Review: Sushi Nagoya in Nürnberg Restaurant-Kritik

Das Sushi Nagoya in Nürnberg ist von außen recht unscheinbar. Ich besuchte das Lokal vor mehr als 2 Monaten. Es war innen kaum asiatisch dekoriert, aber sauber und hell. Nur an den Wänden hingen japanische Bilder und am Tisch stand eine Vase mit Glücksbambus. Aus dem Lautsprecher vernahm man jedoch chinesische Instrumental-Musik. Jeder Tisch war bestückt mit Einwegstäbchen und Schälchen mit Sojasauce.

Die Bedienung kam schnell und verteilte neben einer farbig bedruckten, laminierten Karte nochmal für jeden einen schwarzweiß kopierten Zettel mit dem ganzen Menü. Man bekam einen Bleistift und konnte somit immer ankreuzen was man bestellen wollte. Am Ende wurden die Zettel ohne viel Wortwechsel eingesammelt.


Es waren außer uns noch 2 weitere Gruppen im Restaurant, also recht leer für einen Samstag. Eine Familie und ein Pärchen. Das Restaurant bietet eine größere Anzahl an verschiedenen Sushiarten. Verschiedene Vorspeisen, Beilagen und Nachspeisen. Neben Sushi gab es auch Salate, Tempura, Teigtaschen und japanische Nudelsuppen (Udon, Soba). Die Speisekarte kann man hier online angesehen. Auf dem ersten Blick klingt sie gar nicht so schlecht.

Wir bestellten Tempura Udon, als Vorspeise Agedashi Tofu. Außerdem gebackene Teigtaschen (eigentlich wohl Gyoza) und verschiedene Sushiarten (mit Lachs, Thunfisch, Ei und knuspriger Lachshaut) Getrunken haben wir nichts.
Was uns gleich bei der Speisekarte auffiel ist, dass die Preise auf der Webseite nicht aktualisiert wurden. Sie waren in Wirklichkeit viel teurer. Z.B. fiel mir auf, dass die Tempuraudon auf der Webseite 7,80EUR kosten. Im Restaurant aber 9,80EUR. Das ist schon ein großer Unterschied.

Es gab auch keine Verlosungsaktion, wie auf der Webseite beschrieben. Da hätte man ein Los ziehen dürfen und wenn man eine Nummer zieht, die in der Speisekarte existiert, bekam man diese gratis.

Kurz nach der Bestellung kam auch schon das erste Essen. Ein kleiner Apetizer gratis vorweg, um die Wartezeit angenehmer zu machen. Er bestand aus Mungobohnensprossen gewürzt mit Sesamöl, gerösteten Sesamkörnern, Salz und kaum (wenn überhaupt) Essig. Er hat ganz okay geschmeckt, war aber nicht wirklich was besonderes und nicht ganz so gut gewürzt, da eindeutig Säure gefehlt hat.


Danach kam eigentlich relativ schnell die bestellte Vorspeise. Nicht wirklich stilecht sind die Teigtaschen. Aber laut der Meinung meiner Begleitung haben sie gut geschmeckt (da ist Fleisch drin, deswegen hab ich es nicht probiert). Das Agedashi Tofu konnte man essen, aber es hat mich relativ enttäuscht. Die Seidentofu-Würfel waren realtiv flach, sodass sie nicht ganz so appetitlich ausgesehen haben. Sie waren auch nicht knusprig und eher lauwarm. Man kann an dem Foto sehen, dass selbst an den Frühlingszwiebeln gespart wurde... Eigentlich unverständlich...

Kurz nach der Nachspeise kamen dann auch schon die Hauptgerichte. Das Tempura sah ganz okay aus. Die Udon-Suppe etwas eigenartig, weil ich es nicht gewohnt bin dort drin Zucchini und Champigons zu finden ^^° Bestreut wurde das ganze mit Bonitoflocken, die auch schön "getanzt" haben. Ich hätte es allerdings besser gefunden, wenn sie die Bonitoflocken auf dem Agedashi-Tofu serviert hätten...

Ich habe relativ schnell bemerkt, dass das fertig abgepackte Udonnudeln sind - Ich vermute auf die selbe Packung, die ich zuvor bereits im Hong Kong Asia-Store gesehen haben (mehr zu dem Asialaden später). Aber okay, was soll man schon erwarten. Wenn es in der Stadt nichts anderes gibt... Wenigstens haben sie nicht die trockenen Nudeln genommen. Dafür war die Portion wirklich sehr groß und man bekam Shichimi Togarashi dazu gereicht.

Das Tempura war relativ knusprig und beinhaltete 1 Shrimp, Karotten, Paprika, Süßkartoffel, Zucchini, Petersilie, Zwiebeln und Babymaiskolben (so wie diese geschmeckt haben, anscheinend aus dem Glas). Es war okay, aber auch nicht herausragend.

Der Sushireis war viel zu trocken und klebte im Mund und beim Kauen. Das war schrecklich! Die Lachshaut war richtig schön knusprig und hat mir am Besten geschmeckt. Ansonsten waren die Füllungen relativ geschmackslos. Wenn man noch Sojasauce dazu isst, schmeckte alles irgendwie gleich. Also haben wir das meiste ohne Sojasauce gegessen, was aber wiederrum blöd war, weil der Reis so trocken war. Ein Teufelskreis ^^°


Es war von Anfang an eine blöde Idee Bleistifte zum Ankreuzen der Speisekarte zu verteilen, weil man das nicht so gut sehen konnte. Rotstift wäre doch viel besser gewesen. So wurde mein Desert (Matcha-Eis) übersehen, welches in der untersen rechten Ecke versteckt war. Wir saßen dort und warteten, aber niemand kam. Aus Langeweile formten wir aus dem warmen Wachs des ausgegangenen Teelichts kleine Onigiri, Frühlingsrollen und Frühlingsecken (höchstens 5mm groß). Das "Nori" für das Onigiri ist der kleine, abgebrochene Docht der Kerze ^^°

Die Bedienung ging mehrmals vorbei und lächelte, sagte aber kein Wort. Irgendwann sprach ich sie auf das Eis an. Sie eilte darauf hin sofort in die Küche, um sich den Zettel nochmals genauer anzusehen. Nach einiger Zeit bekamen wir endlich unser Eis. Es war eigentlich ähnlich, wie im Ogawa. Es schmeckte süßer, aber nach weniger Tee wie das in Düsseldorf. Eigentlich ganz lecker, aber noch einen Tick mehr Matcha wäre auch nicht schlecht gewesen :)

Fazit:
Nicht wirklich empfehlenswert. Mir war klar, dass das keine Japaner führen. Allerdings habe ich weitaus besser japanisch gegessen, auch ohne echte Japaner in der Küche. Und ich muss zugeben, dass ich die Udon-Suppe besser hingekriegt hätte ;-)

Sowohl Agedashi Tofu als auch die Gyoza waren nur dem "Original" angelehnt. Udon-Suppe war nicht herausragend, dafür war das Tempura noch okay und die Portion groß. Die Preise waren dafür ziemlich hoch. Das Sushi konnte man nicht wirklich essen, da ziemlich vertrocknet. Ich würde dort nicht wegen Sushi oder allgemein Japanischem Essen hingehen.
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