liegt genau gegenüber dem Gewerbepark und wird auch gut beschildert. Neben dem schön eingerichteten Innenraum gibt es auch im Freien zahlreiche Tische. Im Sommer ist das bestimmt sehr schön.

Innen hat das Restaurant sehr große Fenster, wenn man etwas tiefer reingeht ist es schummriger. Wir haben uns direkt ans Fenster gesetzt, damit ich schönere Fotos machen kann.

Es war Feiertag und somit konnte man nicht das "Wellness-Menü" für 7,50EUR bestellen, sondern ein größeres Büffet für ungefähr 14,00EUR (ich weiß es nicht mehr genau). Da wir ordentlich Hunger mitgebracht hatten, bestellten wir alle das Buffet.

Es gab verschiedene Sushi-Sorten zur Auswahl, wie auf dem Bild zu sehen. Allerdings kein Nigiri oder Sashimi. Das musste man warscheinlich extra von der Karte bestellen. Daneben waren unterschiedliche Gemüse und Salate. So wie in vielen klassischen China-Restaurants bietet das Buffet auch zahlreiche fertig-gekochte Gerichte, wie Yakitori, frittierte Garnelen, Calamari, Hühnchen, sowie einige Pfannen-Gerichte aus Nudeln und Reis. Soßen standen 2 Arten zur Auswahl: süß-sauer und Erdnuss-Soße

Das Hauptaugenmerk lag aber bei der Frische-Abteilung des Buffets. Zahlreiche rohe Zutaten werden angeboten. Verschiedene Arten von Meeresfrüchten (Lachs, Pangasius, Butterfisch, Baby-Octopus, Tiger-Prawn, kleinere Garnelen, Muscheln und Calamari) und viele Fleischsorten (Hühnchen, Ente, Schwein, Rind, Froschschenkel, Känguru, Strauß).

Daneben gab es auch frisches, rohes Gemüse wie z.B. Karotten, Zucchini, Zwiebel, Brokkoli, Mungobohnen-Sprossen, Paprika, Champigons, Lauch, Bambussprossen...

Für das Teppanyaki lagen außerdem noch zahlreiche Soßen und Gewürze zur Auswahl. Man musste ein kleines Schälchen nehmen und mit den Soßen und Gewürzen seine eigene Marinade zusammen stellen.

Es gab Currysoße mit Kokosmilch, Süß-Sauer-Soßen, Teriyaki-Soße, Knoblauchsoße außerdem daneben noch frisch gehackten Ingwer, Knoblauch, Chili und Frühlingszwiebel.

So geht es: Man nehme sich einen Teller und legt sich verschiedene rohe Zutaten von Meeresfrüchten oder Fleisch mit Gemüse auf einen Teller. (Meeresfrüchte und Fleisch allerdings nicht gemischt, sondern auf extra-Tellern). Dann nimmt man sich ein Schälchen und mischt sich seine gewünschte Soße zusammen. Den Teller stellt man dann an der Theke vor dem Teppanyaki ab und geht wieder zurück an seinen Tisch.

Die Zutaten werden dann für einen zubereitet und anhand der Nummer an der Wäscheklammer werden sie dann von der Bedienung an den eigenen Tisch gebracht. Hier Muscheln mit Curry-Soße.

Und hier ein kleines Lachs-Teriyaki mit Ingwer und Frühlingszwiebeln.

Hier unten seht ihr Garnelen mit verschiedenem Gemüse und Pangasius in Knoblauch-Süß-Sauer-Soße. Der Pangasius ist ein ziemlich geschmacksloser Fisch. Er hat uns auch nicht geschmeckt, da war der Butterfisch und der Lachs viel besser (da ich kein Fisch-Esser bin, wusste ich das nicht)


Natürlich haben wir neben den frischen Zutaten auch kräftig beim normalen Buffet zugelangt. Knusprig frittierte Garnelen, verschieden Pfannengerichte, Nudeln und und und. Die Auswahl war wirklich super! 8D Es gab auch Miso-Suppe, mit Wakame und Tofu-Stückchen. Die war allerdings ok und nicht herausragend.

Der Trick bei solch einem Buffet-Essen ist, dass man so wenig wie möglich Reis und Nudeln zu sich nimmt, da sie sehr füllend sind. Deswegen haben wir nur ganz wenig Reis genommen und ziemlich viel Fleisch/Meeresfrüchte genommen. So konnten wir wirklich viele verschiedene Soßen-Kombinationen ausprobieren. Am Besten schmeckte mir die Teriyaki-Soße mit Ingwer und Frühlingszwiebeln.

Am Ende hat es sogar noch für das Matcha- und Sesam-Eis gereicht ;-) Wohlgemerkt haben wir die 4 Kugeln auf 5 Leute aufgeteilt ;-p Es muss aber gesagt werden, dass das Matcha-Eis nicht zum Buffet gehört, sondern man es extra bestellen musste. Im Buffet ist nur normales Eis (wie Schokolade, Erdbeer, Vanille etc.) und verschiedene Früchte enthalten.

Das Matcha-Eis war sehr lecker, man hat sehr gut den Matcha heraus geschmeckt. Vanille habe ich auch noch geschmeckt. Das schwarze Sesam-Eis war nicht so cremig, wie das Matcha-Eis (hatte Eisstückchen). Es hatte einen leichten Sesamgeschmack, der könnte schon etwas kräftiger sein, aber war trotzdem ok. Laut Karte sind beide Eissorten selbst gemacht.

Mein Fazit:
Das Buffet war ein Mix aus chinesischem und japanischem Essen. Ich habe mehr japanische Speisen erwartet. z.B. hätte man auch Udon oder Soba für das Teppanyaki anbieten können und mehr japanische Salate und Gemüse. Ich denke da an Tsukemono und ähnliches. Für Vegetarier gab es nur die Sushisorten mit Gemüse, die Salate und das Gemüse vom Teppanyaki. Allerdings gab es insgesamt kein Ei und auch kein Tofu.

Das Buffet punktet aber auf jeden Fall wegen der großen Speisenauswahl, guten Zutaten und der Frische. Die Speisen sind auch nicht zu salzig gewürzt, sodass man nicht immer Reis oder Nudeln dazu essen musste. Somit dauert es länger bis man satt ist, und man hat so mehr Freude am Buffet.

Auf jeden Fall ist das Ogawa eine sehr gute Alternative zu herkömmlichen China-Restaurants, weil es durch das Teppanyaki mehr Spaß macht.

Wer kein Buffet nimmt, kann aus viel mehr japanischen Gerichten wählen. Dazu muss man nur kurz auf die Webseite schauen. Es gibt dort wirklich mehr Auswahl an japanischen Sachen. Aber leider habe ich das noch nicht probiert.

Highlight war für mich auf jeden Fall das Matcha-Eis, das habe ich in meiner Umgebung noch nirgends bekommen. Ich wohne allerdings auch in einem kleinen Kaff, also muss das nichts bedeuten *ggg*

Das Personal war nett und die Einrichtung freundlich und modern. Die Küche und alles andere war auch sauber und es roch überhaupt nicht nach Fett.

Insgesamt von meiner Seite sehr zu empfehlen, ganz traditionelles japanisches Essen bekommt man dort zwar nicht, aber es ist auf jeden Fall eine gute Alternative, wenn man nichts anderes in der Nähe hat.

Nachtrag: Ich habe jetzt noch ein bisschen recherchiert und noch 3 weitere japanische Restaurants entdeckt, von denen 2 auch Teppanyaki anbieten. Ich werde diese demnächst auch mal ausprobieren und wieder berichten.
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