Rezept: Schupfnudeln mit dem Philips Pastamaker aus frischen Kartoffeln


Kann man Schupfnudeln mit dem Pastamaker machen? Die Antwort lautet: "Ja, das geht!". Nachdem ich mir einige original schwäbische Rezepte angesehen hatte, fiel mir auf, dass der Teig eine ähnliche Konsistenz, wie Kartoffelgnocchi hat. Also musste das doch irgendwie gehen. Aber mit welcher Matrize stell ich das am besten an? Es gibt in der Tat mehrere Optionen. Entweder mit der großen Grissini-Matrize von capo12 oder mit der Original-Penne-Matrize von Philips, nur ohne das Innenteil.

Ich habe beide Matrizen probiert und es funktioniert mit beiden gut! Von daher könnt ihr euch das aussuchen. Die Grissini-Matrize ist nur einen Tick dünner, als die Penne-Matrize, deswegen würde ich sogar zweitere bevorzugen.

Achtung: Ich habe die Rückmeldung bekommen, dass es generell ein Risoko darstellen kann, wenn man die Penne-Matrize ohne das Innenteil verwendet. Da der Abstand vom Knethaken zur Matrize zu groß ist, besteht die Gefahr, dass der Knethaken verrutschen kann. Ich hatte das zwar persönlich schon mehrmals ohne Probleme gemacht, jedoch will ich nicht, dass ihr unbewusst ein Risiko auf euch nehmt. Das Benutzen der Penne-Matrize ohne Innenteil ist auf eigene Gefahr. Hier bei Generation Yes wurde das auch schon gemacht. Deswegen kam ich auf die Idee. Wer sich unsicher ist, nimmt lieber die Grissini-Matrize von Capo12 oder eine vergleichbare andere Matrize.

Die Schupfnudeln sind nicht ganz so dick, wie typisch handgemachte Schupfnudeln. Ich finde aber, dass sie ungefähr der Dicke von gekauften Schupfnudeln ähneln, weswegen sie auf jeden Fall, auch vom Mundgefühl her, eindeutig Schupfnudeln sind. Probiert es gerne mal! Ich liebe sie! Seitdem gibt es sie öfters! :)

Wichtig: Ihr braucht für dieses Rezept mehligkochende oder überwiegend festkochende Kartoffeln. Ihr könnt es mit festkochenden Kartoffeln probieren, wenn ihr sonst nichts anderes findet, aber getestet habe ich es noch nicht. Damit der Pastamaker den Teig verarbeiten kann, müssen die Kartoffeln so trocken, wie möglich sein. Eine Methode ist es sie zu kochen und dann mehrere Tage im Kühlschrank zu lagern. Eine andere Methode ist die Kartoffeln im Ofen zu backen, sodass sie gar sind, aber natürlich nicht kross.


In meinem letzten Kartoffelgnocchi-Rezept hatte ich die Kühlschrankvariante angewendet. Dieses Mal versuche ich die Ofenvariante. Ich muss sagen, dass sie für mich noch stressfreier ist, weil ich nicht ständig auf den Topf aufpassen muss und ich habe leider einen sehr kleinen Topf, wo nicht so viele Kartoffeln reinpassen. Einfach die Kartoffeln in den Ofen geben und solange backen, bis sie innen durch sind. Nach dem Backen und Abkühlen habe ich sie gepellt und in den Kühlschrank gestellt. Ich denke aber, dass man sie auch sofort verwenden könnte, da sie wirklich sehr schön trocken waren.

Anstatt sie mit der Gabel zu zerdrücken habe ich sie fein gerieben. Das bringt auf jeden Fall noch bessere Ergebnisse und der Teig wird sehr gleichmäßig fein.


Zutaten für 2 Portionen:
250g Kartoffeln
50g Weizenmehl 405
30g Kartoffelmehl oder Kartoffelstärke (ist dasselbe)
1/2 TL Salz
1 Eigelb

Etwas Mehl-Stärke-Mischung zum Mehlen und Justieren des Teiges.

Zubereitung:
Schritt1: Kartoffeln fein reiben und in die Maschine geben.
Schritt2: Mehl, Stärke und Salz hinzugeben.
Schritt3: Maschine anschalten und eine Weile kneten lassen.
Schritt4: Ein Ei trennen und das Eigelb direkt auf den Deckel in den vorhandenen Schlitz geben. Mit einer Gabel das Eigelb zerdrücken und durch die Schlitze tröpfeln lassen.
Schritt5: Wenn ungefähr 2 Minuten Knetzeit vergangen sind, schalte ich die Maschine aus und wieder an. Dann drücke ich auf den Sofortausgabeknopf und lasse die Nudeln ausgeben.
Schritt6: Die Nudeln etwas Kürzer, als zeigefingerlang abschneiden und auf dem Mehl-Stärke-Gemisch landen lassen. Jede Nudeln einzeln in die Hand nehmen, auf die handinnenfläche legen und mit der zweiten Hand hin- und herreiben, sodass die Ecken angespitzt werden. So mit allen Nudeln verfahren. Auf diese Weise macht ihr auch euren Teig stabiler und er zerfällt nicht gleich beim Kochen.
Schritt7: Kochendes Wasser salzen und die Schupfnudeln darin garen, bis sie aufsteigen. Noch ein paar Minuten ziehen lassen (zwischendurch einfach mal probieren). Danach abschütten und in ein kaltes Wasserbad geben oder mit kaltem Wasser abbrausen. Danach können sie in der Pfanne angebraten werden oder z.B. in einem Auflauf weiterverarbeitet werden.

Je länger die Maschine knetet, desto klebriger wird der Teig. Aus diesem Grund habe ich den Knetvorgang schon vorzeitig gestoppt. Alternativ könnte man die Kartoffeln auch mit dem Mehl, der Stärke und dem Ei mischen und dann in die Maschine nur zur Ausgabe geben. Allerdings wollte ich darauf verzichten, da ich die Schüsseln nicht zusätzlich abspülen wollte.

Ungefähr in der Mitter der Ausgabe wird der Teig etwas feuchter werden. Mit je einem Esslöffel Mehl und einem Esslöffel Stärke könnt ihr dem Abhilfe verschaffen. Einfach in die Knetkammer geben zu dem übrigen Teig. Gegebenenfalls vorher den Teigbatzen, von dem Knethaken und an den Seiten runterpulen, kleiner zupfen und dann das Mehl hinzugeben. Auf diese weiße separieren sich die Teigklumpen und können mit dem Knethaken wieder aufgenommen werden. Diesen Vorgang wiederholen, falls nötig. 


Je mehr Mehl man hinzufügt, desto fester wird die Konsistenz der Schupfnudeln und ähneln den gekauften immer mehr, was grundsätzlich auch nicht schlecht ist. Wenn man mit dem Mehl sparsam umgeht, bekommt man sehr zarte Schupfnudeln, die eher den handgemachten ähneln. Deswegen würde ich das Mehl immer schrittweise hinzufügen.

Wem das egal ist, kann die Mehl und Stärke-Menge am Anfang um jeweils 2 EL erhöhren. Je nachdem, wie feucht eure Kartoffeln sind, müsst ihr vielleicht nochmal nachjustieren, aber es geht dann etwas fixer.


Die Zugabe von Eigelb, anstatt einem ganzen Ei bewirkt, dass der Teig beim kochen nicht so fest wird und kürzer zum Garen braucht. Das wird in einigen Gnocchi-Rezepten ebenfalls empfohlen. In einigen schwäbischen Rezepten wird kein Kartoffelmehl, sondern nur Weizenmehl verwendet. Das geht auch. Allerdings muss man bedenken, dass in den handgemachten Schupfnudeln der Mehlanteil viel kleiner ist und der Teig trotzdem viel feuchter ist. Im Pastamaker muss der Teig aber trockener sein. Durch die Zugabe von Stärke kann man den Teig trockener machen, aber der Teig selbst wird nicht unnötig fester, sondern bleibt fluffig. Abgesehen davon gibt es auch handgemachte Schupfnudelrezepte mit Kartoffelmehl. :)


Ich habe die Schupfnudeln zuerst in Butter kross angebraten, dann aus der Pfanne genommen. Darin habe ich dann Zwiebeln, Apfelwürfel und Spitzkohl angebraten und dann die Schupfnudeln untergehoben, damit sie schön knusprig bleiben. Abgeschmeckt mit Kräutersalz, Muskat, Kümmel und Pfeffer. Außerdem habe ich noch ein paar Würfel Räucherkäse (sowas, wie Scamorza), anstatt Schinken, untergehoben. Ein Gedicht!

Der Klassiger ist natürlich das Anbraten mit Sauerkraut, dass hatte ich aber leider nicht im Haus gehabt. Sie schmecken auch gut in einer süßen Variante mit Zimt und Zucker und Apfelmus. Oder als Beilage zu einem Braten oder in einem leckeren Auflauf mit Käse überbacken! :D


Da ich dieses Rezept bis jetzt nur insgesamt zweimal gemacht habe, ist es noch nicht 100%ig perfekt und ihr müsst vielleicht etwas mit dem Mehl nachjustieren. Die Mengenangaben sind aber ein guter Start, finde ich. Das Nachträgliche hinzufügen von Mehl ist hier ja kein Problem. Ich hoffe, dass ihr ebenfalls gute Ergebnisse bekommt! Gebt mir gerne Bescheid! :D

Falls ihr keine Nudelmaschine habt, könnt ihr Schupfnudeln auch total einfach mit der Hand machen! Da gibt es ja einige Rezepte im Netz. Sie schmecken wirklich mega lecker und der Aufwand lohnt sich, meiner Meinung nach!

Esst ihr auch so gerne Schupfnudeln, wie ich? Was sagen die Schwaben dazu? Schupfnudeln aus dem Pastamaker ja oder nein? ;D



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