Snack: Nissin MUG Udon / Instant Tassensuppe


Diese Packung mit MUG Udon von Nissin habe ich in einem japanischen Supermarkt währen meines Vietnam-Urlaubs gekauft. Hauptsächlich, weil es so niedlich aussah und weil es im Angebot war. Man bekom nämlich zwei Packungen zum Preis von einem! :D

Allerdings war es nicht wirklich günstig, denn umgerechnet haben zwei dieser Instant-Nudel-Packungen 3,40€ gekostet. Japanische Produkte sind überall teuer ^^°


Wie der Name schon sagt, handelt es sich um Instant-Udonnudeln für die Tasse. Die Portion ist wirklich super niedlich und passt genau in eine japanische Teetasse. Es gibt die Nudeln in zwei Varianten. Einmal als Kitsune-Udon mit Fuchs-Einlage und einmal als Curry-Udon mit den Schweinchen.


Einfach ein Päckchen Nudeln und ein Päckchen Gewürze in eine Tasse geben und mit heißem Wasser aufgießen. Etwas ziehen lassen und solange umrühren, bis der Schaum verschwindet. FERTIG!

Geschmack: Es schmeckt schon sehr dominant nach Dashi, also vor allem nach Fisch. Da merkt man, dass es eben kein hochwertiges Dashi ist, da gutes Dashi nicht so krass stark fischig riecht. Mit mehr Wasser kann man den Geschmack etwas abmildern. Die Nudeln sind ganz lecker, allerdings nicht so ganz, wie Udon. Sie sind sehr seidig und fein und die kleinen Tofu-Würfel in der Kitsune-Udon-Variante schmecken mir am Besten.

Die kleinen süßen Fuchsgesichter sind übrigens getrocknetes Kamaboko (denke ich). Das ist aus der selben Fischpaste, aus der Naruto-Maki besteht. Es schmeckt erstaunlich gut, wenn man weiß, wie Kamaboko schmeckt. Leicht süßlich und fischig, aber im positiven Sinn.

Alles in allem war die Portion aber recht klein, sodass es meine Snackbedürfnisse nicht richtig stillen konnte. Von daher empfehle ich diese Mug Udon eher als Teil einer Mahlzeit, wie z.b. eines Bento. Denn dann ist die Portion perfekt! Man kann die Nudeln und die Gewürze perfekt mitnehmen und z.b. das heiße Wasser in einer Thermoskanne mitnehmen.

Was ich auch noch gut finde ist, dass man die Nudeln auch ohne die mitgelieferte Brühe benutzen kann. Z.b. indem man eine eigene Brühe und andere Toppings macht.


Fazit: Wegen des Niedlichkeitsfaktors würd ich die Nudeln nochmal kaufen, aber sie sind keine kulinarische Offenbahrung und sättigen kaum. In Kombination mit einer Bentobox sind sie aber ganz gut!

Wer Lust auf Kitsune-Udon hat: Hier und hier habe ich leckere Udon-Rezepte.
Und wer noch andere Suppen für die Bentobox mitnehmen möchte, sollte am Besten Miso-Maru probieren, Misosuppen-Bällchen zum Mitnehmen!




Rezept: Frisches Chilisalz - Muối ớt, Vietnamese chili salt


Während meiner Vietnam-Reise lernte ich die verschiedensten Gewürzzubereitungen kennen. Anders als bei westlichen Gewürzen werden in Vietnam viele Soßen und Gewürze nicht beim Kochen in das Essen gemischt, sondern extra am Tisch gereicht. So kann man sie ganz individuell dippen oder über sein Essen partitiell streuen/träufeln. Das macht das Gericht spannender. Mal isst man das Fleisch oder Gemüse pur und mal mit einem kleinen salzigen, sauren oder scharfen Kick. Ich finde diese Essweise ziemlich genial.

Eines dieser Gewürzmischungen ist das Chili-Salz. Man reicht es zu vietnamesischem Curry und kombiniert es auch gerne mit säuerlichem Obst, da das Salz den ursprünglichen Geschmack des Obstes hebt und es tatsächlich süßer macht. Typische Obstsorten sind junge Mango, Ananas, Sternfrucht, Pflaumen, Orange, Äpfel, Wassermelone oder Pomelo. Probiert es mal aus!

Die Herstellung von Chilisalz ist ziemlich einfach. Wichtig ist, dass es aus frischen Chilis zubereitet wird, da die frischen Aromen der Chilischote sehr wichtig sind. Klassisch nimmt man die in Vietnam typischen "Bird's eye chili". Die findet ihr im Asialaden. Aber im Prinzip könnt ihr es mit jeder roten, scharfen Chilischonte versuchen.

Zutaten für 1 kleines Schälchen Chilisalz:

- 1 bis 2 rote Chilischoten
- 4 bis 5 EL Salz (je nach Größe euer Chili)

Zubereitung:
Schritt1: Chili mit Salz in einen stabilen Behälter oder Mörser geben.
Schritt2: Die Chili mit dem Salz fein Mörsern, bis sich das Salz orange-rot färbt.




Vietnamesische Getränke - Vietnamese Drinks Compilation 2019


Ich bin zurück aus meinem Vietnam-Urlaub und hab jetzt endlich die Zeit gefunden, um euch einen kleinen Einblick in die Kulinarik und Kultur Vietnams zu geben.

Fangen wir mit den Getränken an! :D In Vietnam ist es sehr heiß vor allem im Süden (wo meine Familie herkommt) gibt es nur 2 Jahreszeiten. Entweder es ist Regenzeit oder Sonnenzeit. In der Regenzeit scheint auch ständig die Sonne, aber es regnet auch ziemlich viel, weshalb die Luftfeuchtigkeit immens steigt. Da man so viel schwitzt, ist das Trinken wichtig. Deswegen gibt es unmengen an verschiedenen Getränken, die man während einer Vietnamreise antreffen und probieren kann.

Einen kleinen Bruchteil von dieser Getränkevielfalt will ich euch in dieser kleinen Compilation vorstellen! :) Viel Spaß!

Fruchtsäfte und Smoothies:
Ganz oben im Bild seht ihr einen Zuckerrohrsaft. Er besteht aus frisch gepresstem Zuckerrohr süßund gepressten Kumquats. Der Geschmack ist süßlich, schmeckt ganz leicht nach Rohrzucker, aber viel frischer und durch die Kumquats leicht herb und zitronig. Sehr sehr lecker!

Bei den Smoothies kann man da eigentlich fast alle Obstsorten als Smoothie bestellen. Man unterscheidet zwischen Smoothie und gepressten Säften. Smoothies werden meist mit Crushed Ice und Kondensmilch und oder Kuhmilch gemixt. Das macht die Smoothies cremiger, aber wenn man sich vegan ernährt, kann man diese Option abbestellen. Die gepressten Säfte macht man in der Saftpresse. Oft werden sie gezuckert oder auch mit gezuckerter Kondensmilch angereichert.

Beliebte Smoothies sind z.b. aus Papaya, Mango, Jackfruit, Ananas, Avocado (ganz links im unteren Bild), Zimtapfel, Wassermelone oder Mangostane. Typische Säfte wären Maracuja, Orange, Zitrone/Limette oder Kumquat. Letzeres Obst ist ja von Haus aus eher sauer, deshalb werden die nachträglich noch gezuckert.

Dann gibt es noch etwas ungewöhnliche Smoothies und Säfte, wie z.b. Tomatensaft. Der wird mit einer Hälfte gepresster Tomaten und einem Teil gemixter Tomate zubereitet. Gesüßt wird mit gezuckerter Kondensmilch. Schmeckt ziemlich lecker find ich! ^^ Andere Gemüsesorten, die als Saft verwendet werden sind Karotte und ein Kraut namens "rau ma" im Englischen "Pennywort", also asiatischer Wassernabel.

Die Smoothies werden meist nicht gemischt. D.h. die Fruchtsorten trinkt man in der Regel pur, aber in Restaurants bekommt man auch Smoothies mit Obst-Kombinationen. Die sind auch lecker! :)

Auf dem Bild zu sehen von links nach rechts: Avocado, Maracuja und Orangensaft.



Frische Kokosnuss:
Frische Kokosnüsse gibt es in Vietnam an jeder Ecke. Sie sind total erfrischend und günstig und man kann am Ende noch das weiche Fruchtfleisch löffeln. Es gibt verschiedene Kokosnusssorten, die sich in der Größe und der Süße unterscheiden. Frische Kokosnüsse werden auch unterschiedlich serviert. Entweder als ganze Frucht (wie die braunen Nüsse im unteren Bild), oder wo die Schale schon entfernt wurde. Meistens sind die Sorten, wo die Schale schon entfernt wurde, meist besser. Sie sind größer und haben mehr Flüssigkeit enthalten. Bei den ganzen Kokosnüssen wird die Schale drangelassen, damit man nicht so gut erkennen kann, dass die Nuss innendrin eigentlich kleiner ist. Aber beide Sorten werden gekühlt serviert, was total lecker ist!

Es gibt außerdem noch eine besondere Spezialität, gegrillter Kokosnusssaft. Die ganzen Kokosnüsse werden über offenen Feuer gegrillt. Danach wir die Kokosnuss gekühlt serviert. Ich habe diese Spezialität zwar noch nicht probiert, aber da der Saft sozusagen von innen gekocht wurde, schmeckt er eventuell karamelliger oder rauchiger. Stell ich mir auch interessant vor.

Dann gibt es auch noch Wasserkokosnüsse (unteres Foto). Bei dieser Sorte sehen die Nüsse, komplett anders aus. Wie im unteren Bild zu sehen bestehen die Nüsse aus vielen kleinen "Zesten" und bilden zusammen einen Ball. Gegessen wird das Fruchtfleisch in den einzelnen Zesten. Als Getränk wird das Fruchtfleisch zusammen mit Zucker und Eiswürfeln serviert.



Kokosmilch-Getränke:
Es gibt auch viele Getränke, die mit der handelsüblichen Kokosmilch versetzt wurden. Diese gelten anhand ihrer Schwere in den meisten Fällen eher als Dessert und das nennt sich Chè. Die meisten Kokosmilch-Getränke haben verschiedene Toppings, die aus verschiedenen Jellys bestehen, Bohnen oder Nüssen. Die Konsistenz ist ähnlich, wie bei Bubble Tea.

Salzige Getränke:
Es klingt erstmal komisch, aber salzige Getränke können süchtig machen. Es ist Gewöhnungsache, aber probiert es mal gerne aus. Die Getränke sind meistens eine Mischung aus salzig, süß und sauer. Klassische salzige Getränke sind z.B. Salzzitronen. Um Salzzitronen herzustellen muss man ein großes Glas nehmen, es komplett mit Zitronen zu füllen und dann Salz darüberzustreuen. Dann wird der Deckel zugemacht und für eine recht lange Zeit gelagert. Das Salz entzieht den Zitronen ganz langsam ihre Flüssigkeit, sodass sie am Ende in einer natürlichen Zitronen-Salzlake schwimmen und so auch konserviert werden. Meistens schöpft man dann dieses Wasser ab und mischt es mit Zucker, Wasser und Crushed Ice.

Das rote Getränk im unteren Foto ist ein Salz-Pflaumen-Drink (xí muội). Diese Salzpflaumen werden in Wasser eingelegt. Dieses Wasser wird abgeschöpft und mit Zucker und Eiswürfel (und höchstwahrscheinlich Lebensmittelfarbe) serviert. Man kann diese Salzpflaumen auch als Snack knabbern oder daran lutschen. Sie sind ähnlich, wie japanische Umeboshi, sind aber nicht nur sauer und salzig, sondern auch noch süß und zusätzlich getrocknet. Man kann dieses Pflaumengetränk auch noch mit Zitrusfrüchten, wie Kumquat kombinieren.



Kühlende Erfrischungsgetränke:
Alle Getränke sollen erfrischen, aber es gibt Getränke, die haben eine besonders kühlende Eigenschaft. In der asiatischen Kultur gibt es eine Unterteilung des Essens nach dem Yin- und Yang-Prinzip. Bestimmte Dinge gelten als warm und bestimmte Lebensmittel als kalt. Kalte Lebensmittel sind z.B. Gurke, Orange, Apfel, Algen, Soja. Warme Lebensmittel sind Chili, Pfeffer, Sesamöl, Rind, Hühnchen, Schweinefleisch, Alkohol.

Für warme Tage gibt es ein Getränk, dass einen von innen kühlt und ich muss wirklich sagen, dass man es tatsächlich merkt. Es nennt sich "Nước Sâm Mát". Das Getränk besteht aus verschiedenen kühlenden Zutaten (getrocknete chinesische Äpfel, Goji-Beeren, Lotoskerne, verschiedene getrocknete Wurzeln), die zusammen gekocht werden. Das Wasser wird dann abgeseiht und dann gekühlt serviert. Manchmal wird das auch mit den Zutaten als Toppings (Lotuskerne, geschnittene Algen, Litchis, getrocknete Long-An oder Kokosfleisch) serviert.

Der Geschmack ist irgendwie ganz weich, süßlich, aber nicht so frisch-süß, sondern getrocknet-süß. Ich kann es nicht anders beschreiben! ^^°


Bier:
Das Bier wird in Vietnam vor allem bei Festlichkeiten serviert. Und zwar immer mit einem riesigen Eiswürfel. Bekannte Biersorten sind z.B. Tiger-Bier, 333 oder das Saigon-Bier, aber es gibt noch viele andere Sorten aus Thailand und co. Auch Craft-Beer ist in Vietnam durch die verschiedenen Kultureinflüsse aus dem Westen und Japan zu haben.

Vietnamesisches Bier schmeckt sehr leicht, ist deswegen relativ gut bei der Hitze zu trinken. Es gibt auch einige Sorten, die total wässrig schmecken. Unser Favorit war meistens das Larue oder 333.



Kaffee:
Dieses Getränk hat eine besondere Stellung in Vietnam. Ich würde es sogar schon als Nationalgetränk bezeichnen. Vietnam gilt als zweitgrößtes Kaffee-Export-Land und demzufolge kennen sich Vietnamesen mit Kaffee aus und es gibt sehr viele unterschiedliche Kaffeespezialitäten. Der Klassische vietnamesische Kaffee wird super super stark getrunken und meistens auf Eis. Obwohl der Kaffee super stark ist, schmeckt er nicht sauer, sondern einfach nur kräftig und hat eine starke Karamellnote.

Eine weitere beliebte Variante ist Kaffee mit Milch. Man benutzt aber keine frische Kuhmilch, sondern gezuckerte Kondensmilch (ich glaub die hält sich einfach besser in der Hitze. Kuhmilch hat erst viel später in Vietnam Einzug genommen). Die Kombination unterstützt nochmal die Karamellnote besonders. Eine Variante wäre noch das selbe als Mix-Getränk. Also man mixt den Kaffee, Kondensmilch und Eiswürfel in einem Mixer. Aber ich mag die Eiswürfel-Variante lieber. :)

Dann gibt es noch viele besondere Kaffee-Varianten, wie Kokos-Kaffee. Dort hat man anstatt einem Milchschaum einen Schaum aus süßlicher Kokosmilch.

Egg-Coffee (siehe Fotos unten) ist ein vietnamesischer Milch-Kaffee mit einem Schaum aus Eigelb. Joghurt-Kaffee ist eine Variante, wo vietnamesischer Trink-Joghurt mit einem Schuss starkem Kaffee serviert wird.


Und zuletzt noch eher eine Nicht-Empfehlung:

Milch-Kaffee mit Matcha aus der Dose. Schmeckt mir leider gar nicht ^^°


Ich hoffe euch hat diese kleine Reise in die vietnamesische Getränke-Welt gefallen! Es folgen noch weitere Compilations, wie z.b. Nudelsuppen-Compilation :)

Auf dem Blog habe ich bereits einige leckere Getränke-Rezepte gepostet, probiert sie gerne aus:
- Yaourt Da, vietnamesischer süßer Trinkjoghurt
- Asian Bubble-Tee (Boba / Pearl Milk Tea)
- Grüner Avocado Shake / Smoothie mit Limette
- Calpis-Konzentrat / Calpico selber machen

Und hier noch meine letzten Vietnam-Posts:
Vegetarische/vegane Restaurants und Garküchen in Vietnam


Vielen Dank an Benni, Chris, Kathrin und Jo für die Verfügungstellung einiger Fotos.

Rezept: Udonnudeln mit Philips Pastamaker - Remastered


Hier kommt jetzt das Rezept für meine perfekten Udonnudeln mit dem Philips Pastamaker! :D Eigentlich hat sich an dem Originalrezept, welches ich aus dem japanischen Rezeptheft vom Philips Pastamaker abgeschrieben hab, nichts geändert. Was anders ist, ist der Einsatz der Matrize (ich verwende die Spaghettone Quadro) und der Knet- und Ruhezeit.

Rezept für 300g Nudeln (2-3 Portionen):
250g Weizenmehl
90ml Wasser
5g Salz

Zubereitung:
Schritt1: Alle trockenen Zutaten (Mehl + Salz) in die Maschine geben.
Schritt2: Maschine anschalten und langsam die Flüssigkeit hinzuträufeln.
Schritt3: Kurz vor Ablauf der 3 Minuten auf Pause (Taste Nummer 3) drücken und die Maschine ausstecken. Dann den Stecker wieder einstecken und sofort den Start-Knopf für mehrere Sekunden gedrück halten. Die Maschine knetete weitere 3 Minuten.
Schritt5: Kurz vor Ablauf der 3 Minuten wieder auf Pauste drücken und den Teig in der Maschine für mindestens 30 Minuten ruhen lassen.
Schritt6: Nach der Ruhezeit wieder auf den Startknopf drücken, damit die Nudeln ausgegeben werden können.




Achtung! Die Nudeln werden Anfangs sehr fransig aus der Maschine rauskommen. Um glatte Nudeln zu bekommen habe ich folgendes gemacht:Fransige Nudeln aus der Maschine pressen lassen, dann mehrmals zusammenfalten, locker zusammendrücken und in kleinere Teigklumpen reissen. Diese wieder in die Maschine geben. Vorgang wiederholen, bis schöne Nudeln rauskommen. Es hilft auch die Teigklumpen nicht alle auf einmal reinzuwerfen, sondern nach und nach.

Falls der Knetvorgang abgelaufen ist und ihr weiter ausgeben wollt, drück einfach den Knopf unter dem Startknopf (Nummer4).



Schritt7: Ungesalzenes Wasser aufkochen lassen und die Nudeln bissfest kochen. Sobald das Wasser zu sehr aufkocht, mit etwas kaltem Wasser die Hitze regulieren. Danach in ein Sieb schütten und gründlich mich kaltem Wasser abbrausen. Mit der Hand durch die Nudeln fahren und von der Stärke befreien. Diesen Punkt nicht überspringen! Dann wie gewünscht weiterverwenden. FERTIG!


Die Nudeln bleiben nach dem Kochen eckig und haben eine richtig tolle Elastizität und sind vom Mundgefühl her genau richtig. Nicht zu dünn und nicht zu dick. Meiner Meinung nach ist sind sie sogar einen Tick besser (da elastischer), als die gekauften Tiefkühl-Udon und besser, als die vorgekochten Udon sowieso.

Die Kochzeit ist etwas länger, da die Nudeln so dick sind, aber das Warten lohnt sich. Wenn ihr die Nudeln kalt essen wollt, braust die Nudel vor dem Probieren zuerst unter kaltem Wasser ab, meist merkt ihr dann, dass sie im kalten zustand noch sehr fest ist. Wenn ihr sie später in einer Suppe verwenden wollt, könnt ihr sie aldente kochen.

Ich bin im Udon-Himmel! *__*




Restaurant: Thoi Lai Quan - Vietnamesisch vegetarisch und vegan, Hamburg


Letztes Jahr im Sommer besuchte ich das Thoi Lai Quan, ein komplett vegetarisch/veganes Restaurant mit vietnamesischen Speisen. Ich habe vorher darüber im Internet recherchiert und wollte es mal ausprobieren. Generell gibt es in vielen vietnamesischen Restaurants in Deutschland nur ein paar Gerichte, die vegan oder vegetarisch sind. Dazu gehören z.B. Curry mit Kokosmilch und Tofu oder Sommerrollen. Aber ganze Nudelsuppen sind eher selten vegan oder vegetarisch.

Das Thoi Lai Quan liegt in der Lübecker Straße 85, 22087 Hamburg. Das sind nur ein paar Meter von der U-Bahn-Station "Lübecker Straße". Das Restaurant ist recht klein und schlicht eingerichtet.

Ich habe Bun Thit Nuong, also Reisnudelsalat mit gegrillten Fleisch (7,50€) bestellt und dazu noch Cha Gio, also Frühlingsrollen (4,50€). Damit habe ich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen, denn so konnte ich gleich zwei Gerichte probieren Bun Cha Gio, also Reisnudelsalat mit Frühlingsrollen (7,50€) hat die selbe Basis, wie der Grillfleisch-Nudelsalat, nur mit Frühlingsrollen-Topping.

Meine Begleitung bestellte sich Bun Rieu, Reisnudelsuppe mit Tomaten-Brühe und Tofu (7,10€) und Mi Xao Thap Xam, gebratene Mie-Nudeln mit allem, also mit allen Toppings (7,50€).


Ich hatte mich total auf die vietnamesischen Frühlingsrollen gefreut, denn in anderen vietnamesischen Restaurants werden vietnamesische Frühlingsrollen zwar oft angeboten, aber leider nie in vegetarisch. Sobald vietnamesische Frühlingsrollen auf der Karte stehen, kann man davon ausgehen, dass sie wirklich frisch vom Restaurant zubereitet werden. Und standardmäßig sind sie mit Hackfleisch gefüllt. Vegetarische Frühlingsrollen gibt es meist nur als Tiefkühlprodukt, da man sich für Vegetarier nie den Aufwand machen würde nochmals extra eine Variante in vegetarisch vorzubereiten. Die Tiefkühlvariante gibt es meist als "Mini-Frühlingsrolle". Diese sind aber mit dem "Eggroll"-Teig. Das ist zwar auch lecker, aber eben nicht das Gleiche.

Leider haben mir die Frühlingsrollen von Thoi Lai Quan nicht geschmeckt. Sie waren sehr fest gewickelt. Das Reispapier war viel zu dick und zäh und überhaupt nicht fluffig und knusprig, wie ich es von zuhause kenne. Die Füllung war auch etwas wenig. Deswegen kann ich die Frühlingsrollen nicht so empfehlen. Es kommt selten vor, dass mir etwas, das frittiert wurde, nicht schmeckt. Aber leider war das bei den Frühlingsrollen so.

Das Fleischtopping auf den "Bun Thit Nuong", also dem Reisnudelsalat mit Grillfleisch hat mich leider auch etwas enttäuscht, da sie sehr trocken waren. Hier wurde warscheinlich auf eine fertige asiatische vegane Seitan-Wurst oder ein Seitan-Fleischersatz zurückgegriffen. Das ist zwar nicht verwerflich, allerdings fände ich für dieses Gericht den Einsatz von marinierten, gebratenen Sojaschnezeln viel passender. Sojaschnetzel sind von Haus aus saftiger, können viel Marinade und Öl aufsaugen und einfach noch viel mehr die Essenz des Gerichts unterstützen.

Trotz aller Kritik fand ich den Nudelsalat lecker, aber ich denke, dass ich es zuhause besser zubereiten könnte. (Falls euch die genaue Rezeptur interessiert, schreibt mir einfach! ^^)

Die Nudelsuppe fanden wir lecker. Bun Rieu ist sowieso total selten in Restaurants zu finden und dementsprechend freue ich mich immer, wenn ich es sehe. Diese Nudelsuppe hat normalerweise als Basis eine aromatische Tomaten-Krabben-Brühe und wird mit frittiertem Tofu und verschiedenen Fleisch- und Wursteinlagen sowie gehobelte Wasserspinatstängel und andere vietnamesische Kräuter und Zitrone serviert. Die Nudeln sind dünne Reisnudeln.

Die vegane Version hat eine süßliche Tomatenbrühe und als Topping gekochte Tomaten, frittierten Tofu und vegane vietnamesische Wurst. Das ist schon sehr nah am Original. Finde ich gut!

Am Besten haben mir aber die Bratnudeln geschmeckt! Das Gericht nennt sich "Mi Xao Thap Cam". Mi Xao bedeutet "Mienudeln gebraten". Thap Cam bedeutet sowas wie "alles, was die Küche an Toppings zu bieten hat". Vor allem die vegane vietnamesische Wurst (ich denke sie schmeckt, wie Cha Lua) ist genial. Ich hatte das als Kind immer total gerne gegessen und schon über 10 Jahren nicht mehr. Die vegane Variante ist echt mega gut! Außerdem mag ich an dem Gericht, wie es gewürzt ist und was für Nudeln verwendet wurden. Es schmeckt nicht, wie die typsichen Bratnudeln, die man an jeder Ecke vom Asia-Imbiss bekommt. Es schmeckt, wie die Bratnudeln meiner Mama. Find ich toll! :)

Fazit: Das Thoi Lai Quan macht authentische vietnamesische Hausmannskost in vegetarisch und vegan. Es ist sehr bodenständig und möchte nicht fancy oder hip sein, was ich gut finde. Ich find es auch toll, dass es hier auch Nudelsuppen gibt und kann vor allem die Bratnudeln sehr empfehlen! Probiert es gerne aus!




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