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Restaurant: Momo Ramen, Hamburg


Gestern war ich mit ein paar Studienkolleginnen zum Ramen-Essen verabredet! Ausgesucht haben wir uns das Momo-Ramen, welches erst vor kurzem eröffnet hatte. Das Restaurant liegt im Stadtteil Eimsbüttel in der Margaretenstraße 58, 20357 Hamburg. Das ist nur 10 Minuten von der S-Bahnstation Sternschanze entfernt.

Von Außen ist das Restaurant sehr unscheinbar. Es gibt kein Namensschild. Lediglich eine einzelne rote Laterne zeigt an, dass es hier asiatisches Essen gibt. Das Gebäude ist anscheinend ein kleiner umgebauter Laden im Altbaustil. Es ist eng und für ein Restaurant sehr ungünstig geschnitten. Es gibt so wenig Platz, dass wartende Gäste draußen auf der Straße stehen müssen. Man darf erst rein, wenn man vom Personal hereingeholt wird.

Wir hatten uns um 18 Uhr verabredet. Als ich 5 Minuten vor 18 Uhr dort ankam, stand bereits eine riesige Menschenmenge vor dem Restaurant. Das kannte ich bis jetzt nur vom Japantag in Düsseldorf. Wenige Minuten später kam jemand von der Restaurant-Crew und bat die Wartenden immer Grüppchenweise hinein. Die Leute werden direkt zu einem Tisch geführt und bekamen dann die Speisekarte.


Es gab verschiedene Vorspeisen, wie z.B. Kimchi, Gyoza und Edamame. Die Gyoza waren selbstgemacht und haben anscheinend sehr gut geschmeckt (leider gab es keine vegetarische Option).

Ich entschied mich für die Miso Soy Ramen (12€). Das ist im Prinzip Sojamilch-Ramen mit Misopaste verfeinert. Ich hatte bis jetzt Sojamilch-Ramen nur selbstgekocht gegessen und noch nie im Restaurant probiert. Deshalb wollte ich das unbedingt mal probieren. Als Extra gönnte ich mir außerdem noch Mayu (1€). Das ist ein schwarzes Öl aus schwarzgeröstetem Knoblauch. Der herbe Geschmack passt sehr gut zu süßlichen Brühen und hebt nochmal den Geschmack der Ramensuppe. Mayu hatte ich bis jetzt auch noch in keinem Restaurant als Option gesehen.

Das Sojamilch-Ramen bestellte ich mit Ei. Ansonsten wäre das Gericht sogar vegan. Es gäbe außerdem auch noch ein veganes Tantan-Men. Das würde ich gerne das nächste mal ausprobieren! :) Ich habe extra nachgefragt und erfuhr, dass die Nudeln von Haus aus alle ohne Ei sind. Bis jetzt kannte ich Ramennudeln nur mit Ei.


Außerdem seht ihr hier einmal Spicy Miso Ramen mit Hühnchen (12€) und Tonkotsu-Ramen mit Chashu (13€).

Kommen wir zum Geschmack: Die Nudeln hatten eine sehr gute Konsistenz und der Geschmack war auch sehr gut, obwohl sie kein Ei enthielten. Ich war sehr positiv überrascht! Die Portion war auch wirklich ordentlich! Man hat also sehr lange Freude an den Nudeln und sie wurden auch nicht so schnell weich.

Die Sojamilchbrühe hatte vor allem eine starke Sesamnote und war sehr reichhaltig und dick. Leider habe ich die Misopaste nicht wirklich herausgeschmeckt. Die Brühe selbst war im Gesamten leider nicht so raffiniert, da man keine weiteren Geschmacksnuancen (wie z.B. Ingwer oder Shiitake oder eben Miso) herausschmeckte. Es hatte auch keine süßliche Sojamilch-Note. Das Mayu, welches ich mir ja als Extra bestellt hatte, war herb und in der Kombination sehr interessant. Allerdings war die Sojamilchbrühe eben nicht so süßlich, wie ich dachte, deswegen ergab es nicht diese interessante Geschmackskombination von süß und herb, was man ja mit der Zugabe von Mayu erzielen will.

Das Ei war dagegen perfekt gekocht und sehr lecker. Es war auch vorher in der typischen Sojasoßen-Mischung eingelegt. So wie es sein soll!

Die Standardtoppings bei meiner Portion bestanden aus Mais, Tomate und Avocado, Frühlingszwiebeln und Menma (getrocknete, marinierte Sojasprossen). Bis auf Tomate und Avocado waren die Toppings sehr klassisch. Die Tomate fand ich ein wenig fehl am Platz, aber seis drum. Sie hat optisch einen schönen Farbtupfer gebracht und geschmeckt hat es auch.

Ich durfte auch die Brühen der andern probieren. Die Spicy Miso Ramen war schön würzig, aber nicht zu scharf und man hat auch das Miso herausgeschmeckt. Die Tonkotsu-Ramen war sehr sämig und hat eine starke Schweinefleischnote. Die Brühe war sehr kräftig und aromatisch. Echt gut!

Außerdem habe ich noch die normalen Misoramen probiert. Da war die Brühe ebenfalls sehr hell und die Misonote eher dezent, aber insgesamt auch lecker.

Was mir allerdings erst gegen Ende aufgefallen ist: Die Brühen sind insgesamt sehr salzig gewürzt. Weshalb man mit den ersten Löffeln geschmacklich richtig geflasht ist, weil da so viel Power in nur einem Löffel drinsteckt. Je länger man isst, desto mehr merkt man (bzw. merkte ich) allerdings das Salz, was leider nicht so ideal ist. Ich habe mich am Ende nochmal durch alle Brühen probiert und fand sie im Nachhinein alle viel zu stark gesalzen. Das war etwas schade und ist mir sonst in keinem anderen Ramen-Restaurant passiert. Eventuell sind die Brühen auch auf den deutschen Gaumen angepasst worden, man mag es ja oft gerne salziger, als Asiaten. Hätte man die Brühen einen Ticken mehr "verdünnt" wäre es wirklich perfekt gewesen finde ich. Insgesamt war man wirklich bemüht authentisch zu kochen und das finde ich auf jeden Fall schonmal sehr positiv! :)


Fazit: Bei Momo Ramen findet man authentische Ramen, die echt lecker sind. Alle Gerichte sind an japanische Klassiker angelehnt und kein Fusion-Food. Die Brühen sind sehr aufwendig erstellt und anhand der typischen Extras wie Mayu merkt man, dass man sich wirklich mit Ramen auskennt. Die Portionen sind wirklich sehr üppig und leider gegen Ende einen Tick zu salzig, ansonsten wirklich sehr gut. Sehr gut finde ich auch, dass die Nudeln von Haus aus ohne Ei sind, aber trotzdem wirklich toll schmecken. Daumen hoch, dass es sogar zwei vegane Ramen-Optionen gibt!

Von den Preisen her ist das Restaurant anscheinend, was Hamburger Ramen-Verhältnisse angeht, im normalen Mittelfeld. Es ist aber in der Tat bis jetzt das teuerste Ramen-Restaurant, was ich besucht habe. Verglichen z.B. mit dem Takumi in München, wo die günstigste Portion 9,80€ und die teuerste 12,80€. Allerdings ist die Nudelportion hier auch bis jetzt die größte, die ich bis jetzt gegessen hab.

Der hauseigene Eistee basiert auf Jasmintee und hat eine säuerliche Note. Der Tee ist sehr erfrischend, da er nicht zu süß ist und leicht herb. Ich fand ihn sehr angenehm. Die Bedienung war, trotz des vollen Restaurants, sehr ruhig und zuvorkommend. Allerdings hat es schon etwas gedauert, bis man endlich etwas zu essen bekommt. Deswegen kann ich es niemandem empfehlen, der es eilig hat. Was ich etwas schade finde sind die Räumlichkeiten. Die Räume sind sehr ungünstig geschnitten und etwas eng. Auch, dass die Leute draußen warten müssen, finde ich etwas ungünstig. Reservieren ist ein Muss! Die Lichtverhältnisse waren leider auch nicht perfekt, wenn man ein gutes Foto machen will. Insgesamt war alles in einem viel zu gelben, dumpfen Licht getaucht, was die Schönheit der Nudelsuppe leider auch unter einem gelben Filter verschwinden lies und das finde ich immer sehr schade.

Momo Ramen ist das erste Ramen-Restaurant in Hamburg, was ich besucht habe. Die anderen werde ich mit der Zeit natürlich auch noch ausprobieren und berichten! :)

Update: Mittlerweile habe ich auch noch das Lesser Panda besucht! :D
Update2: Das Momo hat die Nudeln geändert. Hier mein Bericht dazu! :)


War jemand von euch schon dort? Wie ist euer Eindruck? Und wie findet ihr allgemein Ramen in Hamburg?



Hinokuni Kumamoto - Instant Tonkotsu Ramen / Nudelsuppe

Aus dem selben Asialaden, wo ich das Natto her hatte habe ich mir eine Packung Instant Tonkotsu Ramen gekauft. Tonkotsu Ramen ist eine Nudelsuppe mit einer Brühe auf Basis von Schweineknochen. Typisch für diese Ramen ist die weißlich trübe Brühe. Es ist oftmals sehr aufwendig diese Art von Ramen herzustellen.

Gute Rezepte findet ihr hier:
Tonkotsu ramen: no recipes
Tonkotsu ramen: shizuoka gourmet
Tonkotsu ramen: nekobento

Dieses Instant-Ramen war anders, als die üblichen Sorten in den quadratischen Packungen. Sie war genauso lang wie die typischen Nudel-Packungen. Dadurch sahen sie hochwertiger aus mit 2,50EUR kosten sie auch mehr, als normale Instant-Ramen. Eine Packung beinhaltet 2 Portionen.

Als ich die Packung aufmachte war ich hocherfreut. Sie beinhaltet ein großes Bündel trockener Nudeln, die viel feiner waren, als die von Hakubaku. Hier hatte ich ja schonmal darüber berichtet, dass diese mir zu grob waren. Gegebenenfalls konnte man diese Nudeln also auch für andere Ramen verwenden. Außerdem gab es extra 2 Soßenpäckchen für jede Portion.

Die Zubereitung ist sehr einfach. Ich kann zwar kein Japanisch, aber gott sei dank kann ich Zahlen lesen und Bilder verstehen *ggg* Wenn man nur eine Portion kocht braucht man 550ml Wasser. Ansonsten 1100ml Wasser.

Einfach die gewünschte Menge Wasser in einem Topf erhitzen und kochen lassen. Nudeln hinzufügen und so lange kochen, bis sie bissfest sind. Danach schnell die Gewürzsoße hinzu geben und noch ein Weilchen köcheln lassen. Nicht zulange, damit sie nicht weich werden. Sofort mit frischen Beilagen heiß servieren!

Ich war erstaunt wie gut die Brühe für ein Fertigprodukt aussah. Weißlich und trüb wie typisches Tonkotsu-Brühe. Die Nudelportion war auch sehr groß. Sie reicht locker für 2 Portionen mit 2 großen Nudelschüsseln.

Und hier seht ihr das Ergebnis mit meinen Beilagen - Frühlingszwiebeln, Narutomaki und ein halbgekochtes Ei. Das Ei war leider noch viel zu weich und ist irgendwie in der Mitte auseinander gebrochen, als ich es pellen wollte. Der obere Teil hatte sich komplett vom Dotter gelöst *hust* Deswegen sieht es hier so eigenartig aus ^^°


Fazit: Die Nudeln sind wirklich super. Von der Konsistenz her etwas besser als die von Hakubaku finde ich. Die Portionen sind wirklich groß. Wir haben sie beide mit Müh und Not geschafft. Die Brühe selbst sah optisch gut aus, war aber nicht so tiefgründig wie eine frische Brühe. Ihr fehlte ein gewisses Etwas. Aber man konnte sie auf jeden Fall ganz gut essen. Gegebenenfalls kann man sie mit frischen Zutaten noch aufwerten.

Für 2,50EUR ist der Preis wirklich in Ordnung. Was mir sehr gut gefällt sind die getrockneten Nudeln, die nicht wie bei den normalen Instantramen gewürzt und frittiert wurden. So kann man sie auch für andere Gerichte verwenden.

Mit frischen Beilagen, wie Sprossen, Narutomaki, Ei, Fleisch oder anderes Gemüse ist es eine gute Alternative zu Fertigpizza oder anderen Fertig-Gerichten.

Für alle Instant-Ramen-Fans habe ich noch einen interessanten Youtube-Channel von tontantin entdeckt. Dieser Mann hat wirklich über Jahre hinweg hunderte von Instant-Ramen-Sorten getestet und berichtet sehr genau darüber. Ich finde es faszinierend und bizarr zugleich. Erstens natürlich bin ich überrascht wieviele Sorten dieser Mann bereits probiert hat und wie viele Sorten noch existieren. Komisch finde ich, wie er sich die ganze Zeit davon ernähren kann. Irgendwann müssten sie ihm doch bis zum Halse stehen... Man kann nicht wirklich behaupten, dass es auf die Dauer gesund sein kann (Geschmacksverstärker und co sind unvermeidbar)

Es sind zwar nicht nur normale Ramen, sondern auch Instant-Yakisoba, Instant-Udon, Instant-Reisbrei - es gibt sogar Instant Spaghetti Napolitan (eine japanische Version von typischer Spaghetti-Nudeln) und noch viel mehr. Er probiert nicht nur japanische Sorten, sondern auch thailändische, koreanische, vietnamesische, chinesische und und und.

In den älteren Videos hat er nur japanisch gesprochen und geschrieben. In den neuen Videos gibt es eine kleine englische Übersetzung und er vergibt Punkte anhand von Sternen. Es gibt selten Sorten, die bis zu 5 Sternen bekommen.

Von meiner Packung Hinokuni Kumamoto- Tonkotsu Ramen habe ich erstaunlicherweise auch ein Video gefunden. Leider aus einer Zeit ohne englische Übersetzung, deswegen weiß ich nicht wie er diese Art von Ramen findet. Kann mir das jemand sagen, wie seine Bewertung ist?

Die typischen Instant-Ramen wurden, soviel ich weiß, von Japanern erfunden. Sie sind aber mittlerweile in ganz Asien beliebt und werden überall hergestellt. Die Qualität kann sehr unterschiedlich sein - vor allem die Konsistenz der Nudeln sind sehr wichtig. Mehr darüber gibt's beim nächsten Mal :)

Ramen-Suppen-Set, Lesser Panda Hamburg, Messehallen


[WERBUNG, Produkt wurde mir kostenlos zur Verfügung gestellt.]

Wusstet ihr, dass der Lesser Panda Ramen in Hamburg auch Ramen-Sets nach hause verschickt? Am Anfang war es nur innerhalb Hamburgs, aber jetzt kann man sich das Paket deutschlandweit schicken lassen! Ich habe ja schon hier (da war es noch ein Pop-Up-Restaurant) von diesem Ramen-Restaurant berichtet und auch in meinem Instagram-Account habe ich schon mehrmals davon berichtet, da ich immer wieder mal mit Freunden dort esse.

Es gibt drei Grundbrühen. Hatcho Miso Ramen, Umami Shio Shoyu Ramen und Vegane Shiitake Dashi Ramen. Die vegane Ramen kann man auch mit Ei bestellen, dann sind sie vegetarisch.

Außerdem kann man noch viele weitere Dinge mitbestellen, wie z.b. das Grilled Cheese Sandwich, extra Kimchi oder als Dessert einen hausgemachten Schokoladen-Walnuss-Himbeer-Keks.

Desweiteren kann man auch einzelne Ramen-Zutaten kaufen, um zuhause eigene Ramen zu kochen. Wie z.B. Ramen-Nudelmehl-Mischung, Kansui (in Pulverform), Zutaten für Dashi, wie Kombu, Niboshi (getrocknete Sardinen) oder Bonito-Flocken. Man kann auch fertige, ungekochte Ramennudel-Sets kaufen. Also die Auswahl ist wirklich bunt und man kann sich individuell ein Paket zusammenstellen lassen.

Was ich auch cool finde ist das Umami-Salz (vorsicht, nicht vegan!) und Togarashi-Salz.

Ich habe eine Box mit veganer Brühe und zusätzlich zwei gekochten Ramen-Eiern bekommen. Deswegen ist meine Suppe vegetarisch, aber wie gesagt ohne Ei ist es vegan! :)


Die Box kam sofort am nächsten Tag an. So gegen 13 / 14 Uhr. D.h. man sollte schon an dem Tag da sein, wenn das Paket kommt. Die Brühe ist anscheinend vorher gefroren gewesen und dient parallel als Kühlakku (das steht auf der Verpackung). Als sie bei mir ankam (ich bin erst abends dazugekommen die Box zu öffnen), war die Brühe bereits aufgetaut, aber alles war noch schön kühl. Die Idee find ich ziemlich gut! Man hat schon versucht die Verpackung zu minimieren, aber natürlich gibt es trotzdem einige Dinge, die in Kunststoff verpackt wurden. Vieles ist aber auch aus Glas und ist wieder verwendbar.


Mit dabei ist ein hübsch illustrierter Flyer, der die genaue Zubereitung der Nudeln beschreibt und Sticker von der Illustratorin Lisa Rammensee. Sie ist sozusagen die Haus-Illustratorin vom Lesser Panda Ramen (und studiert mit mir Illustration)! Check her out! :)


Ich hab folgendes gemacht (weicht etwas von der Beschreibung im Flyer ab):
Schritt1:
Die frischen Zutaten, wie Radieschen und Frühlingszwiebeln fein schneiden oder reiben. Das Ei von der Marinade befreien (hab meine Marinade aufgefangen und werde damit Tofu oder so marinieren) und halbieren.
Schritt2: Den Topf für die Brühe vorbereiten. Brühe hineingießen und auf niedriger Stufe erhitzen lassen. Ich habe die Packung noch mit etwas Wasser ausgespült und dieses Wasser ebenfalls zu der Brühe gegeben. Man sollte ja nichts verschwenden und somit hat man etwas mehr Spielraum, wenn die Brühe aufkocht und schon quasi dabei ist zu verdampfen, dass man am Ende trotzdem eine nicht zu salzige, weil zu reduzierte Brühe bekommt
Schritt3: Dann habe ich Nudelwasser aufgesetzt und parallel noch mit dem Wasserkocher heißes Wasser gekocht. Damit habe ich meine Nudelschüsseln vorgewärmt. Ihr könnt die Schüsseln auch in den Backofen geben und erwärmen.
Schritt4: Jetzt könnt ihr die Toppings ebenfalls kurz erwärmen (in meinem Fall die Pilz-Einlage). Ich hab einfach die beiden Päckchen mit in das heiße Wasser in die Schüssel gelegt. Dasselbe könnte man auch mit dem Chashu machen. Oder man erwärmt es kurz in der Pfanne.
Schritt5: Die Brühe sollte mittlerweile heiß sein. Ich habe sie noch mit dem Pürierstab aufgeschäumt, dann Deckel drauf und schön warm halten.
Schritt6: Nun das heiße Wasser aus den Schüsseln wegschütten. Kimchi hineingeben.


Schritt7: Die Nudeln sollte man als letztes kochen. Vor dem Kochen die Nudeln versuchen zu separieren. Das war nicht so einfach, aber funktioniert, wenn man es vorsichtig macht und die Nudeln auch etwas auf den Tisch schlägt. Im Wasser lösen sie sich aber auch relativ gut. Also man muss sie nicht perfekt separieren. Der Topf sollte so groß, wie möglich sein und das Wasser wirklich siedend heiß. Die Nudeln in das Wasser geben und gründlich umrühren, damit sie sich gut im Wasser lösen. kocht sie etwas kürzer, als al dente. Kein Salz hinzugeben!
Schritt8: Jetzt die heiße Brühe (wenn nötig nochmal kurz davor hochschalten) zu den Kimchi in die Schüssel geben. Die Nudeln in ein Sieb schütten. Gut mit Schwung abschütteln. NICHT mit kaltem Wasser ausspülen, wie es eigentlich bei Udon oder Soba gemacht wird. Die Nudeln dann sofort zu der Brühe in die Schüssel geben, verrühren und schön in der Schüssel anrichten. Dann kommen sofort alle Toppings drauf und am Ende die Aroma-Öle. FERTIG!

Das Timing ist sehr wichtig und ist nicht so einfach. Aber mit etwas Übung bekommt man das schon hin! :)

Mir ist übrigens aufgefallen, dass wenn man die Brühe mit einem flachen, großen Löffel (wie diesen Ramenlöffeln aus Bambus) schlürft, sich der Geschmack im Mund nochmal mindestens verdoppelt. Schlürfen der Brühe ist also ausdrücklich empfohlen! ^_^


Fazit:
Die Ramen-Sets vom Lesser Panda Ramen funktionieren und sind gut durchdacht. Man merkt, dass viel herumgetüftelt wurde und vieles für den Herd in der heimischen Küche optimiert wurde. Z.B. ist die Menge der Brühe eigentlich für Ramen zu wenig. Die Nudeln müssen eigentlich in der Suppe richtig schwimmen und komplett davon bedeckt werden. Das gelang mir nur bei der ersten Schüssel. Bei der zweiten Schüssel hat etwas Brühe gefehlt.

 Ich nehme an, dass man hier bedacht hat, dass nicht jeder schön große Ramenschüsseln zuhause hat, sondern viele höchstwahrscheinlich auf ihre Müslischalen zurückgreifen müssen. Für diese ist die Menge optimal. Außerdem ist es oft üblich, dass man nicht unbedingt die komplette Brühe austrinkt, das wäre hier aber reine Verschwendung, wenn man weiß was für gute Zutaten in der Brühe enthalten sind. Alles Bio und nach dem Prinzip "from farm to table".

Obwohl die Menge der Nudeln anfangs mir etwas wenig erschien, entpuppte sich alles als genau richtig und sehr sättigend. Die reichhaltige Brühe, die ganzen Toppings und die Aromaöle haben wirklich richtig gut satt gemacht. Bei den Ölen mag ich das Nori-Sansho-Pfeffer-Öl am liebsten. Das Chiliöl war aromatisch, aber leider kaum scharf. Ich bin mir nicht sicher, ob das ein anderes Öl ist? Da ich im Restaurant ein schärferes gegessen habe.

Der Preis von 37,90€ ist nicht günstig, jedoch muss man eben den ganzen Aufwand des Abfüllens und Verpackens mit einrechnen. Hinzu kommen noch Versandkosten, die nur 4,90€ kosten und eine EXPRESS-Lieferung ist. Das Lesser Panda Ramen Set ist also für alle Fans, die das Restaurant während der Covid19-Pandemie weiterhin unterstützen wollen und für Leute, die in anderen Städten in Deutschland wohnen und die Ramen von dem Restaurant auch mal probieren wollen. Dafür lohnt es sich auf jeden Fall schon! Ich finde das ist auch ein ziemlich cooles Geburtstags-Geschenk, was man sich zu der beschenkten Person hinschicken lassen kann.

Mittlerweile kann auch wieder im Restaurant essen und das ist das, was meine Empfehlung wäre. Wenn man im Restaurant isst, gibt es noch viel mehr Auswahl an Ramen-Gerichten und Vorspeisen. Dort kostet jede Suppe ungefähr 15€. Außerdem gibt es eine riesige, super leckere Getränkekarte mit hausgemachten Limonaden, Cola und Cocktails.

Auch die Zubereitung der Ramennudelsuppen im Restaurant ist weitaus professioneller und ihr erhaltet wirklich eine perfekt getimte heiße Suppe mit ausreichend Brühe und bissfesten Nudeln. Das schmeckt auf jeden Fall nochmal einen Tick besser, als wenn man es ungeübt zuhause kocht.

Hier nochmal mein Bericht von meinem letzten Lesser-Panda-Ramen-Besuch und hier habe ich auf Instagram von der, damals neuen, Shio-Ramensuppe geschrieben.

Habt ihr schonmal das Ramen-Set probiert oder könntet euch vorstellen das mal auszuprobieren? Schreibt mir gerne eure Meinung! :D


Umaii Ramenbar 2015, Leipzig


Als wir das letzte Mal in Leipzig auf der Buchmesse waren, statteten wir 2012 dem Ramenrestaurant Umaii einen Besuch. Dieses Mal wollte ich eigentlich mal was Neues ausprobieren, allerdings entpuppte es sich als schwieriger gedacht. Ich bekam einen Tipp und zwar bietet das Japan Haus in Leipzig wohl jeden Samstag Japanische VoKü (sozusagen Volxküche). Das klang wirklich sehr interessant, allerdings waren wir eine ziemlich große Gruppe und ich hatte Angst, dass wir nicht alle satt bekommen, weil nicht alle japanische Küche gewohnt sind. In einem größeren Restaurant, kann man wohl eher jeden Geschmack bedienen.

Seit unserem letzten Besuch haben sich doch ein paar Kleinigkeiten geändert. Es gibt keine Monsterramen mehr und die Speisekarte wurde überarbeitet. Hier seht ihr die aktuelle Frühlingskarte. Zusätzlich zu dieser Saisonkarte gibt es auch noch eine feste Speisekarte.


Da ich so viel wie möglich ausprobieren wollte, entschied ich mich für eine kleine Ramenportion, ein Onigiri (2,90€) und ein Dessert. Ich wählte die Sorte Lachs-Kürbis. Sie kam in dieser praktischen Onigirifolie mit eigenem Logo! Leider war der Reis des Onigri (wie bei Sushi mit Essig gewürzt). Onigiri werden normalerweise nur gesalzen, nicht mit Essig versetzt. Es schmeckte deswegen sehr säuerlich und verdeckte den kompletten Kürbisgeschmack. Den Lachs schmeckte man leicht heraus.

Jemand anderes aus unserer Gruppe bestellte sich Yakitori (Hähnchenspieß) und ist vom Geschmack des Fleisches sowie der Würzsoße begeistert! 3 Spieße kosten 4,60€.


Dann kamen auch schon unsere Ramenbestellungen. Ich bestellte, nach Empfehlung meiner Schwester, KokosRamen mit Ingwerknödeln in mittel für 7,10€. Die anderen bestellten Shoyu-Ramen mit Tamago in mittel (6,80€), Teriyaki-Ramen mit Hähnchen von der Specialkarte in groß (10,50€) und Wasabi-Ramen mit Ricottaknödeln von der Specialkarte in groß (8,90€).

Was ich sehr seltsam finde:
Alle Gerichte heissen Ramen, aber wenn man die Beschreibung liest so sieht man erst, dass dort unterschiedliche Nudeln benutzt werden. Das Kokos-Ramen besteht aus Udonnudeln, das Shoyu-Ramen und das Wasabi-Ramen hat Sobanudeln und nur das Teriyaki-Ramen hat richtige Ramennudeln. Ich finde das geht gar nicht. Warum kann man die Nudelsuppe nicht nach dem benennen, was drin ist?

Denn z.B. das "Shoyu-Ramen" hat überhaupt keine typische Shoyu-Ramen-Brühe, sondern ein normale Soba-Nudelsuppenbrühe auf Dashi-Basis. Wieso nennt man das Ganze dann Ramen? Hätte man das Gericht Soba-Nudelsuppe mit Tamago genannt wäre das alles kein Problem gewesen. So war derjenige von uns, der die Suppe bestellt hatte, ziemlich enttäuscht. Er hat Ramennudeln erwartet und mag eigentlich Sobanudeln gar nicht so gern.


Ansich ist die Tamago-Suppe nicht schlecht, auch wenn die Brühe leider überhaupt nicht viel Tiefe besaß. Das Selbe bei den Wasabi-Ramen. Leider mit Sobanudeln und die Brühe hat sehr wässrig geschmeckt, sodass wir mit Sojasoße nachwürzen mussten. Das Besondere hier waren die Ricotta-Knödel. Das waren wirklich Knödel (wahrscheinlich angebratene Semmelknödelscheiben mit Ricotta). Die Idee finde ich eigentlich sehr kreativ und originell. Man wollte hier eine vegetarische Alternative zu den Chashu schaffen und nicht einfach nur Tofu als Topping verwenden. Die Ingwerknödel bei dem Kokos-Ramen waren ähnlich, nur mit Ingwergeschmack. Authentisch ist hier zwar was anderes, aber ich finde es trotzdem gut, weil man sich extra für Vegetarier so viel Mühe gemacht hat. Die Knödel haben ganz lecker geschmeckt! ^^

Die Teriyaki-Ramen haben sehr gut geschmeckt, auch wenn die Brühe nach meinem Geschmack etwas zu süß war.

Aus unserer Gruppe bestellte jemand auch noch eine Portion Tonkatsu mit Reis für 13,40€. Ich war überrascht, weil man gleich 2 Schnitzel bekam. Find ich gut! Zusätzlich dazu gabs etwas Kimchi und einen Dip (wahrscheinlich Tonkatsusoße).


Zum Probieren für alle gabs auch nochmal ein Okonomiyaki mit Lachs (13,50€). Das Okonomiyaki hatte eine passable Größe. Ich war nur etwas enttäuscht, da jetzt Okonomiyaki nach Kansai-Art serviert wurde. Bei meinem letzten Besuch bekam man noch Okonomiyaki nach Hiroshima-Art und ich konnte mich dort reinlegen. War ihnen wohl auf die Dauer zu aufwendig.

Was ich an dem Okonomiyaki allerdings vermisste waren Zutaten, die ein Okonomiyaki erst richtig zu einem Okonomiyaki machten: Die Okonomiyakisoße, roter Ingwer (Beni Shoga) und Agedama, also Tempuraflocken (habe ich zumindest nicht rausgeschmeckt).

Das Dessert war dagegen wirklich ein Traum. Veganes Kaffeegelee mit gezuckerter Sojakondensmilch für 3,90€! Ich liebe Jelly aller Art und konnte mindestens noch 5 weitere Gläschen verdrücken! *__*


Fazit: Das Umaii ist kulinarisch gesehen ganz in Ordnung und viele Leute finden die kreativen Specials (an Weihnachten gabs ein Weihnachtsramen mit Blaukraut, Knödel und Ente als Topping) gut und sehr lecker. Die Leute in meiner Gruppe fanden alles echt gut und es war ihnen eigentlich ziemlich egal, dass es sehr unauthentisch war. Hauptsache es schmeckt meinten sie.
Ich persönlich erwarte einfach etwas anderes, wenn ich in ein Ramenrestaurant gehe. Kreative Küche ist in Ordnung und ich begrüße sie (in Japan gibt es auch Ramen mit Eiscreme), allerdings sollte man die Sachen auch richtig benennen und nicht mit Begriffen um sich werfen, von denen man anscheinend keine Ahnung hat. Eine Nudelsuppe mit Soba oder Udon kann einfach nicht Ramen genannt werden.

Insgesamt kann ich das Umaii also Leuten durchaus noch empfehlen, die das mit der Authenzität nicht so genau nehmen. Sie sollten die Beschreibung aber gut durchlesen, damit man keine Überraschung erlebt. Die Sachen schmecken für sich lecker, sofern man nicht weiß, wie sie eigentlich schmecken sollten.

Die Onigiri mit gesäuertem Reis empfand ich aber als überhaupt nicht lecker und würde sie nicht weiter empfehlen. Man bekommt die  woanders viel besser und auch selbstgemacht ist es ja nicht schwer. Das hat aber einem aus meiner Gruppe trotzdem nicht daran gehindert sich 2 mitzunehmen. Er meinte er isst nicht so oft Onigiri und er würde es in Kauf nehmen, dass es säuerlich ist. Ihn würde es nicht stören. Besser ein etwas unauthentisches Onigiri, als gar keins. XD

Achja ich weiß auch nicht... vielleicht seh ich das etwas zu eng? Was meint ihr? ^^



 

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