Zutat: Tteok, koreanischer Reiskuchen


Bestimmt habt ihr so eine Packung schonmal im Kühlregal eures Asialadens gesehen. Es handelt sich dabei um Tteokbokki Tteok, koreanische Reiskuchen. Sie gibt es in unterschiedlichen Formen. In dünnen und dicken Stangen, in ovalen Scheiben und manchmal auch in doppelten Kugeln (zwei Kugeln, die an einer Seite zusammenkleben). Je nach Form heißen die auch etwas anders (was ich leider nicht wiedergeben kann ^^°)

Edit: okay, anscheinend heißen die Reiskuchen ohne alles "Tteok" und Tteokbokki ist das Gericht.

Solche Rice Cakes werden allerdings nicht nur in der koreanischen Küche gegessen, sondern sind auch in der chinesischen Küche zu finden. Dort ist vor allem die ovale Scheibenform beliebt und nennt sich "nian gao".  In China verwendet man sie gerne in Wokgerichten und in Suppen.

Diese Reiskuchen bestehen nur aus Reismehl, Salz und Wasser und sind damit glutenfrei und vegan. Müsste ich mich glutenfrei ernähren, ich würde ständig nur Reismehlproduke zu mir nehmen. Es hat unter all den glutenfreien Optionen einfach die beste Elastizität und lässt eigentlich nichts vermissen! *_* Der Reis wird zuerst in kaltem Wasser eingeweicht. Danach fein gehäckselt und die feine Reismasse wird anschließend gedämpft. Daraus ensteht dann ein gummiartiger Teig, der anschließend in dünne Stäbe oder Scheiben geschnitten wird. Hier seht ihr eine Anleitung zum Selbermachen. Manchmal wird aber auch eine Mischung aus Reismehl und Klebreismehl verwendet.


Man kann diese Reiskuchen unterschiedlich zubereiten. Sie schmecken zum Beispiel total lecker in einem Wokgericht. Dort nimmt man sie einfach anstatt Nudeln. Sie sind auch eine tolle Einlage für Suppen und Eintöpfe und lassen sich auch knusprig backen oder braten und sind dann ein toller Snack! Man kann sie auch mit Käse überbacken! *_*

Tteok schmecken schön zart und elastisch, ein bisschen wie Mochi, deswegen sind sie auch so beliebt! ^^ Man sollte sie schnell verzehren, da sie sonst zu aufgeweicht sind und an Elastizität verlieren. Hat man noch eine Portion Tteokbokki vom Vortag, so tendieren sie dazu einzutrocknen und wieder hart zu werden. Einfach etwas Wasser hinzugeben und nochmal erhitzen und sie sind wieder essbar! :)


So bereitet man sie am Besten zu:

- Wenn die Reiskuchen vakuumverpackt sind, sollte man sie vorher mit kaltem Wasser übergießen und maximal 10 Minuten einweigen. Sind sie frischer, dann könnt ihr sie in der Regel sofort kochen oder anderweitig verwenden.

- Wenn ihr sie für ein Wokgericht benutzt, müsst ihr die sie vorher gar kochen, so wie Nudeln. Die Kochzeit beträgt nur wenige Minuten, also nicht zu lange kochen.

- Wollt ihr eine Suppe oder Eintopf damit zubereiten, könnt ihr sie (nachdem ihr sie eingeweicht habt) direkt in die Brühe geben.


- Wenn ihr sie knusprig backen wollt, braucht ihr sie nicht einweichen und nicht kochen. Einfach "roh" in eine Pfanne geben und knusprig braten oder in Fett ausbacken. Sie sind ja ansich bei der Herstellung schon gar.

In Restaurants bekommt man auch manchmal gefüllte Tteokbokki. Die sind dann z.b. mit Käse gefüllt. Generell kombinieren Koreaner total gerne diese Reiskuchen mit Käse. Es schmeckt auch echt geil muss ich sagen.

Hier habe ich zwei Rezeptvideos mit Tteokbokki für euch:
Gungjung Tteokbokki, Reiskuchen-Pfanne mit Sojasoße gewürzt
Spicy Cheese Tteokbokki, scharfer Reiskuchen-Eintopf mit Käse




Restaurant: MOC, Saigon Street Kitchen mit Banh Mi und Bubble Tea, Hamburg


Als ich, auf der Suche nach dem Sando & Ichi die Lange Reihe entlang lief, kam ich an diesem kleinen Restaurant vorbei, bei dem ich auch sofort rein musste. Es liegt in der "Lange Reihe 47" in Hamburg.

Moc, Saigon Street Kitchen, Banh Mi und Milk Tea. Eine Kombination direkt aus meinen kulinarischen Träumen! *_* Vietnamesisches Baguette und Bubble Tea, was gibt es besseres zusammen?

Da ich auf dem Sprung war, bestellte ich nur ein Banh Mi mit Tofu (4,90€) und selbstgemachter Mayo und selbstgebackenem Brötchen zum Mitnehmen. Die Tofuvariante war sogar vegan und es wurde nicht an dem Do Chua (sauer eingelegter Rettich und Karotte), sowie an Koriander gespart! Stilecht wurde natürlich auch noch mit Siracha (nur auf Wunsch) und Maggi gewürzt ;D

Neben dem Baguette und Bubble Tea bietet dieser Laden zahlreiche andere leckere vietnamesische Gerichte an, die man eher selten im Restaurant in Deutchland findet. Z.b. Com Tam, also Bruchreis mit verschiedenen Toppings (leider nicht vegetarisch oder vegan möglich) oder Bo Kho, geschmortes Rindfleisch mit Reis. Alles Gerichte, die eher Hausmannskost sind und die ich vor allem von meiner Mama kenne. Es gibt auch einige Optionen mit Tofu, die sind dann vegan.

Es gibt neben Bubble Tea weitere Trendgetränke, wie Teapresso oder verschiedene Eistees, Che (vietnamesisches Kokos-Getränk-Dessert) und Flan (ein karamelliger Pudding)!


Da der Tofu nur frittiert, aber nicht weiter gewürzt ist, schmeckt mir mein selbstgemachtes Banh Mi (ich würze immer mit Char-Siu-Marinade) etwas besser. Aber ansonsten ist es echt top und bringt einen sofort wieder nach Vietnam! Der Laden ist leider etwas klein, aber es gibt auch die Möglichkeit draussen zu sitzen.

Fazit: Kann ich auf jeden Fall empfehlen! Es gibt dort so viele unterschiedliche Sachen zum probieren. Ich bin noch lange nicht durch! Da die Brote immer nochmal kurz aufgebacken werden, müsst ihr mit einer längeren Wartezeit von 10 bis 15 Minuten rechnen, auch wenn ihr zum Mitnehmen bestellt. Die Preise sind auch noch in Ordnung. 4,90€ für ein Baguette ist zwar nicht so günstig, aber dafür ist wirklich alles selbstgemacht. Das Brötchen, die Mayo und das eingelegte Gemüse. Ich war schon dreimal dort, weil es so praktisch auf meinem Weg nach Hause liegt. XD


Rezept: Rote Linsennudeln mit dem Philips Pastamaker


Hier kommt ein ausführliches Rezept für Linsennudeln mit dem Pastamaker! Das Rezept ansich ist eigentlich mega einfach. Man benötigt nur feingemahlenes Linsenmehl und Wasser. Anders als andere glutenfreie Mehle, braucht man bei Linsenmehl kein extra Bindemittel, damit die Nudeln halten. Das macht Linsennudeln zu einer einfachen Alternative für Menschen mit Glutenunverträglichkeit.

Linsenmehl ansich ist allerdings etwas schwerer zu beschaffen und ist dann auch meist sehr teuer. Man zahlt dann schonmal 2,50€ bis 3,50€ für 400g Mehl. Die günstige Alternative besteht aus selber mahlen. Denn rote Linsen sind eigentlich recht günstig! Aber nicht jeder hat einen Hochleistungsmixer oder eine Getreidemühle zuhause... :/

Zutaten für 2 Portionen (300g Frischnudeln):
250g Linsenmehl
75ml Wasser

Zubereitung:
Schritt1: Linsenmehl in die Maschine füllen.
Schritt2: Maschine anschalten und 75ml nach und nach eingießen.
Schritt3: Nach der Knetzeit sofort ausgeben lassen. FERTIG!

Achtung: Am besten nicht zweimal kneten lassen! Das Linsenmehl wird sonst sehr zäh und steinhart wie Zement. Für lange Nudeln, wie z.B. Bandnudeln kann die Wassermenge auch um 10ml oder mehr (da müsste man mal probieren, hab ich selber noch nicht gemacht) erhöht werden. Falls der Teig nicht zusammenhalten sollte, kann auch 60°C warmes Wasser helfen.
 

Beim Kochen verlieren die Nudeln an Farbe. Das ist ganz normal. Wenn man rote Linsen kocht werden sie auch eher hellgelb. Die Nudeln halten zu 90 bis 80% zusammen und zerfallen nicht. Es fehlt allerdings etwas an Elastizität. Insgesamt sind sie aber ganz lecker. Als Glutenliebhaberin sind sie für mich natürlich keine Alternative zu normaler Pasta ^^°. Es gibt allerdings auch noch andere Rezepte, die auch Stärke oder Eier und andere Zutaten in der Rezeptur beinhalten. Ich weiß nicht, ob dies bei der Elastizität helfen könnte, aber ich werde das weiter testen und euch berichten! :)

Beim Kochen muss man sehr genau beobachten, da der Zeitpunkt, wo die Nudeln noch roh und wo die Nudeln bereits verkocht sind, sehr gering ist. D.h. immer wieder probieren und sofort vom Herd nehmen, sobald sie durch erscheinen. Und wichtig ist ein großer Nudeltopf, da Linsen allgemein (meiner Meinung nach) beim Kochen etwas streng riechen. Der Geruch verschwindet eigentlich, sobald die Linsen gar sind. Mit einem großen Topf (und mehr Kochwasser) kann dieser Geruch noch mehr abgeschwächt werden.

Ich habe noch keine gekauften Linsennudeln probiert und kann daher nicht sagen, ob sie sich in der Textur und im Geschmack ähneln. Ich habe aber bereits glutenfreie Nudeln (Spaghetti) auf Maismehlbasis gegessen und empfand die Konsistenz als etwas besser (da etwas elastischer).


Das Rezept für die Pastasoße könnt ihr übrigens in meinen Instagram-Story-Highlights (ganz am Ende) sehen. Die Soße an sich ist vegan. Ich hab nur später noch Ricotta draufgemacht, weil der wegmusste! ^^ Folgt mir gerne dort, wenn ihr mehr solcher Kochvideos sehen wollt! :D Dort hab ich bereits einige hochgeladen!


Fazit: Nudeln aus Linsenmehl sind, sofern man an das Linsenmehl kommt, sehr einfach und schnell herzustellen. Man braucht keine weiteren Zusatzstoffe, wie Bindemittel oder Stabilisatoren.

Ideal wenn man eine Glutenunverträglichkeit hat oder aus irgend einem anderem Grund auf Weizen oder Kohlenhydrate verzichten möchte. Die Konsistenz ist aber eher weich und nicht super elastisch, wie bei Nudeln aus Hartweizen. Das ist natürlich klar. Wer darauf verzichten kann, kann dieses Rezept gerne ausprobieren! Denn ansonsten sind die Nudeln echt gut! Vor allem, weil sie trotzdem halten und nicht gleich zerfallen!

Es gibt auch Rezepturen mit Eier im Teig, die hab ich aber noch nicht ausprobiert. Könnte man aber auch mal ausprobieren! :) Falls ihr das gemacht habt, schreibt mir gerne eure Erfahrungen! :D




Zutat: Vegetarian Roasted Chicken von Everbest


Diese Packung mit vegetarischem Hühnchen auf Basis von Soja und Ei habe ich im Tiefkühlfach vom Yuanye Markt gefunden. Es ist von der malaysischen Firma Everbest, die sich auf vegetarische Produkte auf Sojabasis spezialisiert hat. Sie arbeiten, laut Webseite, mit nicht-genmanipulierten Sojabohnen aus Kanada.

Es hat auch nich so viel gekostet (ich glaub so 2,50€), weswegen ich es probieren wollte.

Kurz und knapp:
Es schmeckt richtig lecker! *_* Es hat eine schöne, süßlich, saftige Würze und eine gute Textur. Einziges Manko: Es ist nicht vegan, da Hühnerei (ich denke mal für die Panade außenrum) verwendet wird.

Man kann es anbraten, aber auch im Ofen backen. Knusprig, saftig und einfach ideal für asiatische Gerichte! :3


Fazit: Für Vegetarier durchaus zu empfehlen! Es schmeckt richtig lecker und hat eine geniale Textur! Da mir aber die Herkunft der Eier wichtig ist, werde ich es nicht so oft kaufen und greife lieber zu den regional fabrizierten Tofu-Produkten von z.B. Treiber Tofu oder von Sojahaus Setia.




Restaurant: Sando & Ichi, Onigirazu und japanisches Café


Als ich im Bus saß und durch die lange Reihe fuhr, entdeckte ich ein Schild, welches mein Interesse weckte. Sando & Ichi, den Namen hatte ich schonmal gehört. Mir haben einige Leser erzählt, dass es in Hamburg einen Onigirazu-Laden gibt, aber ich wusste nicht, dass er in der Langen Reihe (Langen Reihe 27 im Stadtteil St. Georg) war und damit recht nah am Hauptbahnhof.

Sando und Ichi versteht sich als kleines Café, welches Reis-Sandwiches (Onigirazu), Kaffee, Tee und Kuchen serviert. Es gibt dort grünen Tee, Calpico und Matchakuchen. Ich glaube sie verkaufen auch auf Events, da vor dem Laden ein Lastenfahrrad steht, welches so aussieht, wie eine mobile Verkaufstheke.

 

Das Café selbst ist in den selben Räumlichkeiten,wie ein Einrichtungs- und Dekoladen (dem Lagerhaus). Das macht das Café leider nicht ganz so gemütlich, da man sich etwas zwischen den Regalen fühlt, wenn man dort isst. Die Geräuschkulisse ist dementsprechend auch weniger intim. Die Sitzecke ist trotzdem sehr schön eingerichtet. Da ich aber eh auf dem Sprung war, hatte ich mir ein Onigirazu zum Mitnehmen bestellt.

Es gibt fünf verschiedene Füllungen und fünf verschiedene Soßen. Von denen man jeweils eins auswählen soll. Ich habe mich für die Version mit Lachs (7,90€) entschieden und dazu die Spicy Miso als Soße.

Das Lachs-Onigirazu besteht aus puristisch mit Salz gewürztem, gegrillten Fisch. Das ist eine klassische Füllung auch für Onigiri. Dazu gab es noch Salat und Möhrenmische. Das sind geraspelte, gekochte Karotten. Ich empfand sie auch als eher puristisch gewürzt und hätte mir da ein bisschen mehr Würze gewünscht. Z.B. durch süßliches Einkochen oder ähnliches.

Die Spicy Miso ist wirklich spicy, da muss ich eine kleine Warnung aussprechen. Ich finde es ziemlich lecker, kann mir aber vorstellen, dass einigen Leuten das zu scharf wäre.

Die Onigirazu sind sehr lecker und schmecken genauso, wie Onigirazu schmecken sollen. Man merkt auch, dass man einen Twist in die Rezeptur bringen möchte und wirklich auch versucht interessante, leckere Geschmackskombinationen zu kreieren. Ich hatte bei der Bestellung die Sorte "Papuru" übersehen. Deswegen dachte ich, dass die einzige vegetarische/vegane Option nur die Version mit Hijiki-Algen wäre. Ansonsten, hätte ich die vielleicht bestellt.

Allerdings fehlt mir generell bei den veganen/vegetarischen Optionen die Proteinquelle. Das ist ein bisschen schade. Man könnte z.B. Tofu, Tempeh oder andere Proteinquellen aus Hülsenfrüchten etc. nehmen (wie es bei der Kame-Bäckerei in Berlin der Fall ist). Es wird ja bereits Tofu als Füllung benutzt, allerdings nur zusammen mit Rindfleisch bei der Sorte "Godzilla". Warum nicht auch Tofu mit Hijiki mischen oder ähnliches?

Was mir an der Sorte "Papuru" gefällt sind die vielen unterschiedlichen Füllungen. Rotkohl, Radieschen, Gurke, Shiitake und Karotten. Ein wahrer Regenbogen an Farben. Ich fände es cool, wenn die anderen Sorten auch noch mehr Toppings hätten, damit sich das Onigirazu in diesem Punkt noch etwas mehr vom Onigiri abhebt.


Hier kann man gut sehen, dass das Onigirazu wirklich prall gefüllt ist und ungefähr die Größe eines Burgers hat. 6,90€ oder 7,90€ für ein Sandwich ist natürlich nicht ohne. Wenn man vergleicht, ist der Preis etwas teurer, wie der von zwei Onigiris von RICE UP-Onigiris , macht aber ähnlich satt.
Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis hat, meiner Meinung nach, Surrito in Nürnberg.

Man muss aber immer bedenken, dass die Preise in Hamburg auch wegen der hohen Mietpreise eher teurer sind, als woanders. Ich würde trotzdem nochmal hingehen und z.B auch mal die Kuchen und Getränke ausprobieren.


Fazit: Bei Sando & Ichi bekommt man liebevolle, leckere Onigirazu. Die Größe entspricht ungefähr dem eines Burgers. Die Preise sind etwas gehobener, weswegen sich Selbermachen auf jeden Fall lohnt. Hier ist z.B. mein Onigirazu-Rezept.

Vom Geschmack her, kann ich den Laden auf jeden Fall empfehlen, auch wenn ich (für den Preis) noch mehr unterschiedliche Toppings und mehr Würze in der Karottenmischung schön fände. Auch eine größere Proteinquelle bei den vegan/vegetarischen Versionen fände ich toll.

War schon jemand von euch dort? Wie fandet ihr es? :D




Rezept: Sojaschnetzel mit Bambus (General Tso's Chicken inspiriert)


Dieses Sojaschnetzelgericht hat viele Leute animiert, nochmal über Sojaschnetzel nachzudenken und sie auch mal zu testen. Ich persönlich liebe Sojaschnetzel, da sie super wandlungsfähig sind und das Preis-Leistungs-Verhältnis mega gut ist. Für 2 bis 3 Euro bekommt man eine riesige Tüte, aus denen man mindestens 3 oder 4 Mahlzeiten zubereiten kann (für 2 Personen).

Das Rezept gibt es hier als Schritt-für-Schritt-Video. Es ist Teil meiner "Cook with me"-Reihe auf meinem Insta-Account! Wenn ihr also die Videos mögt, abonniert mich gerne! :)

Kommen wir nun zum genauen Rezept! Ich habe mich beim Würzen an ein klassisches amerikanisch-chinesisches Gericht angelehnt und zwar an General Tso's Chicken nach diesem Rezept. Angereichert habe ich es noch mit Bambussprossen, obwohl die im Original nicht vorkommen. Und generell habe ich ein paar Sachen geändert. Ich hatte z.b. leider keine Süßsauer-Chili-Soße mehr im Haus und habe generell weniger süß gewürzt. Das Original ist wirklich eine sehr süße, karamellisierte Marinade in die man dann frittierte Hähnchenstücke mischt. Daher ist meine Version nur daran inspiriert. Schmeckt aber auf jeden Fall auch total lecker! Probiert es unbedingt mal aus! *_*

Zutaten für 2 bis 3 Portionen:
zwei handvoll Sojaschnetzel
1 EL Reismehl oder Speisestärke
1 kleines Schälchen Bambussprossen
2 Zehen Knoblauch
1/2 EL Ingwer
2 Lauchzwiebeln
1 EL Sesamöl (geröstet)
2 ELSojasoße
1/2 EL Siracha
1/2 EL schwarzer, chinesischer Essig
1 EL vegetarische Austernsoße
1 EL dunkle Sojasoße
1/2 EL Zucker

Zubereitung:
Schritt1: Sojaschnetzel mit kochend heißem Wasser übergießen und einweichen lassen. Wenn sie weich sind, abschütten, mit kaltem Wasser abbrausen, gut ausdrücken und in eine Schüssel geben.
Schritt2: Sojaschnetzel mit dem geröstetem Sesamöl und der Sojasoße marinieren. Danach mit etwas Reismehl bestreuen und gut vermengen.
Schritt3: Knoblauch und Ingwer fein hacken. Den grünen Teil der Lauchzwiebel in kleine Ringe schneiden. Den weißen Teil in Streifen schneiden.
Schritt4: In einer großen Pfanne etwas Öl erhitzen. Knoblauch, Ingwer und die weißen Lauchzwiebelstreifen anschwitzen.
Schritt5: Sojaschnetzel und Bambus hinzugeben und weiterbraten.
Schritt6: Nun alle Soßen und Gewürze hinzugeben, mit etwas Wasser ablöschen und so lange weiterköcheln, bis eine angedickte Soße entsteht. Gegebenenfalls noch mit Salz und Pfeffer abschmecken. FERTIG!

Das Reismehl an den Sojaschnetzeln sorgt in diesem Fall für noch eine weichere Textur und es dickt die Soße schön an. Im Original wird das Hühnchen knusprig in einer Mehl-Stärke-Panade frittiert. Ich habe am Ende einfach noch Mie-Nudeln untergehoben, aber man kann es auch mit frischgekochtem Reis essen. Es ist wirklich sehr lecker! Und die Soße erinnert auf positive Art und Weise an leckeres China-Restaurant-Essen! ^^°


Für dieses Rezept verwende ich chinesische Sojaschnetzel. Die kaufe ich ab und zu im Asialaden (in diesem Fall bei Go asia), einfach um etwas zu variieren. Diese sind nämlich kleiner und ähneln dann eher asiatisch, dünner geschnittenem Fleisch. Wo hingegen meine üblichen Sojamedaillions aus dem Reformhaus eher an westliche Schweine-Medaillion-Stücken erinnern.

Anstatt Sojaschnetzel kann man auch frittierten Tofu oder Seitan verwenden.

Ich habe übrigens noch mehr Sojaschnetzel-Rezepte! Probiert sie gerne mal aus! :)


Rezept: Cà Phê Phin - Vietnamesischer Filterkaffee


Wer schonmal in einem vietnamesischen Restaurant war, weiß eventuell, was das ist. Ein typischer Kaffee-Filter für vietnamesischen Kaffee! Wie man vietnamesischen Kaffee zubereitet ist relativ simpel, aber es gibt da schon ein paar "Regeln", die man eventuell beachten sollte, damit es authentisch schmeckt.

Deswegen gibt es von mir ein kleines Rezept dazu:


Zutaten für 1 Tasse Kaffee:
mindestens 3 TL gemahlener, vietnamesischer Kaffee
heißes Wasser


Zubereitung:
Schritt1: Den Metallfilter auf den Tisch legen und 3 TL Kaffe hineingeben.
Schritt2: Das Metallsieb darauflegen und richtig fest andrücken.
Schritt3: Nun den Filter auf eine Tasse stellen.
Schritt4: Mit heißem Wasser aufgießen, bis der Filter voll ist und den Deckel draufmachen.
Schritt5: Warten bis der Kaffee komplett durchgelaufen ist. FERTIG!

Einige vietnamesische Barrista lassen ungefähr einen Esslöffel heißes Wasser auf den Fiklter tropfen, damit er vom trockenen Kaffee eingesaugt werden kann. Das dient wohl zur Aklimatisierung, sodass er nicht gleich schock-gekocht wird vom heißen Wasser. Das habe ich allerdings nur in ein paar Videos gesehen und weiß nicht, wie üblich das ist.

Um Milchkaffee zu bekommen:
Einfach 2 bis 3 EL süße, gezuckerte Kondensmilch hinzugeben und umrühren.

Die Wassermenge ist, im Gegensatz zu "deutschem" Kaffee, sehr gering. Dafür ist der Kaffee schon etwas stärker. In Vietnam wird er bevorzugt kalt getrunken, als Eiskaffee, deswegen wird dieses dunkle Kaffeekonzentrat oft mit Eiswürfeln serviert. Diese tauen während des Trinkens auf und schwächen den Kaffee etwas ab. Hier gibt es eine Vorstellung von verschiedenen vietnamesischen Getränken, unter anderem auch viele Kaffee-Variationen.

Vietnamesischer Kaffee schmeckt nicht sauer oder zu bitter, sondern hat für mich eine karamellige Note. Ich trinke ihn total gerne schwarz, aber die Variante mit Kondensmilch ist auch total lecker und verstärkt das karamellige Aroma noch mehr! Probiert es unbedingt mal aus!

Vietnamesischen Kaffee findet ihr im Asialaden. Fragt nach der gemahlenen Sorte z.b. von der Marke "Trung Nguyen". Den Metallfilter bekommt ihr auch in den meisten Asialäden. Die Standard-Variante ist aus Alu, aber manchmal kann man sie auch in Edelstahl kaufen.



Die gezuckerte Kondensmilch findet ihr ebenfalls im Asialaden oder im Supermarkt in der osteuropäischen Abteilung. Man kann die Kondensmilch auch als Brotaufstrich, zum Süßen von Shakes, als Topping für Eiscreme, zum Befüllen von Pfannkuchen und für Kuchen und Gebäck verwenden. Wenn man die Dose über eine längere Zeit im Topf kocht, bekommt man eine leckere Karamellsoße, die sich auch Dulce de Leche nennt! :D


NEWS: Buy me a Ko-fi und viel neuer Content auf Instagram


Ich habe die letzten Tage etwas am Blog und an meinem Instagram-Account rumgewerkelt. Falls ihr meine Rezepte, Reviews und Videos cool findet und ihr mich gerne unterstützen mögt, könnt ihr das jetzt auch ganz easy über Ko-fi tun.

Ihr könnt mich aber auch auf anderen Wegen unterstützen.
Z.b. wenn ihr einen Kommentar schreibt (egal auf welcher Plattform), mir eine E-Mail schreibt oder mich weiterempfehlt. Ich bekomme ab und zu so liebe Mails und Nachrichten von euch mit total tollem, positivem Feedback! Und Fotos von euren nachgekochten Gerichten! Das versüßt mir dann wirklich den Tag und gibt mir Motivation mit dem Kochen, schreiben und bloggen weiterzumachen! An dieser Stelle vielen vielen Dank an alle, die mich bis jetzt schon unterstützt haben! und an alle stillen Leser: Lasst gerne mal was von euch hören! Ich beiße nicht! ;)

Ansonsten würde ich gerne auch nochmal auf meinen Instagram-Account hinweisen. Dort gibt es seit einiger Zeit eine Reihe von Videos unter dem Format "Cook with me!". Dort poste ich in den Stories kleine Schritt-Für-Schritt Rezeptvideos. Es macht mir wirklich mega Spaß auf diese Art Videos zu produzieren, weil es ein schneller und einfacher Weg ist, als vergleichsweise ein Youtubevideo. Und ich habe auch schon viel positives Feedback bekommen, dass viele diese Videos gerne sehen mögen! ^^ Deswegen wird es in nächster Zeit sicherlich noch mehr solcher Videos geben. Schaut also einfach mal rein, wenn euch das ebenfalls interessiert! :)

Und das genaue Rezept dazu werde ich dann auch nochmal auf dem Blog posten. Falls ihr eventuell Rezeptwünsche habt oder ein Produkt/Restaurant kennt, welches ich mal testen soll, gebt gerne Bescheid!



Reisschalen, Ramenschüsseln und Teller: meine Geschirrsammlung

 

Über Instagram habe ich diese Fotos schonmal gepostet. Zur genaueren Betrachtung gibt es die jetzt auch nochmal auf dem Blog! :)

Ein Überblick über meine aktuelle Geschirrsammlung, allerdings sind ungefähr 5 Schalen gerade in Gebrauch gewesen. Jedes Teil ist ein Unikat (d.h. ich besitze es nur einmal) und ich habe jedes Mal Freude daran sie zu benutzen.

Einige Exemplare habe ich euch auch schon näher vorgestellt unter dem Tag "Geschirr" könnt ihr dann immer nachlesen, wo ich die gekauft habe! Entweder sie sind wirklich direkt von einer Keramikwerkstatt oder sie sind aus Japan/dem Asialaden. Ich werde nach und nach noch mehr von meinen Schalen und Tellern einzeln vorstellen.

Ich liebe Schalen in allen Variationen, da ich sehr viele Reis-Gerichte (nach Donburi-Stil) esse. Und große Nudelsuppenschüsseln ja auch nicht fehlen dürfen. Die waren mal eine Zeit lang richtig schwer zu finden. Und Teller nutze ich vor allem für Pasta oder andere westlichen Gerichte.

Die kleinen Schälchen verwende ich meistens um Snacks oder Kekse zu servieren. Z.B. macht sich so ein kleines Schälchen mit einer Süßigkeit oder Gebäck immer gut zu einer Tasse Tee oder Kaffee.

Findet ihr ich habe zuviel Geschirr? Oder habt ihr noch eine größere Sammlung? Schickt mir gerne ein Foto! ^^


Flowers' Whisper - Taiwanesisches Café und Bubble Tea Laden, Hamburg


Nachdem ich seit langer Zeit in Leipzig wieder einen total leckeren Bubble Tea getrunken hatte, recherchierte ich nach ähnlichen Läden in Hamburg. Erstaunt stellte ich fest, dass es gleich in der Nähe des Hauptbahnhofs und zwar in der Mönckebergstraße 7,  ein chinesisches/taiwanesisches Café gab, welches Bubble Tea und andere Desserts anbot. Es war klar, dass ich das auf jeden Fall austesten musste. Das Café ist direkt im Levantehaus (eine Art Mini-Kaufhaus) im 1. Stock. Es ist total unscheinbar, weshalb ich es vorher nie bemerkt hatte.

Ich war zweimal dort. Einmal hatte ich Nudelsuppe bestellt und einmal habe ich Desserts ausprobiert.


Ich hatte die Spicy Noodles genommen und hatte anstatt dem Fleischtopping Tofu bestellt. Dafür musste ich ungefähr 4€ Zuschlag zahlen. Von der Menge her ist es gerechtfertig, denn sie hatten mir, so wie es aussah, einen kompletten Block frischen Tofu in die Suppe geschnibbelt. Der kam aber anscheinend direkt aus der Kühlung, denn er war kalt und roh. Besser hätte ich es gefunden, wenn man den Tofu vorher in der Brühe gegart hätte oder zumindest in heißem Wasser blanchiert hätte. Tofu kann man zwar sehr gut roh essen, allerdings war das einfach viel zu viel Tofu und dadurch, dass er kalt war, hat er die komplette obere Hälfte der Nudelsuppe lauwarm gemacht.

Mir ist bewusst, dass das so nicht auf der Karte stand und es ja eine Extra-Bestellung von mir. Falls ihr diese Nudeln auch mit Tofu bestellen wollt, wisst ihr auf jeden Fall Bescheid, was euch erwartet. Aber Achtung: Die Suppe selber ist aber trotzdem nicht vegetarisch.

Wie schmecken die Spicy Noodles? Es handelt sich dabei um eine chinesisches Gericht, welches sich auch Sour and Spicy Noodles oder "Suan la fen" nennt. Die Brühe besteht hauptsächlich aus schwarzem chinesischen Essig, Zucker, Sojasoße, Chiliöl und Szechuanpfeffer oder Szechuanöl. Aufgegossen wird die Mischung mit heißer Hühnerbrühe. Typische Toppings sind Erdnüsse, Koriander, eingelegter Kohl, Mungobohnensprossen und Hühnchen.

Typischerweise werden Süßkartoffelnudeln serviert. Das sind dicke, leicht durchsichtige Nudeln, die eine ähniche Konsistenz, wie Glasnudeln haben, nur etwas elastischer und mit mehr Biss. Süßkartoffelnudeln werden auch in Korea gegessen. Hier hatte ich die Suppe aber mit Kansui-Nudeln (also Mie-Nudeln) bestellt. Ich war bei der Bestellung etwas verwirrt, weil ich zuerst nicht genau wusste, was ich da für eine Suppe bestellt hatte (es stand alles auf chinesisch XD). Ich glaube man hätte die Suppe auch mit den Süßkartoffelnudeln bestellen können. Die Kansui-Nudeln waren trotz allem auf den Punkt gegart und hatten eine sehr gute Konsistenz! Fand ich sehr lecker! Das nächste mal würde ich die Suppe aber mit den Süßkartoffelnudeln bestellen, falls es die gibt.

Verglichen zu Ramennudeln oder anderen Nudelsuppen ist diese Suppe nicht so tiefgründig, da hier höchstwarscheinlich nur Hühnerbrüh(pulver) als Basis benutzt wurde, die eher leicht schmeckt. Deswegen empfand ich die Brühe als etwas flach. Die Szechuan-Schärfe und die Säure kommen aber gut raus. Es war auch nicht so scharf, wie befürchtet. Insgesamt schmeckt das Gericht schon so, wie es sein sollte, aber ich denke es gibt auch noch durchaus bessere "Suan la fen", aber vielleicht nur nicht in Hamburg... ^^° Deswegen sind die meisten einfach schon froh, wenn es dieses Gericht überhaupt zum Bestellen gibt.

Da es sich bei diesem Laden um ein Café handelt und nicht um ein Restaurant, kann ich verstehen, wenn sie ihre Nudelbrühen nicht super aufwendig und fancy zubereiten. Den anderen Gästen (hauptsächlich chinesisch) scheinen die Suppen zu schmecken.


Das Flowers Whisper bietet viele taiwanesische Desserts an. Unter anderem Bubble Tea und weitere Leckereien. Hier seht ihr einen klassichen Milktea mit schwarzen Tapiokaperlen (3,50€), eine Kaltschale mit Sago-Perlen (kleine Tapiokaperlen), frischer Mango und Kokosmilch (3,90€), einen Milchpudding mit Azukibohnen (2,80€) und einen Matcha-Crepe-Kuchen (Preis vergessen).

Ich fand den Bubble Tea sehr gut, er wir allerdings nicht versiegelt serviert, sondern hat einen nur einen Deckel, den man leicht wieder abmachen kann. D.H. man kann den Bubbletea nicht so einfach transportieren oder z.B. für jemanden mitnehmen.

Die Kaltschale war auch sehr lecker, wenn auch etwas wenig (also wenige Toppings). Der Milchpudding war mir zu wenig süß und hat etwas zu streng nach Ei geschmeckt. Der Matcha-Crepe-Kuchen war leider nicht mehr frisch und die Crepes waren irgendwie total weich und haben auch stark nach Ei geschmeckt. Die Sahne war schon ranzig und nicht mehr frisch. Das hat auch die seltsame Farbe des Kuchens erklärt, die war schon leicht bräunlich un die obersten Crepes haben sich komisch gewellt. Wir konnten das Stück nicht aufessen. Vielleicht war der Milkpudding auch schon etwas älter? :/ Ich war, ehrlich gesagt, etwas enttäuscht.

Bessere asiatische Desserts hatte ich auf jeden hier, hier und hier. Es geht also schon besser!


Fazit: Ich habe gemischte Gefühle zu diesem Café. Einerseits scheint es echt von vielen Chinesen gut besucht zu werden und es hat auch viele interessante Sachen auf der Speisekarte. Andererseits scheint es Glücksfall zu sein, ob man etwas Gutes, oder Schlechtes erwischt. Ich finde das Service-Personal könnte auch etwas engagierter sein. Sowohl beim Service, alsauch bei der Kontrolle der Speisen.

Dadurch, dass so ein asiatisches Café in Deutschland so selten ist, würde ich euch empfehlen, es trotzdem mal auszuprobieren. Wenn ihr einen guten Tag erwischt, ist es super dort! Falls nicht, könnt ihr es gegebenenfalls immer noch beanstanden. Ich persönlich gehe dort allerdings nicht mehr so oft hin, höchsten für Bubble Tea.

Übrigens, wem die Kokosmilch-Kaltschale zu wenig ist, dem empfehle ich das vietnamesische Restaurant direkt gegenüber. Dort gibt es ein vietnamesisches Kokosmilch-Dessert names "che thap cam". Das befriedegt alle eure Kokosmilch-Dessert-Wünsche. Mit super vielen, total leckeren, teilweise sogar handgemachten Toppings aus Tapiokastärke und Früchten. Ich werde euch bald darüber bloggen.

Was sind eure Erfahrungen zu diesem Café? Welches Gericht könnt ihr da empfehlen? Das würde mich wirklich interessieren! :D



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