Review: Sushi Nagoya in Nürnberg Restaurant-Kritik

Das Sushi Nagoya in Nürnberg ist von außen recht unscheinbar. Ich besuchte das Lokal vor mehr als 2 Monaten. Es war innen kaum asiatisch dekoriert, aber sauber und hell. Nur an den Wänden hingen japanische Bilder und am Tisch stand eine Vase mit Glücksbambus. Aus dem Lautsprecher vernahm man jedoch chinesische Instrumental-Musik. Jeder Tisch war bestückt mit Einwegstäbchen und Schälchen mit Sojasauce.

Die Bedienung kam schnell und verteilte neben einer farbig bedruckten, laminierten Karte nochmal für jeden einen schwarzweiß kopierten Zettel mit dem ganzen Menü. Man bekam einen Bleistift und konnte somit immer ankreuzen was man bestellen wollte. Am Ende wurden die Zettel ohne viel Wortwechsel eingesammelt.


Es waren außer uns noch 2 weitere Gruppen im Restaurant, also recht leer für einen Samstag. Eine Familie und ein Pärchen. Das Restaurant bietet eine größere Anzahl an verschiedenen Sushiarten. Verschiedene Vorspeisen, Beilagen und Nachspeisen. Neben Sushi gab es auch Salate, Tempura, Teigtaschen und japanische Nudelsuppen (Udon, Soba). Die Speisekarte kann man hier online angesehen. Auf dem ersten Blick klingt sie gar nicht so schlecht.

Wir bestellten Tempura Udon, als Vorspeise Agedashi Tofu. Außerdem gebackene Teigtaschen (eigentlich wohl Gyoza) und verschiedene Sushiarten (mit Lachs, Thunfisch, Ei und knuspriger Lachshaut) Getrunken haben wir nichts.
Was uns gleich bei der Speisekarte auffiel ist, dass die Preise auf der Webseite nicht aktualisiert wurden. Sie waren in Wirklichkeit viel teurer. Z.B. fiel mir auf, dass die Tempuraudon auf der Webseite 7,80EUR kosten. Im Restaurant aber 9,80EUR. Das ist schon ein großer Unterschied.

Es gab auch keine Verlosungsaktion, wie auf der Webseite beschrieben. Da hätte man ein Los ziehen dürfen und wenn man eine Nummer zieht, die in der Speisekarte existiert, bekam man diese gratis.

Kurz nach der Bestellung kam auch schon das erste Essen. Ein kleiner Apetizer gratis vorweg, um die Wartezeit angenehmer zu machen. Er bestand aus Mungobohnensprossen gewürzt mit Sesamöl, gerösteten Sesamkörnern, Salz und kaum (wenn überhaupt) Essig. Er hat ganz okay geschmeckt, war aber nicht wirklich was besonderes und nicht ganz so gut gewürzt, da eindeutig Säure gefehlt hat.


Danach kam eigentlich relativ schnell die bestellte Vorspeise. Nicht wirklich stilecht sind die Teigtaschen. Aber laut der Meinung meiner Begleitung haben sie gut geschmeckt (da ist Fleisch drin, deswegen hab ich es nicht probiert). Das Agedashi Tofu konnte man essen, aber es hat mich relativ enttäuscht. Die Seidentofu-Würfel waren realtiv flach, sodass sie nicht ganz so appetitlich ausgesehen haben. Sie waren auch nicht knusprig und eher lauwarm. Man kann an dem Foto sehen, dass selbst an den Frühlingszwiebeln gespart wurde... Eigentlich unverständlich...

Kurz nach der Nachspeise kamen dann auch schon die Hauptgerichte. Das Tempura sah ganz okay aus. Die Udon-Suppe etwas eigenartig, weil ich es nicht gewohnt bin dort drin Zucchini und Champigons zu finden ^^° Bestreut wurde das ganze mit Bonitoflocken, die auch schön "getanzt" haben. Ich hätte es allerdings besser gefunden, wenn sie die Bonitoflocken auf dem Agedashi-Tofu serviert hätten...

Ich habe relativ schnell bemerkt, dass das fertig abgepackte Udonnudeln sind - Ich vermute auf die selbe Packung, die ich zuvor bereits im Hong Kong Asia-Store gesehen haben (mehr zu dem Asialaden später). Aber okay, was soll man schon erwarten. Wenn es in der Stadt nichts anderes gibt... Wenigstens haben sie nicht die trockenen Nudeln genommen. Dafür war die Portion wirklich sehr groß und man bekam Shichimi Togarashi dazu gereicht.

Das Tempura war relativ knusprig und beinhaltete 1 Shrimp, Karotten, Paprika, Süßkartoffel, Zucchini, Petersilie, Zwiebeln und Babymaiskolben (so wie diese geschmeckt haben, anscheinend aus dem Glas). Es war okay, aber auch nicht herausragend.

Der Sushireis war viel zu trocken und klebte im Mund und beim Kauen. Das war schrecklich! Die Lachshaut war richtig schön knusprig und hat mir am Besten geschmeckt. Ansonsten waren die Füllungen relativ geschmackslos. Wenn man noch Sojasauce dazu isst, schmeckte alles irgendwie gleich. Also haben wir das meiste ohne Sojasauce gegessen, was aber wiederrum blöd war, weil der Reis so trocken war. Ein Teufelskreis ^^°


Es war von Anfang an eine blöde Idee Bleistifte zum Ankreuzen der Speisekarte zu verteilen, weil man das nicht so gut sehen konnte. Rotstift wäre doch viel besser gewesen. So wurde mein Desert (Matcha-Eis) übersehen, welches in der untersen rechten Ecke versteckt war. Wir saßen dort und warteten, aber niemand kam. Aus Langeweile formten wir aus dem warmen Wachs des ausgegangenen Teelichts kleine Onigiri, Frühlingsrollen und Frühlingsecken (höchstens 5mm groß). Das "Nori" für das Onigiri ist der kleine, abgebrochene Docht der Kerze ^^°

Die Bedienung ging mehrmals vorbei und lächelte, sagte aber kein Wort. Irgendwann sprach ich sie auf das Eis an. Sie eilte darauf hin sofort in die Küche, um sich den Zettel nochmals genauer anzusehen. Nach einiger Zeit bekamen wir endlich unser Eis. Es war eigentlich ähnlich, wie im Ogawa. Es schmeckte süßer, aber nach weniger Tee wie das in Düsseldorf. Eigentlich ganz lecker, aber noch einen Tick mehr Matcha wäre auch nicht schlecht gewesen :)

Fazit:
Nicht wirklich empfehlenswert. Mir war klar, dass das keine Japaner führen. Allerdings habe ich weitaus besser japanisch gegessen, auch ohne echte Japaner in der Küche. Und ich muss zugeben, dass ich die Udon-Suppe besser hingekriegt hätte ;-)

Sowohl Agedashi Tofu als auch die Gyoza waren nur dem "Original" angelehnt. Udon-Suppe war nicht herausragend, dafür war das Tempura noch okay und die Portion groß. Die Preise waren dafür ziemlich hoch. Das Sushi konnte man nicht wirklich essen, da ziemlich vertrocknet. Ich würde dort nicht wegen Sushi oder allgemein Japanischem Essen hingehen.

Bento #80: Süßer Kürbis, Shrimp- Tofu, entkernte Tomate-Mozarella


Heute wieder ein Bento in einer Lock'n Lock-Box :) Sie misst insgesamt 1000ml, jedoch nur, wenn man die Trenner herausnimmt. Mit den Trennern drin hat sie nicht ganz so viel Volumen. Obwohl ich einen langen Tag hatte habe ich es nicht ganz geschafft. Die Box ist doch wohl eher was für Männer ;-) Man kann z.B. hier sehen wie sie genau aussieht.

Solche Boxen bekommt man normalerweise auch in großen Supermärkten. Man muss aber auf den roten oder rosanen Aufkleber (wie oben im Bild) achten. Nur Boxen mit diesem Aufkleber haben zusätzliche Trenner mit dabei.

Inhalt ist dieses Mal:
Garnelen-Brokkoli-Pfanne mit Tofu-Puffs vom Abendessen, gebackener Hokkaido-Kürbis nach Art von diesem Süßkartoffel-Desert, Tomate-Mozarella mit Basilikum (die Soße gab es im extra-Fläschchen)

Für alle die gerne aufgeschnittene Tomaten im Bento haben möchten, aber es hassen, wenn die nassen Kerne heraus laufen und alles einweichen:
Eine schnelle Methode um kleine Tomaten auf einmal zu entkernen!

Schritt1: Tomaten nach Wunsch vierteln oder halbieren
Schritt2: Alles in ein großes Nudelsieb geben
Schritt3: Das Sieb über das Waschbecken halten und kräftig hin und her schütteln

Die Kerne lösen sich durch die Erschütterung von selbst und laufen durch das Sieb ab. Und schon habt ihr alle Tomaten entkernt! :)

Foodpicks: Kanzashi/Wackfu & Happa/Leafs für oBento

Heute stelle ich mal wieder einen Teil meines Bento-Zubehörs vor :) Es handelt sich um ganz niedliche Foodpicks, die ich vor einem halben Jahr mal bei Bento&co gekauft hatte.

Links ganz süße Foodpicks mit traditionellem Muster (Kanzashi oder Wackfu) - auch zu sehen hier.
Und rechts geniale Foodpicks in Form von kleinen Blättern (Happa). Dadurch sehen Tomaten aus wie kleine Äpfel ^_^

Die Foodpicks findet man, wenn man Glück hat in diversen Ebay-Shops. Oder hier und hier.

Allerdings habe ich mal gehört, dass die Wackfu-Foodpicks nur noch schwer zu bekommen sind, weil sie anscheinend nicht mehr produziert werden. Ich bin mir aber nicht ganz sicher...

Geschenke&Post: Ersatz-Wichtel- Paket für Hishiko / nekobento


Im nekobento-Forum war ja vor längerer Zeit eine Sommerwichtel-Aktion. Das war das Paket, welches ich verschenkt habe. Und hier ist das Paket, welches ich erhalten habe.

Leider gab es auch diesmal wieder einen Fall, wo ein Teilnehmer kein Päckchen erhalten hat, obwohl er selbst eins verschickt hat. Also sprang ich kurzfristig ein und wurde "Ersatz-Wichtelmama" von Hoshiko :)

Aus Hoshiko's Wishlist entnahm ich folgende Infos:
mag die Farbe rosa, mag japanische Süßigkeiten, mag Schokolade, mag gerne neue Dinge ausprobieren, will gern Umeboshi probieren, hat nur einen kleinen Asialaden und bekommt nicht alle Zutaten, benötigt Foodpicks, Ketchup-/Furikake-Behälter und Baran.

Ich habe auch das Wichtelpaket von Hoshiko angesehen, welches sie an amaineko geschickt hat. Dort sah ich, dass sie sich wohl sehr mit Sternen identifiziert.

Das habe ich für sie eingepackt:
- rosa Bentobox
- Golden Curry z.B. für Curry Udon
- Süßigkeiten (Monaka, Umeboshi-Bonbons, Bonbons mit Reiscracker-Geschmack, Matcha-Bonbons und Schokolade) Die Schokolade ist leider nicht mehr auf dem Foto, da ich sie erst später in das Paket gelegt habe.
- Bento-Zubehör (Foodpicks, Sushi-Gras/Baran, Soßenbehälter, Eierformer)
- Kichererbsenmehl (ich wollte ihr eigentlich Sojamehl für Tempura schicken, aber ich hab die PAckungen vertauscht T_T) Das Mehl ist leider auch nicht auf dem Foto
- Eine Förmchen, womit man Spiegeleier in Form eines Sterns braten kann. Man bekommt es z.B. hier oder hier.
- Anhänger mit einer niedlichen Figur, die 2 Sternchen in der Hand hält
- und ein großer Schwamm in Form einer Wassermelonen-Scheibe ^_^b

Den Schwamm hatte ich zufällig im "Toom-Baumarkt" entdeckt. In der Deko-Abteilung. Dort gab es weit und breit nur das eine Exemplar ohne Etikett oder Preisschild. Die Kassiererin wusste gar nicht woher der kam und hat ihn mir kurzerhand nur als "Aktionsartikel" für 1EUR berechnet. *ggg* Schade, dass es nicht mehr solche Schwämme gab... ^^

Hier seht ihr übrigens das komplette Paket auf Hoshiko's Blog.

Rezept: Kouyadofu / Koya-Tofu (gefroren & getrockneter Tofu)


Kouya-Tofu, Kouyadofu oder auch Koya-Tofu ist nichts anderes als gefriergetrockneter Tofu. Man friert ihn im frischen Zustand ein und nach dem Auftauen wird er gepresst und getrocknet, sodass er seine ganze Flüssigkeit verliert. Durch das Einfrieren im frischen Zustand entstehen im Tofu große Eiskristalle, die ihm beim Auftauen eine andere Konsistenz geben. Es erinnert ein wenig an einen Schwamm. Die Farbe wird gelblich.

Der Name kommt von Kōya-san, einem Berg. Das Zentrum des japanischen Buddhismus. Es ist für seine traditionelle, vegetarische und buddhistische Küche (shōjin ryōri) bekannt.
Gefrorener Tofu ist aber auch in China bekannt, wird jedoch etwas anders zubereitet und gegessen.

Meistens wird Kouyadofu im Supermarkt, Makrobiotik-Laden bzw. Asiashop getrocknet in Plastikpackungen verkauft, sie benötigen keine Kühlung. Will man ihn zubereiten, wird er wieder kurz in warmes Wasser eingelegt und wieder ausgedrückt. So bekommt es wieder etwas Volumen. Klassisch wird dieser Tofu in einer Brühe aus Sojasoße, Mirin, Dashi und Sake gekocht. Kouyadofu ist perfekt als Suppeneinlage. Man kann es auch braten, schmoren oder frittieren. Wenn man es klein häckselt kann man es als Hackfleischersatz benutzen.

Auf dem Blog Shizuoka-Gourmet gibt es eine schöne Anleitung für selbstgemachtes Kouyadofu.

Schritt1: Einen großen Block Tofu gut abtropfen lassen. Danach in Klarsichtfolie einwickeln und in das Gefrierfach geben. Mindestens 1 Tag drin lassen.

Schritt2: Gefrorener Tofu auftauen lassen. Mit einem Brett und einem schweren Gegenstand langsam und vorsichtig auspressen, sodass er mindestens die Hälfte seines Volumens verliert.

In diesem Zustand kann er gleich weiter verarbeitet werden.

Ich habe ihn hier z.B. kurz in Öl angebraten - er wird extrem knusprig!

Wer es gerne zart und weich haben will macht folgendes:

250ml Dashi
2 EL Zucker
1 Prise Salz
1/2 TL Mirin
1/2 TL Sake
1/2 TL Sojasoße

Alle Zutaten mischen und in einem Topf geben. Die Koya-Tofu-Stücke hineingeben und bei kleiner Hitze köcheln, bis sie weich sind. Schmeckt sehr lecker und ist auch beliebt im Bento!

Weitere Kouyadofu-Rezepte und Infos:
Kouya-dofu, freeze dried tofu (just hungry)
Kouyadofu mit Shiitake (Fukoka-Dreaming)
Agedashi-Tofu mit Kouyadofu (Fokoka Dreaming)
Kouyadofu Soboro (soul soup soap)

Bento #79: Veggie Hackbraten, Tomate, Tempura & Reis


Ein ganz schnelles Bento mit "vegetarischem Hackbraten". Gefunden bei REWE und testweise probiert, aber ich würde das nicht nochmal kaufen. Da schmecken Veggie-Burger besser. Auf der Packung steht, dass es hauptsächlich aus Sojaflocken und Weizeneiweiß besteht - es ist leider etwas stark gewürzt... Ich habe den Braten so geschnitten, wie typisches Tonkatsu (japanisches Schnitzel). Ich finde das sieht immer sehr schön und lecker aus. Hier gibt es auch ein tolles Tonkatsu-Rezept.

Drin ist: Gemüse im Teigmantel (Zucchini und Aubergine), vegetarischer Hackbraten mit Tonkatsu-Soße und Schnittlauch, Reis und Tomaten.

Die Bentobox ist diese hier die zweite Etage habe ich nur mit Mango und Ananas gefüllt, das sah nicht so toll aus und braucht deswegen kein Foto ;-)
Auf dem Foto seht ihr auch eine aufgeschnittene dunkel-gestreife Tomate von hier. Bis jetzt mochte ich sie am Liebsten von unseren Sorten. Daneben seht ihr eine normale Cocktail-Tomate.

Furoshiki - Traditionelle Verpackung aus Stoff für Bentobox & Geschenke

Ein Furoshiki ist in Japan sehr verbreitet. Es besteht aus meist quadratischem Stoff und ist meistens sehr schön bedruckt und man benutzt es in Japan um Geschenke oder Alltagsgegenstände zum Transport stilvoll einzuwickeln. Durch die verschiedenen Knotentechniken ergeben sich tolle Formen. Man kann z.B. richtige Taschen daraus machen. Die sehen wirklich sehr hübsch aus. Auch Bentoboxen werden oftmals traditionell mit einem Furoshiki verpackt. Wenn man es ausbreitet dient es als kleine Picknick-Decke.

Jemand hatte mich mal gefragt, was das für tolle Stoffe im Hintergrund einiger meiner Bentoboxen wäre (z.B. hier). Es handelt sich hierbei um japanische Stoffe, die ich irgendwann mal angefangen hatte zu sammeln. Die Ränder habe ich so genäht, dass sie nicht mehr ausfransen. Und schon hat man ein schönes Furoshiki! :)


Meine habe ich alles aus alten Stoffsammlungen in Stoffläden oder auf Ebay. Mittlerweile habe ich noch ein paar mehr Stoffmuster, die sind nur nicht alle auf dem Foto :)


Furoshiki sind toll, weil sie individuell und anpassungsfähig sind. Sie sind auch umweltfreundlich (sogar Hundertwasser mag sie und hat eins entworfen). Man kann sie immer wieder und für ganz verschiedene Zwecke benutzen :) Mehr über Furoshiki hier.

Echte Furoshikis sind normalerweise schon etwas teurer z.B.hier. Aber man findet z.B. hier recht günstige.

Alternativ kann man sich ein Furoshiki selber nähen mit einem besonders hübschen und stabilen Stoff aus Baumwolle, Kunstfaser oder Seide.


Bitte auf das Bild klicken, um es in größerer Version zu sehen.

Es gibt unterschiedliche Größen. Ungefähr 50x50cm sind ideal für Bentoboxen. Größere Formate bis zu 1m Kantenlänge eignen sich gut um damit große Umhängetaschen zu knoten.

Schaut z.B. dieses Video an. Ich find es echt cool!

Hinokuni Kumamoto - Instant Tonkotsu Ramen / Nudelsuppe

Aus dem selben Asialaden, wo ich das Natto her hatte habe ich mir eine Packung Instant Tonkotsu Ramen gekauft. Tonkotsu Ramen ist eine Nudelsuppe mit einer Brühe auf Basis von Schweineknochen. Typisch für diese Ramen ist die weißlich trübe Brühe. Es ist oftmals sehr aufwendig diese Art von Ramen herzustellen.

Gute Rezepte findet ihr hier:
Tonkotsu ramen: no recipes
Tonkotsu ramen: shizuoka gourmet
Tonkotsu ramen: nekobento

Dieses Instant-Ramen war anders, als die üblichen Sorten in den quadratischen Packungen. Sie war genauso lang wie die typischen Nudel-Packungen. Dadurch sahen sie hochwertiger aus mit 2,50EUR kosten sie auch mehr, als normale Instant-Ramen. Eine Packung beinhaltet 2 Portionen.

Als ich die Packung aufmachte war ich hocherfreut. Sie beinhaltet ein großes Bündel trockener Nudeln, die viel feiner waren, als die von Hakubaku. Hier hatte ich ja schonmal darüber berichtet, dass diese mir zu grob waren. Gegebenenfalls konnte man diese Nudeln also auch für andere Ramen verwenden. Außerdem gab es extra 2 Soßenpäckchen für jede Portion.

Die Zubereitung ist sehr einfach. Ich kann zwar kein Japanisch, aber gott sei dank kann ich Zahlen lesen und Bilder verstehen *ggg* Wenn man nur eine Portion kocht braucht man 550ml Wasser. Ansonsten 1100ml Wasser.

Einfach die gewünschte Menge Wasser in einem Topf erhitzen und kochen lassen. Nudeln hinzufügen und so lange kochen, bis sie bissfest sind. Danach schnell die Gewürzsoße hinzu geben und noch ein Weilchen köcheln lassen. Nicht zulange, damit sie nicht weich werden. Sofort mit frischen Beilagen heiß servieren!

Ich war erstaunt wie gut die Brühe für ein Fertigprodukt aussah. Weißlich und trüb wie typisches Tonkotsu-Brühe. Die Nudelportion war auch sehr groß. Sie reicht locker für 2 Portionen mit 2 großen Nudelschüsseln.

Und hier seht ihr das Ergebnis mit meinen Beilagen - Frühlingszwiebeln, Narutomaki und ein halbgekochtes Ei. Das Ei war leider noch viel zu weich und ist irgendwie in der Mitte auseinander gebrochen, als ich es pellen wollte. Der obere Teil hatte sich komplett vom Dotter gelöst *hust* Deswegen sieht es hier so eigenartig aus ^^°


Fazit: Die Nudeln sind wirklich super. Von der Konsistenz her etwas besser als die von Hakubaku finde ich. Die Portionen sind wirklich groß. Wir haben sie beide mit Müh und Not geschafft. Die Brühe selbst sah optisch gut aus, war aber nicht so tiefgründig wie eine frische Brühe. Ihr fehlte ein gewisses Etwas. Aber man konnte sie auf jeden Fall ganz gut essen. Gegebenenfalls kann man sie mit frischen Zutaten noch aufwerten.

Für 2,50EUR ist der Preis wirklich in Ordnung. Was mir sehr gut gefällt sind die getrockneten Nudeln, die nicht wie bei den normalen Instantramen gewürzt und frittiert wurden. So kann man sie auch für andere Gerichte verwenden.

Mit frischen Beilagen, wie Sprossen, Narutomaki, Ei, Fleisch oder anderes Gemüse ist es eine gute Alternative zu Fertigpizza oder anderen Fertig-Gerichten.

Für alle Instant-Ramen-Fans habe ich noch einen interessanten Youtube-Channel von tontantin entdeckt. Dieser Mann hat wirklich über Jahre hinweg hunderte von Instant-Ramen-Sorten getestet und berichtet sehr genau darüber. Ich finde es faszinierend und bizarr zugleich. Erstens natürlich bin ich überrascht wieviele Sorten dieser Mann bereits probiert hat und wie viele Sorten noch existieren. Komisch finde ich, wie er sich die ganze Zeit davon ernähren kann. Irgendwann müssten sie ihm doch bis zum Halse stehen... Man kann nicht wirklich behaupten, dass es auf die Dauer gesund sein kann (Geschmacksverstärker und co sind unvermeidbar)

Es sind zwar nicht nur normale Ramen, sondern auch Instant-Yakisoba, Instant-Udon, Instant-Reisbrei - es gibt sogar Instant Spaghetti Napolitan (eine japanische Version von typischer Spaghetti-Nudeln) und noch viel mehr. Er probiert nicht nur japanische Sorten, sondern auch thailändische, koreanische, vietnamesische, chinesische und und und.

In den älteren Videos hat er nur japanisch gesprochen und geschrieben. In den neuen Videos gibt es eine kleine englische Übersetzung und er vergibt Punkte anhand von Sternen. Es gibt selten Sorten, die bis zu 5 Sternen bekommen.

Von meiner Packung Hinokuni Kumamoto- Tonkotsu Ramen habe ich erstaunlicherweise auch ein Video gefunden. Leider aus einer Zeit ohne englische Übersetzung, deswegen weiß ich nicht wie er diese Art von Ramen findet. Kann mir das jemand sagen, wie seine Bewertung ist?

Die typischen Instant-Ramen wurden, soviel ich weiß, von Japanern erfunden. Sie sind aber mittlerweile in ganz Asien beliebt und werden überall hergestellt. Die Qualität kann sehr unterschiedlich sein - vor allem die Konsistenz der Nudeln sind sehr wichtig. Mehr darüber gibt's beim nächsten Mal :)

Bento #78: Garnelen mit Reis, Feigen & Trauben in Hakoya Fresco


Mein aktuelles Bento in der blauen Fresco-Box von Hakoya. Da sie ziemlich groß ist, habe ich die Hälfte mit viel Obst und Gemüse gefüllt. Sie ist perfekt für lange Arbeitstage <3

Oben: Garnelen gebraten mit Knoblauch, Chili, Zwiebeln, Sesam und Frühlingszwiebeln. Dazu Gurken aus dem Garten (die letzten für dieses Jahr, deswegen sind sie so schön klein und passen gut in die Box). Reis geschwenkt in der restlichen Soße der Garnelen. Oben drauf die übrigen Zwiebeln aus der Garnelen-Pfanne und eine Tomate.

Unten: Feigen mit Honig, kernlose Trauben, Vanille-Röllchen und 2 Tomaten. Die Tomaten sieht man nicht so gut.

Da es in der Früh immer dunkler wird, kann ich am Morgen keine guten Bento-Fotos mehr schießen. Deswegen mache ich sie wieder am Abend davor :) Und ja, ich habe eine neue Kamera, mit der ich aber noch nicht so gut umgehen kann *hust*  Deswegen muss ich noch ein bisschen üben, bis die Fotos so werden wie ich sie will... Tut mir echt leid! ^^°

Garten-Ernte: Bittermelone, Hokkaido-Kürbis, Aubergine und co

Ein kleiner Rundgang durch unseren Gemüsegarten (hauptsächlich bewirtschaftet von meinen Eltern)

Wir haben eigentlich nur einen kleinen Garten. Vorne ist ein kleiner Vorgarten. Die komplette Rasenfläche wurde umgepflügt und zu Gemüse- und Kräuterbeeten umgewandelt. Hinter dem Haus befindet sich ebenfalls noch ein kleines Gärtchen. 1/3 dieser Fläche wird von einem großen Gewächshaus besetzt. Gleich daneben wachsen Himbeeren und Erdbeeren. Der Rest ist für Blumen und ein bisschen Rasen ist auch noch da. Meine Mutter arbeitet in einer Gärtnerei, weshalb sie unseren Garten regelrecht voll pflanzt mit den unterschiedlichsten Sorten von Gewächsen, die sie in ihrer Arbeit sieht.

Nachdem wir jetzt unausweichlich dem Herbst zusteuern poste ich abschließend ein paar Fotos aus unserer Ernte dieses Jahr. Ich hoffe euch gefällt der kleine Rundgang und ihr werdet ein bisschen inspiriert selbst frische Früchte, Kräuter oder Gemüse anzubauen oder in eurer Umgebung zu kaufen. Es ist so viel leckerer als Sachen aus dem Supermarkt! <3

Hier oben seht ihr unsere Bittermelonen. Was viele nicht wissen - wenn sie richtig reif sind platzen sie von selbst auf und roten Samen fallen heraus. Das rot sieht ein bisschen blutig aus ^_^ Bittermelonen werden gegessen, wenn sie nicht nicht ganz reif sind. Hier bei cooking with dog findet man ein leckeres japanisches Rezept mit Bittermelone.


Hier seht ihr unterschiedliche Tomatensorten, die wir dieses Jahr angebaut haben. Ich weiß leider die Namen nicht, aber am meisten haben mir die dunkel getigerten Tomaten geschmeckt! Sie schmecken so aromatisch und sind außerdem wunderschön dunkelrot! Ideal für Bento! Insgesamt haben wir über 5 Sorten angebaut. Von jeder Sorte eine Pflanze. Es sind leider nicht alle Sorten auf dem Foto...

Natürlich haben wir auch Gurken angebaut. Die Sorte heißt glaube ich "Wundergurke". Wir haben tagelang knackige Gurken gegessen und verschenkt. Einige habe ich auch zu einer leckeren Gurken-Limonade verarbeitet (leider habe ich davon keine Fotos gemacht!). Und viele habe ich zu Tsukemono verarbeitet. Frische Gurken sind das Beste was man haben kann. So knackig und aromatisch!

Wir haben eine Auberginen-Pflanze angebaut. Zuerst im Gewächshaus, danach wurde sie umgepflanzt ins Gemüsebeet.  Sie hat insgesamt 5 große Früchte gegeben, bevor es ihr zu kalt war :) Ein leckere Rezept mit Aubergine gibt es hier.

Es gab natürlich auch Salate und Kräuter in Massen. Rucola, Mangold, verschiedene Blattsalate, Schnittlauch, Schnitt-Knoblauch, Frühlingszwiebeln, Petersilie, Minze, alle möglichen italienischen Kräuter, Shiso, Thai-Basilikum, Zitronen-Melisse, Pfefferminze, Estragon, Sellerie und viel mehr!

Das hier ist Neros bester Freund. Er gehört unseren Nachbarn, aber spielt immer mit Nero. Ich weiß leider nicht wie er heißt, aber er ist so knuffig! :) Er schläft immer mit meinem Kater zusammen in der Sonne.

Das da im oberen Foto ist unser langjähriger Chili-Baum. Eine asiatische Sorte. Die Chilis sind auf dem Foto noch nicht reif. Eigentlich sind sie rot und wirklich, wirklich wie HÖLLE! 8-D
Das da unten ist rot/grünes Shiso. Wir hatten es frisch aus dem Kühlregal eines Asialaden gekauft und meine Mutter hat einfach einen Stengel in die Erde gesteckt und im Gewächshaus gelassen. Nach einiger Zeit hat er ausgetrieben und ist momentan mehr als einen halben Meter groß!

Und abschließend noch unsere Melonenbirnen. Die habe ich für knapp 3EUR im Aldi gefunden. Dort war es ein ganz verkümmertes Pflänzchen. Wir haben die Pfalnze umgetopft und in die Sonne gestellt. Sie bekam viele große Früchte. Auf dem Foto sind die Früchte noch nicht ganz reif. Wenn sie reif sind, sind sie gestreift und gelblich. Sie schmecken ein bisschen wie süßliche Wassermelone, haben aber die Konsistenz von Kaki finde ich. Sehr lecker! Melonenbirnen kann man auch auf dem Balkon halten, wenn genug Sonne darauf scheint!

Wir haben auch Hokkaido-Kürbis angebaut. Nur eine Pflanze, die sich an der Seite des Hauses entlang ausbreitet, weil woanders kein Platz ist. Aber sie hat im Moment 3 Früchte! Hokkaido-Kürbis habe ich bereits hier in diesem Bento verwendet :) Und hier seht ihr noch ein Bild mit meiner Kapuziner-Kresse, eine essbare Blume. Die habe ich schon einmal hier im Bento verwendet.

Eigentlich haben wir noch viel mehr angebaut, davon habe ich aber keine Fotos gemacht. Z.B. Kohlrabi, Zucchini, Süßkartoffel und Zuckerschoten. Unser Garten ist nicht groß, jedesmal wenn eine Pflanze abgeerntet wird und keine weiteren Früchte mehr hergibt, wird sie mit neuen Pflänzchen einer anderen Art ersetzt. Salat z.B. wurde immer wieder neu gepflanzt. So kann man viele verschiedene Dinge ausprobieren!

Ich bin gespannt, was es nächstes Jahr gibt :)
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